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Die Hbi beschenkt sich zu Weihnachten selbst

Die letzten drei Spiele waren für die Hbi Weilimdorf/Feuerbach eigentlich nur die Vorbereitung für das entscheidende Auswärtsspiel gegen den TSV Asperg. Diese Begegnung sollte nämlich richtungsweisend für beide Mannschaften werden. Die Hbi kann sich mit einem Sieg von den gefürchteten Abstiegs- und Relegationsplätzen entfernen und würde so entspannt überwintern können. Der TSV Asperg hat als Tabellenletzter ähnliche Probleme, auch wenn dort die Lage noch angespannter ist. Daher war die Ansage schon seit Wochen klar, heute zählt nur ein Sieg und gar nichts anderes. Folgerichtig setzte Trainer Ralph Dittrich auf seine stärkste Aufstellung, die mit Boris Petschinka, Sebastian Buchfink und Björn Diestelhorst endlich wieder aus dem Vollem schöpfen konnte. Man fühlte sich bereit, endlich wieder Punkte mit nach Hause zu nehmen und sich so ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk zu machen. Die Partie fing sehr handballtypisch an, vorsichtiges Abtasten und Ausloten von Chancen und Lücken dominierten die ersten fünf Minuten. Schnell erkannte man, dass die Abwehr der Hbi wieder einmal im Mittelpunkt stehen sollte, denn diese war stets das Herz des Spiels. Würde man es schaffen, gegen den TSV Asperg ebenfalls gut zu stehen, würde man eine solide Position im Spiel einnehmen können. Tatsächlich gelang es, die Angreifer aus Asperg auf Distanz zu halten und mit viel Engagement in der Abwehr Tore zu verhindern. Nach rund 20 Minuten stand es mit 10 zu 10 immer noch sehr ausgeglichen. Der Grund, warum man sich keinen Vorsprung heraus spielen konnte, lag in kleinen Unachtsamkeiten im Angriff, die stets von den Aspergern ausgenutzt wurden und somit einfache Tore per Gegenstoß erzielen konnten. Erst kurz vor der Pause schaffte man es, mit drei Toren in Führung zu gehen. Ein großen Anteil daran hatte Florent Stephan im Tor der Hbi, der vor allem bei Würfen von Außen, sehr souverän hielt und so seine große Erfahrung ausspielen konnte. Mit einem Halbzeitstand von 13 zu 15 zu Gunsten der Hbi konnte man zufrieden in die Kabine gehen. Auch für den zweiten Durchgang war die Parole schnell ausgerufen: „Jetzt müssen wir den Sack zumachen und dürfen den Gegner nicht wieder ins Spiel kommen lassen!“, so Trainer Dittrich. Nachdem die Hbi in der Vergangenheit öfter dazu neigte, nach der Halbzeitpause einen Durchhänger zu haben, musste man hellwach sein, um gerade dies zu vermeiden.

Tatsächlich war man in der Lage den TSV Asperg weiter auf Distanz zu halten, auch wenn es nicht gelang den Vorsprung auszubauen. Im Angriff schien die Rechnung aufzugehen, denn sowohl Boris Petschinka als auch Björn Diestelhorst konnten sehr gute Akzente aus dem Rückraum setzen und waren so an vielen Toren der Hbi beteiligt. Mit Steffen Schweizer hatte man zusätzlich einen sehr torgefährlichen Mittelmann, der mit sechs Treffern mithielt. Aber auch die Abwehr konnte mit seiner aggressiven Art Eindruck schinden und zwang so den Gegner immer wieder zu Fehlern. Bis zur 45. Minute war das Spiel stets offen und hätte jeder Zeit kippen können. Allen Zuschauern wurde eine höchst spannende Partie geboten und niemand dachte, dass es sich bei diesem sehr guten Spiel eigentlich um eine Abstiegsbegegnung handelt. Lautstarke Anhänger beider Mannschaften waren die Folge und auch die Reservebank hielt es kaum auf ihren Plätzen. Als noch zwölf Minuten zu spielen waren, schaffte es die Hbi, das Tempo noch einmal zu erhöhen. Dies überforderte die Asperger kurzzeitig und so bot sich die Chance, endlich deutlich in Führung zu gehen. Dies nutzte die Hbi gnadenlos aus. Mit Christoph Staiger am Kreis, der gleichzeitig bester Werfer der Hbi am heutigen Tag war, wurde fast jeder Angriff ein Tor. Gleichzeitig stand eine disziplinierte Abwehr ebenfalls ihren Mann. Die Folge war eine Serie von fünf Toren hintereinander. Zehn Minuten vor Schluss fühlte man sich mit sieben Toren Vorsprung schon recht sicher. Der TSV Asperg stellte in der Schlussphase zwar auf eine offensive Abwehr um, doch konnte selbst diese den clever heruntergespielten Vorsprung der Hbi nicht zum Schmelzen bringen. Somit gewinnt die Hbi Weilimdorf/Feuerbach verdient mit 32 zu 25 gegen den TSV Asperg.

Nach dem Spiel konnte man in glückliche und auch teilweise überraschte Gesichter blicken, denn man wusste nach deutlichen Niederlagen in den letzten Spielen schon fast nicht mehr, wie sich ein Sieg anfühlt. Man war stolz, sich als Mannschaft präsentiert zu haben und sich so im wohl besten Saisonspiel zwei äußerst wichtige Punkte gesichert zu haben. Das nächste Spiel der Hbi findet erst nächstes Jahr statt. Dann wird man sich auswärts gegen die SG Degmarn-Oedheim beweisen müssen. Die Hbi überwintert nun auf dem achten Tabellenplatz mit vier Punkten Vorsprung auf den Direktabstieg. Dieses verfrühte Weihnachtsgeschenk in Form von zwei Punkten wird auch sicherlich bei der Weihnachtsfeier der Hbi zur guten Stimmung beitragen.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Nicolai Schmitt

Feld: Ralf Preissing (2), Christoph Staiger (9/1 Siebenmeter), Marco Lindwedel, Steffen Heise (1), Björn Diestelhorst (5), Gideon Kull, Christoph Straub (1), Steffen Schweizer (6), Timo Weltner, Marc Matzen, Sebastian Buchfink (1) und Boris Petschinka (7).

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