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Bauarbeiten in der Rennstraße verärgern Gewerbetreibende

(RED) Dass Leitungen erneuert werden müssen, ist eine Selbstverständlichkeit und ist verbunden mit Einschränkungen in der Erreichbarkeit von Straßen und Häusern in der Regel hinnehmbar. Doch die halbseitige Sperrung der Rennstraße für neue Gasleitungen kommt für die betroffenen Gewerbetreibenden mitten in der Weihnachtszeit zur Unzeit.

“Es trifft uns mitten in unserer wichtigsten Jahreszeit – dem Weihnachtsgeschäft! Zudem wurde uns die Baustelle mit einem extrem kurzen Vorlauf mitgeteilt und auch nicht wie die Sperrung erfolgen soll”, so Marcus Mannsdörfer, dessen Kundenparkplätze nun nahezu unerreichbar sind – es sei denn die Kunden nehmen die umständliche Umleitungsstrecke über die Widdumhofstraße. Das Einbiegen von dort in die Rennstraße ist für die LKWs der Anlieferfirmen nicht möglich – sie müssen in Folge dessen in Unkenntnis der Baustelle, die bis mindestens Weihnachten bestehen soll, erst einen Wendepunkt auf der Solitudestraße finden, dann über die Glemsgaustraße und die Ditzinger wie Bergheimer Straße sich durchzwängen.

Dabei gäbe es einen einfachen Weg, die Situation für die betroffenen Firmen zumindest etwas zu entschärfen, indem man die Einbahnstraßenregelung mit Fahrtrichtung in die Rennstraße statt auf die Solitudestraße eingerichtet hätte: die Kundenparkplätze der Firmen wären einfach erreichbar gewesen, der abfließende Verkehr kann problemlos über die Widdumhof- und Bergheimer Straße geführt werden. Das finden übrigens nicht nur die Gewerbetreibenden so besser, sondern auch das Tiefbauamt der Landeshauptstadt, die Wirtschaftsförderung der Stadt, die ausführende Baufirma sieht darin ebenfalls kein Problem – und auch Bezirksvorsteherin Ulrike Zich stellt sich hinter diesen Vorschlag. Übereinstimmend könnte man die Verkehrsregelung so binnen Stunden ändern. Doch das Amt für öffentliche Ordnung sieht das anders: “Dann müsste ja der Verkehr der rechten Spur auf die linke ausweichen, das geht nicht. Wer von der Widdumhofstraße kommt, könne dann nicht mehr in die Rennstraße einbiegen!”, so die unglaubhafte Begründung der städtischen Behörde.

“Ideal wäre gewesen, die Bauarbeiten wären mit uns abgesprochen worden – dann hätten wir den Februar vorgeschlagen. Mit der jetztigen Regelung verlieren wir ca. 90 Prozent unserer ortskenntnisfremden Kundschaft mitten im Weihnachtsgeschäft, das tut finanziell richtig weh!”, so Marcus Mannsdörfer verbittert, für den das Baustellenärgernis binnen zwei Jahren nun schon zum zweiten mal auftritt – doch vor zwei Jahren wurde miteinander geredet und die Einbahnstraßenregelung wie gewünscht vorgenommen. 2018 jedoch scheint das aus städtischer Sicht nicht möglich zu sein – Linksverkehr unvorstellbar.

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