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Das Solitude-Ballett bekommt für sein Ballettmärchen „Schneewittchen“ viel Applaus


Nachdem es im vergangenen Jahr kein Ballettmärchen mit dem Solitude-Ballett in der Stadthalle Korntal gegeben hat, ist „Schneewittchen“ am 1. Juli mit umso größerer Begeisterung vom Publikum aufgenommen worden.

Der Applaus wollte gar nicht enden, und Anca Popescu konnte die vielen Blumen auch mit beiden Armen gar nicht halten, die sie von ihren Schülerinnen und deren begeisterten Eltern am Ende der Vorstellung bekam. Sie leitet seit über zwanzig Jahren das Solitude-Ballett, passt die Märchen immer an die Gegebenheiten der Ballett-Schule an, wählt die Musikstücke aus, macht die Choreografien, hat die Kostümideen – und studiert das Ballett mit ihren jungen Tänzerinnen ein.

Dieses Jahr war es also Schneewittchen, dessen Geschichte ganz ohne Worte – nur über Musik und Körpersprache – erzählt wurde. Elena Huber verkörperte mit bemerkenswertem technischem Vermögen und großer Ausdruckskraft das unschuldige junge Mädchen, das wegen seiner Schönheit von der bösen Stiefmutter umgebracht werden soll. Kathrin Dachtler tanzte und spielte die böse,von Eifersucht zerfressene Frau ebenfalls auf schauspielerisch wie tänzerisch hohem Niveau – man hätte dieser Frau im echten Leben nicht gerne begegnen mögen. Frauke Ludmann strahlte als gute Fee, die es in der Ballettversion des Märchens gibt, und überzeugte gleichermaßen durch ihre Virtuosität. Alin Radu schließlich, der seit sechs Jahren von der Staatsoper Temeschwar (Ru-mänien) immer als Gast die männlichen Hauptrollen übernimmt, beeindruckte in Schneewittchen neben seiner Sprungkraft und den eleganten Bewegungen durch seine schauspielerische Intensität: Als Jäger, der im Auftrag der Stiefmutter Schneewittchen töten soll, tanzte er seine Zerrissenheit eben-so ergreifend wie später die Verliebtheit des Prinzen, der Schneewittchen rettet.

Vor allem aber brachten die vielen kleinen Akteure, etwa sechzig Mädchen zwischen vier und zwanzig, viel Leben und Zauber auf die Bühne der Stadthalle Korntal. Die Kleinsten bekamen als niedliche Vögel, Pilze, Schmetterlinge, Hasen oder Blumen viel Beifall. Graziös schritten sie beim Ball im Schloss oder beider Hochzeitsfeier in präch-tig glitzernden Kostümen über die Bühne. Lian Hägele, die jedes Jahr mit Stoffen, ihrer Nähmaschine, großem Können und enormem Engagement wahre Wunder vollbringt hatte auch am Sonntag wieder großen Anteil daran, dass das Publikum zwei Stunden lang einfach vergaß, dass es nicht im Märchenland sondern in der Stadthalle war. Die drei Bühnenbilder trugen zu dieser schönen Illusion ebenfalls bei.

Die Eleganz des klassischen Balletts demonstrierten die größeren Mädchen als Najaden und Prinzessinnen, nicht weniger überzeugend waren sie als Hexen im Schloss der bösen Stiefmutter. Und dann waren da natürlich noch die sieben Zwerge: Ausgestattet mit einer echten Laterne und allerhand Werkzeug marschierten sie über die Bühne, betrauerten später das scheinbar tote Schneewittchen – und waren natürlich am Schluss als stolze Gäste zum Ball eingeladen.

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