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Auf dem höchsten Gipfel der Welt – Vortrag bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Für einen Bergsteiger ist er das Ziel aller Träume, der 8848 Meter hohe Mount Everest. 1953 von dem Neuseeländer Edmund Hillary erstmals bestiegen, ist der höchste Berg der Welt heute zu einem beliebten Gipfel der Expeditionsbergsteiger geworden, der von immer mehr Menschen bestiegen wird.

Einer, der sich auch diesen Traum erfüllen konnte, ist der Weilimdorfer Ingenieur Alois Bogenschütz. In einem Vortrag beim Monatsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft Weilimdorf, berichtete der Bergsteiger über seine Expedition zum höchsten Berg der Welt.
Es wäre falsch zu glauben,jeder könne den Mount Everest wie einen Berg in den Alpen so einfach besteigen, machte Alois Bogenschütz zu Beginn seines Vortrages erst einmal deutlich, dass nur mit jahrelangem Training und viel Expeditionserfahrung, eine erfolgreiche Besteigung des höchsten Berges, von 14 Achtausendern dieser Welt, möglich ist. Für den begeisterten Bergsteiger war die Mount Everest-Besteigung seine 10.Expeditionstour und in allen Phasen der Route eine besondere Herausforderung. Mit wunderschönen Aufnahmen aus dem Himalaya- Gebirge, beschrieb Alois Bogenschütz in seinem Vortrag nicht nur die Faszination der Gebirgslandschaft sondern schilderte dazu auch Kultur und Alltag der Menschen, die in den Höhen des Nepal und an der Grenze zu Tibet leben. Dabei spielt der Buddhismus bei einer Mount Everest-Expedition eine wichtige Rolle, zählt doch der auf Nepali bezeichnete “Sagarmatha” für die Sherpas zu den heiligen Bergen der dortigen Khumbu-Region. Auch Alois Bogenschütz und seine Frau Regine, die ihren Mann bis zum Basislager begleitete, wurden im Laufe ihrer Tour immer wieder in buddhistischen Zeremonien für ihre Expedition gesegnet. Ausgangspunkt der Everest-Besteigung war das Basislager auf 5340 Meter Höhe, dass die Weilimdorfer Bergsteiger von Kathmandu kommend in einem achttägigen Anmarsch über Lukhla, Namche Bazar und Gorak Shep erreichten. Von dort nutzten Alois Bogenschütz und seine Frau die Ruhezeit für eine Tour auf den Berg Kala Phattar (5550 m),um sich in diesen Höhen weiter zu akklimatisieren. Das man bei einer Besteigung des höchsten Berges der Welt besonderen Gefahren ausgesetzt ist, erfuhr Alois Bogenschütz noch am Basislager, als er von dort mit ansehen musste, wie eine Eislawine auf den Kumbueisbruch niederging. Trotz dieser Erfahrung der Gefahr, entschloss sich Bogenschütz seine Tour fortzusetzen und es folgten im Expeditionsstil die Besteigungen der Lager 1 bis 3 der Mount Everest-Tour. Nach dem in Lager 3 in 7400 Meter Höhe mit einer erfolgten Übernachtung des Bergsteigers die erfolgreiche Aklimatisierung bestätigt war, konnte es,wenn auch mit einer 15-tägigen “Wetter”-Verzögerung, endlich losgehen. Am 19.Mai 2009 um 22 Uhr ging es dann ausgerüstet mit Stirnlampen und Zusatzsauerstoff, den der Weilimdorfer Bergsteiger bereits ab 7000 Meter Höhe bei sich einsetzte, von Lager 4 aus zum Gipfel des 8848 Meter hohen Mount Everest, den Alois Bogenschütz und sein Sherpa Pasang nach 10 stündigem Aufstieg am 20.Mai 2009 um 8.30 Uhr erreichten. Damit hatte Alois Bogenschütz als 35.Deutscher den Mount Everest bestiegen und ist der bisher einzige Deutsche, der den höchsten Gipfel der Welt in seinem Alter bezwang.

Der Weilimdorfer, der bei dieser 2-monatigen Expedition 13 Kilo an Körpergewicht verlor, hatte den zahlreichen Besuchern des sudetendeutschen Monatsnachmittages jedoch nicht nur die Faszination des Himalaya-Gebirges näher gebracht. Auch die Armut der in Nepal lebenden Menschen, führte Alois Bogenschütz den Vortragsbesuchern vor Augen und sammelte Spenden für ein dortiges Kinder- Hilfsprojekt.

Foto (Heisig): Der Weilimdorfer Ingenieur Alois Bogenschütz erzählte beim Monatsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft von seiner Expedition zum Mount Everest.

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