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Bürgerverein “Giebel und Bergheim” spricht sich gegen Radweg im Leguanweg aus

Der Vorstand des Bürgervereins “Giebel und Bergheim” informierte sich am Mittwoch, den 8. August 2012 in Weilimdorf-Bergheim über die bisherige und zukünftige Nutzung des nördlichen Teils des Leguanwegs für den öffentlichen Verkehr, speziell über die von der Stadtverwaltung geplante Öffnung als öffentlicher Radweg.

Die Anwohner berichteten, dass sie sich im Jahre 1997 beim Kauf ihres Grundstückes auch oder besonders wegen der nach außen abgeschlossenen Anlage des ellipsenförmigen Leguanweges für diese Lage entschieden haben. Ihre Kinder konnten sich auf den Anliegerverkehr einstellen und die Straße als Spielfläche nutzen. Nach ihrer Auskunft wurden sie nicht über die behördliche “öffentliche Umwidmung” der Straße im Dezember 1999 informiert und erfuhren erst jetzt bei der Begehung durch den Bezirksbeirat am 25.07.12 von dieser verkehrstechnischen Nutzungsänderung. Bei der Ortsbegehung wurde uns klar, dass es für die Herstellung dieser Radwegsverbindung keinen zwingenden planerischen Grund gibt. Selbst wenn die Gemeinde Gerlingen ihr Problem der bidirektionalen Nutzung der einspurigen Einbahnstraße ( parallel zur Feuerbacher Straße) durch die Radfahrer löst, müssen die Radfahrer irgendwo sowieso die Feuerbacher Staße über einen Zebrastreifen plus Ampel überqueren, wenn sie nach Weilimdorf bzw. Feuerbach weiter fahren. (Wollen sie zur Solitude oder nach Wolfbusch, wäre der Molchweg die bessere Verbindung.)

Selbst bei Öffnung des Leguanwegs wäre nach Befahrung einer im Übergang ansteigenden, sowie seitlich abfallenden ( gefährlichen ) Rampe und anschließenden ca. 100 m Spielstraße Schluss und sie müssten bei der Haltestelle Giebel die Hauptstraße überqueren, da auf der südlichen Seite der Engelbergstraße kein Fahrradweg mehr vorhanden ist. Die Nutzung des schon vorhandenen Übergangs am Ende des Herdwegs/Gerlingen und die Befahrung des Fahrradweges auf der anderen Straßenseite schließen an das Radfahrnetz in Giebel an.

Der Vorstand des Bürgervereins”Giebel und Bergheim” ist in Folge einer gewünschten Bürgerbeteiligung einstimmig der Meinung, dass es keinen außerordentlichen Zwang für die Einrichtung eines öffentlichen Fahrradweges über Privatgrundstücke gibt, der im schlimmsten Falle natürlich auch Mofas und Motorrädern anlocken würde. Die Anwohner konnten ab dem Kauf davon ausgehen, dass ihre Grundstücke, für die sie versicherungsrechtlich haften, ausschließlich für private Zwecke nutzbar sind.
Wir sehen für die Radwegverbindung zwischen Gerlingen und Weilimdorf, wie oben beschrieben, andere machbare Varianten ohne in den privaten Grundbesitz einzugreifen und sichern der Anwohnergemeinschaft des Leguanwegs unsere weitere Unterstützung bei der Verhinderung der Öffnung zu. Deshalb spricht sich der Bürgerverein dafür aus, die Schranke geschlossen zu lassen bzw. den ursprünglich geschlossenen Zustand des Leguanwegs wieder herzustellen.

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