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Bürgerempfang 2019: Ehrenamt ist Arbeit, die unbezahlbar ist

(RED) Seit rund 15 Jahren gehört er zum „Establisment“ der wichtigen und unverzichtbaren Termine in Weilimdorf: der von Bezirksvorsteherin Ulrike Zich einst „erfundene“ Bürgerempfang für Menschen aus dem Stadtbezirk, die sich ehrenamtlich in außergewöhnlicher Art für das Gemeinwesen im Stadtbezirk einbringen – inzwischen wurde diese Tradition von den anderen Stadtbezirken wie der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt übernommen.

„Sie hier heute Abend wurden eingeladen, weil sie sich in und für den Stadtbezirk engagiert haben und engagieren, sei es für Kinder, Senioren oder auch alle anderen. Möglich gemacht hat das wie jedes Jahr der Bezirksbeirat Weilimdorf, dem ich für die finanzielle Unterstützung danke!“, so Bezirksvorsteherin Ulrike Zich einleitend und verwies weitergehend darauf, dass der Bezirksbeirat das Ehrenamt hochhalten will – denn durch dies würden viele kleine Dinge erledigt, die keiner sieht. „Ohne Ehrenamt würde das Gemeinwesen in unserem Stadtbezirk schlecht aussehen!“, so Zich – und verweist auf ein altbekanntes Zitat: „”Ehrenamt ist keine Arbeit, die nicht bezahlt wird. Es ist Arbeit die unbezahlbar ist“. In Weilimdorf waren dies viele Menschen, die 2018 wie 2019 sich wie selbstverständlich ehrenamtlich engagiert haben, sei es als Wahlhelfer, im Treffpunkt Pfaffenäcker, bei der Sozialen Stadt im Giebel, im Sport, bei der Feuerwehr, in Einrichtungen wie Kitas, Jugendfarm, Schulen, anderen sozialen Einrichtungen oder in den Kirchen. „Ich hoffe sehr, dass Sie heute Abend hier alle gut miteinander ins Gespräch kommen, neue Ideen für die Zukunft entwickeln zum Wohle unseres Stadtbezirks!“, so Ulrike Zich weiter. Gerne hätte sie zum Bürgerempfang 2019 auch die FUTSAL-Mannschaft des TSV Weilimdorf eingeladen, die am 9. Juni 2019 die Deutsche Futsal-Meisterschaft (Hallenfußball) gegen den Favoriten des HSV für sich entschieden hat, „doch das wären so viele Menschen gewesen, dafür bräuchte es einen eigenen Bürgerempfang!“, schmunzelt Zich.

Besondere Ehrung erhielten an diesem Abend zwölf Weilimdorfer und Weilimdorferinnen, die sich unentgeltlich der stressigen Dreierwahl von Europawahl, Regional- und Kommunalwahl am 26. Mai als Wahlhelfer ausgesetzt haben. „Sie waren drei Tage für das Gemeinwohl aktiv. Am Samstag vor der Wahl bei der Schulung, am Sonntag zur Wahl und am Abend zur Auszählung – und Montagmorgen im Bezirksamt zur weiteren Auszählung erneut. Ich glaube nicht, dass sie viel geschlafen haben, eher wohl gar nicht“, dankt Ulrike Zich den Wahlhelfern.

Nachträglich mit der Ehrenamtsurkunde geehrt wurde, weil beim Festprogramm mit Ehrungen am 6. Juli 2019 auf dem Ernst-Reuter-Platz aus privaten Gründen fehlend, Christian Knauer. „Ich kenne ihn nun seit Jahren, erst als Spielplatzaktivist, seither unermüdlich im Giebel engagiert – und sehr intensiv sich einbringend in die Soziale Stadt Giebel“, hebt Ulrike Zich das Wirken Knauers hervor.

Mit der „Giebelmünze“ geehrte wurde durch Bezirksvorsteherin Ulrike Zich „die Ilnerin“. „Sie ist auch als Frau Giebel bekannt!“, lacht Zich und weiss zu berichten, dass Waltraud Illner mit dem Ohr am Giebel ist. „Manchmal kann sie durchaus nerven, wenn Sie wieder mit ihrem ‚mir ist zu Ohren gekommen‘ bzw. ‚die Buschtrommel hat mir zugetragen‘ mir gegenüber angefangen hat“, weiss Zich schmunzelnd zu berichten. Zich hofft, dass Waltraud Illner auch trotz ihres anstehenden Ausscheidens aus dem Bezirksbeirat für das Bezirksamt eine wichtige Ansprechperson bleibt – was Illner wohlwollend mit einem deutlichen Kopfnicken quittierte.

Mit der Ehrenmünze der Landeshauptstadt Stuttgart ausgezeichnet wurden abschließend Gabriele Lessins-Bufler und Elfriede Stauber. „Seit dem Start 2007 engagieren sich die beiden Damen ehrenamtlich für den Frühstückstreff für Frauen, der seither im Café 13 in der Rennstraße durchgeführt wird. Ohne ihr Mitwirkend wäre das Angebot nicht möglich!“, so Zich mit dankbaren Blick auf Lessins-Bufler und Stauber. „Sie haben jede Veranstaltung mit Planung, Organisation und Betreuung zuverlässig unterstützt und begleitet, schufen mit Blumen aus den eigenen Gärten und eigenen Tischdecken immer eine Wohlfühlatmosphäre in den Räumen des Café 13. Ohne Sie wäre der Frühstückstreff nicht das, was er ist, Ihr Beitrag ist eine besondere Stärkung des Gemeinschaftsgefühls und den Zusammenhalt innerhalb der Weilimdorfer Bevölkerung“, schließt Zich mit der Übergabe der Münzen, Urkunde – und Blumengruß.

Abschließend wurde durch Alexandra Meierhans, Direktorin im an diesem Abend gastgebenden Musikschule Eberhard und des Musikförderverein für musikalisches Engagement Muse e.V. aus Weilimdorf.

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