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Bezirksbeirat wünscht Gertrud-und-Otto-Mörike-Weg

Auf seiner Sitzung am Mittwochabend stellte der Bezirksbeirat den interfraktionellen Antrag, in Weilimdorf einen Gertrud-und-Otto-Mörike-Weg nach dem Pfarrersehepaar zu benennen. Grund für dieses Ansinnen war ein Vortragsabend über Gertrud und Otto Mörike Anfang Juni, zu dem die evangelische Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde und der Weilimdorfer Heimatkreis eingeladen hatten. Die 19-jährige Abiturientin Yvonne Städter aus Weinsberg hatte ein Jahr lang für eine Seminararbeit über kirchlichen Widerstand im Nationalsozialismus am Beispiel des Ehepaars Gertrud und Otto Mörike recherchiert und referierte an jenem Abend über ihre Ergebnisse: 1939 übernahm Mörike die Gemeinden Weissach und Flacht. Das Ehepaar Mörike organisierte Unterstützung für inhaftierte Pfarrer und deren Angehörige. Im Pfarrhaus gab er verfolgten Juden Unterkunft, so auch dem jüdischen Ehepaar Krakauer, das bis zum Kriegsende über 800 Tage in Deutschland auf der Flucht war. Max und Karoline Krakauer kamen bei ihrem Wechsel der Unterkünfte auch einige Male durch Weilimdorf. 1947 wurde Mörike Pfarrer in Weilimdorf und 1953 bis zum Ruhestand Dekan in Weinsberg. 1971 wurde das Ehepaar Mörike in Israel als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt. In Yad-Vashem erinnert noch heute ein Baum in der „Allee der Gerechten“ an Gertrud und Otto Mörike, da sie jüdische Mitmenschen vor der Vernichtung gerettet haben.

Einstimmig stellte daher nun der Bezirksbeirat den Antrag an die Stuttgarter Stadtverwaltung, den bislang namenlosen Verbindungsweg am Pfarrgarten zwischen Glemsgau- und Bergheimer Straße in Gertrud-und-Otto-Mörike-Weg zu taufen.

Foto: noch ein namenloser Verbindungsweg im Herzen von Weilimdorf – bald aber wird er “Gertrud-und-Otto-Mörike-Weg” heißen.

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