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Bitterer Last-Minute-K.O. für die Hbi in Hohenacker

(MZ) Am vergangenen Sonntag reiste die Hbi Weilimdorf/Feuerbach zu ihrem alljährlich beliebtesten Auswärtsspiel in die harzfreie Gemeindehalle nach Hohenacker. Und wie jedes Jahr war man vor dem Spiel guten Mutes endlich mal die Serie der letzten Jahre zu durchbrechen und etwas Zählbares mitzunehmen.

Aber um es vorwegzunehmen, auch dieses Mal stand man am Ende wieder mit leeren Händen da, obwohl man sicherlich eines der besseren harzfreien Spiele in Hohenacker in den letzten Jahren abgeliefert hatte.

Nachdem die beiden Unparteiischen aus Bregenz in Österreich im Stau steckten, wurde die Begegnung mit halbstündiger Verspätung angepfiffen und die Hbi startete gut in die Partie und konnte bis zum 3:4 nach fünf Minuten durch einen verwandelten 7m von Christian Heidt jeweils einen Treffer vorlegen. Während man in früheren Jahren oftmals im Angriff seine Schwierigkeiten hatte und man mit dem fehlenden Haftmittel haderte, war bereits früh zu erkennen, das die Problemfelder im Spiel der Hbi an diesem Tag eher auf der anderen Seite des Spielfeldes lagen. Gegen die schnellen und wendigen Spieler aus Hohenacker hatte die Hbi-Defensive vor allem auf den Halbpositionen und über Außen ihre Probleme und die Gastgeber kamen so immer wieder zu Würfen aus der Nahdistanz. So neigte sich langsam das Pendel zugunsten der Heimmannschaft, die beim 8:6 in der 13. Minute zum ersten Mal mit zwei Toren vorlegen konnte. Aber die Hbi blieb zunächst dran und konnte beim 9:8 durch Jan Diller und beim 11:10 durch Christian Heidt nach 20 Minuten jeweils den Anschlusstreffer erzielen. Leider begann dann die schlechteste Phase im Spiel aus Hbi-Sicht und man ermöglichte es dem SV Hohenacker-Neustadt sich durch schlechtes Rückzugsverhalten bis zum 19:13 kurz vor der Pause immer weiter abzusetzen. Ein Doppelschlag durch Pepe Fritz und Luca Jagsch innerhalb von 15 Sekunden zum 19:15-Halbzeitstand sorgte dann wieder für etwas Hoffnung beim mitgereisten Hbi-Anhang.

Auch der Start in die zweite Hälfte war zunächst verheißungsvoll als erneut der am Ende achtfache Torschütze Luca Jagsch per Tempogegenstoß auf 19:16 verkürzte. Die Abwehr mit dem mittlerweile eingewechselten Nick Schmitt im Tor stand nun besser als in der ersten Halbzeit. Leider belohnte sich die Gäste mehrmals nicht als man die Gastgeber bei angezeigtem passiven Spiel jeweils doch noch zum erfolgreichen Abschluss kommen ließ. So waren die Gastgeber beim 24:19 nach 40 Spielminuten doch wieder deutlicher vorn. Als die Hbi nach Treffern von Hannes Diller und David Martin in der 48. Minute auf 26:24 verkürzen konnte verpasste man es in den folgenden Minuten die Partie zu drehen, stattdessen lag man vier Minuten später wieder mit 29:24 hinten und die Hbi-Bank legte den grünen Karton. Aber die Auszeit zeigte Wirkung und plötzlich ging auch nochmal ein Ruck durch die Mannschaft und man arbeitete sich gestützt auf eine gute Defensive nun Tor für Tor heran: zweimal Tim Petschinka, Jan Diller und Luca Jagsch und 90 Sekunden vor dem Ende war man wieder dran beim 29:28. Die Gastgeber wurden in gleichem Maße auch immer nervöser und nach einem weiteren Fehlwurf von Hohenacker nahm Michael Zimmermann 25 Sekunden vor Schluss sein letztes Team-Timeout und brachte den 7. Feldspieler. Tim Petschinka vollendete den besprochenen Ablauf mit dem Ausgleichstreffer zum 29:29. Aber das letzte Wort hatten dann leider doch noch die Gastgeber, die durch eine 1:1-Aktion von Robin Lidle drei Sekunden vor dem Ende den 30:29-Siegtreffer erzielten bei dem sich die Hbi-Defensive auch nicht clever anstellte.

Folglich war die Enttäuschung bei Hbi-Trainer Michael Zimmermann nach dem K.O. kurz vor dem Ende schon groß: „Das Ende ist natürlich sehr bitter, nach unserer Aufholjagd wäre ein Unentschieden eigentlich das gerechte Ergebnis gewesen. Im Unterschied zum letzten Jahr haben wir hier trotz Harzverbot vor allem im Angriff ein gutes Spiel gemacht, aber die Defensivleistung war heute bis auf die letzten 10 Minuten zu schlecht. Wir kriegen aktuell einfach zu viele Tore, das zieht sich jetzt schon durch die letzten drei Spiele. Am Ende stehen wir nach einem Auswärtsspiel in Hohenacker unnötigerweise mal wieder mit leeren Händen da.“

Die Hbi Weilimdorf/Feuerbach bleibt mit 25:19 Punkten auf Platz 5 und bekommt es nach dem spielfreien Osterwochenende am Samstag 07.04.2018 im nächsten Auswärtsspiel mit dem alten Rivalen TV Oeffingen zu tun, der noch jeden Punkt gegen den drohenden Abstieg benötigt.

Herren: SV Hohenacker-Neustadt I – Hbi W/F I 30:29 (19:15)

Für die Hbi Weilimdorf/Feuerbach spielten:
Im Tor: Nicolai Schmitt, Benjamin Seeger
Feld: Hannes Diller (1), Jan Diller (5), Jörg Eisenhardt (1), Pepe Fritz (2), Christian Heidt (7/5), Luca Jagsch (8), Leon Jungk (1), Felix Klein, David Martin (1), Tim Petschinka (3), Robin Wegfahrt

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