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Bilder aus dem Altvaterland beim Treffen der Sudetendeutschen

Das Sudetenland ist reich an landschaftlichen Schönheiten, zu denen neben dem Egerland, dem Böhmerwald und dem Riesengebirge auch das Altvaterland zählt. Einen Einblick in diese Heimatlandschaft bot vor kurzem die Kreisbetreuerin des Heimatkreises Freudenthal/Altvater, Helga Herale, die auf Einladung von Ortsobfrau Waltraud Illner zum Monatsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft Weilimdorf gekommen war um bei einem Diavortrag von den Besonderheiten dieser sudetendeutschen Region und seiner Kreisstadt Freudenthal zu erzählen.

Das Altvaterland, dessen Altvatergebirge sich an das Isergebirge und Adlergebirge anschließt, liegt im Osten des Sudetenlandes und gehört mit seinen Bergen, Tälern und Wäldern zu den schönsten Landschaften der ostdeutschen Heimatgebiete. Um den zahlreichen Besuchern des Monatsnachmittages im „Haus der Begegnung“ in Giebel nun Geschichte und Entwicklung dieser Landschaft etwas näher zu bringen, hatte Helga Herale eine Diaschau mitgebracht, in der sie mit alten Postkarten und Bildern sowie Fotos aus der Neuzeit auf anschauliche Weise die Schönheiten des Altvaterlandes in Erinnerung rief. Dazu zählte beispielsweise der Altvaterturm, der einst auf dem Gipfel des Altvaters stand und 1958 zusammengebrochen war, nach dem er mit der Vertreibung der Sudetendeutschen nicht mehr bewirtschaftet wurde. Heute steht auf dem mit 1492 Metern höchsten Berg des Altvaterlandes eine Sendestation, während der ursprüngliche Altvaterturm nachgebaut wurde und auf dem Wetzstein am Rennsteig im Thüringer Wald besucht werden kann. Aber auch zur Bergkapelle Heidebrünnel, der ältesten und meist besuchten Wallfahrtskirche im Altvatergebirge, wusste Helga Herale zu erzählen. So lag die Kirche auf einer Höhe von 1290 Metern, brannte jedoch nieder und wurde in Weilersbach in der Fränkischen Schweiz wieder aufgebaut. Peterstein, die Schäferei sowie die Schweizerei waren weitere Stationen des Altvatergebirges, die die Referentin vorstellte bevor sie sich dann der Geschichte um die Kreisstadt Freudenthal widmete. 1213 vom Markgrafen Wladislaw Heinrich von Mähren gegründet, ist Freudenthal mit einem Alter von 800 Jahren die älteste unter den Mährisch-Schlesischen Städten und bildet seit ihrer Gründung den natürlichen Mittelpunkt der sie umgebenden Landschaft. Helga Herale stellte in ihrer Diaschau die zahlreichen Kirchen Freudenthals sowie die Wahrzeichen der Stadt wie den Köhlerberg und das Deutschordensschloss vor und erzählte von der bewegenden Geschichte des Ortes, die sehr eng mit der Historie des Deutschen Ritterordens verbunden ist. Am Ende ihres Vortrages, entführte Helga Herale die Zuhörer schließlich noch nach Bad Karlsbrunn, einem der schönsten Kurorte des Sudetenlandes.

Foto (Heisig): Helga Herale (links), Kreisbetreuerin des Heimatkreises Freudenthal/Altvater, erzählte in einem Diavortrag vom Altvaterland. Rechts Ortsobfrau Waltraud Illner.

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