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Die Kleinen holen den ersten Heimsieg

Auch nach dem Kampfabend am vergangenen Wochenende bleiben die Weilimdorfer Ringer in der Tabelle der Oberliga auf einem sensationellen dritten Rang. Ein bisschen dazu beigetragen hatte aber auch der eigentlich favorisierte Gegner, bei dem gleich zwei Kämpfer die Punkte wegen Übergewichts abgaben!

Am Samstagabend in der Lindenbachhalle standen die Weilimdorfer Ringer gegen den AB aus Aichhalden auf der Matte. Der ehemalige Regionalligaverein aus dem Schwarzwald wollte in Weilimdorf punkten was ihm aber nicht gelang. Die „Kleinen“ der Weilimdorfer legten den Grundstein für den Mannschaftserfolg.

Im Fliegengewicht bis 55 kg traf Khagani Abbasov (SGW) auf Tobias Dold. Der Altmeister konnte seine ganze Erfahrung einbringen und brauchte nicht mal eine Minute für seinen Schultersieg (SS 4:0).
Im Schwergewicht bis 120 kg musste Daniel Möbius den immer noch verletzten Andreas Werft ersetzen und gegen Lorenz Kopp, der zu den Punktegaranten der Schwarzwälder zählt, antreten. Dabei hatte Daniel seine Aufgabe trotz der 3:0-Punktniederlage sehr gut bewältigt (PN 0:3, 4:3).

Bis 60 kg hieß das Duell Marcin Kierpiec gegen Lorenz Brüstle. Obwohl Brüstle um 100 Gramm zu schwer war, zeigten beide in einem Freundschaftskampf eine tolle Leistung. Marcin, nur der Kleine genannt, obwohl er fast einen Kopf größer ist als sein Bruder, zeigte den Weilimdorfer Zuschauern einen technisch perfekt geführten Kampf. Nach drei Runden stand es 12:0 und damit wären auch ohne das Übergewicht die vier Punkte in Weilimdorf geblieben (ÜG 4:0, 8:3).

Im Halbschwergewicht bis 96 kg traf Behar Rohleder auf Andreas Trost. Behar konnte seine Freistilgriffe gegen den sehr starken Andreas Trost leider nicht anbringen und musste sich nach drei Runden mit 0:2, 0:1 und 0:1 geschlagen geben (PN 0:3, 8:6).

Noch vor der Pause konnte Feim Gashi den Vorsprung für die SGW in der Gewichtsklasse bis 66 kg im Freistil gegen David Moosmann weiter ausbauen. In diesem Kampf sahen die begeisterten Zuschauer wieder zahlreiche Punktewertungen. Feim beendete die erste Runde mit 5:0 Punkten für sich. In der zweiten Runde lag er bereits mit 6:0 in Führung bevor er seinen Gegner auf beide Schultern legen konnte (SS 4:0, 12:6).

Der erste Kampf nach der Pause hieß in der Gewichtsklasse bis 84 kg griechisch-römischer Stil Markus Laible gegen Bernd King. Wie bereits in der 96er Klasse ging diese Begegnung über drei Runden, die von beiden Seiten von Technik und Kampfesswillen geprägt waren. Aus den knappen Rundenwertungen lässt sich erkennen, wie hart und zäh dieser Kampf geführt wurde. 0:2; 0:1 und 0:1 stand es Ende für den Gast (PN 0:3, 12:9).

Bis 66 kg griechisch-römisch trat Tomasz Kierpic (SGW) gegen Jerome Friedrich (Aichhalden) an. Für Tomasz war es nun sehr wichtig, weitere Punkte für die Weilimdorfer Seite zu holen – was er mit seinem 3:0 Punktsieg auch erreichte. Stets hat er seinen Gegner beherrscht und verbuchte alle drei Runden 4:1; 4:0 und 1:0 für sich (PS 3:0, 15:9).

Die Begegnung bis 84 kg Freistil lautete Hamdan Ifazoglu gegen Daniel Hofer. Wir möchten hier Hamdan besonders loben, obwohl er seinen Kampf mit 4:0 Punkten verlor. Normalerweise dürfte er nach seiner schweren Verletzung gar nicht mehr auf die Matte. Da jedoch verletzungsbedingt momentan keine anderen Ringer zur Verfügung stehen, stellt er sich in den Dienst der Mannschaft (TÜN 0:4, 15:13).

Den Sack endgültig zu machte in der Klasse bis 74 kg Freistil Mark Bühler gegen Michael Wernz. Mark zeigte in seinem Kampf eine technisch und taktisch sehr gute Leistung. Runde 1 und 2 standen jeweils nach Rundenende 0:0. Mark war jedoch immer der aktivere Ringer und durfte zum Zwiegriff ansetzen, was ihm dann jeweils einen Punkt einbrachte. In Runde drei wollte er sich das aber nicht mehr antun und beendete die Runde mit 2:1 für sich (PS 3:0, 18:13).

Damit ging es in der letzten Begegnung zwischen Stefan Vogt und Andreas Keller in der Klasse 74 kg griechisch-römischer Stil um nichts mehr. Was die Zuschauer bis zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, war das Übergewicht von Andreas Keller. Da sich beide Ringer seit Jahren kennen, hatte die Taktik hier Vorrang. Mit dem Hintergedanken, dass sein Team bereits den Sieg in der Tasche hatte, gab Stefan wohl nur 98% seiner Leistung und das im ungewohnten griechisch-römischen Stil. Es hieß also keine Verletzung einfangen. Trotzdem sahen die Zuschauer einen sehr spannenden Kampf über vier Runden, die mit 1:0; 0:2; 0:1 und 0:1 zu Gunsten des Gastes endeten. Die Mannschaftspunkte blieben aber in Weilimdorf (ÜG 4:0, Endstand 22:13).

Der Kommentar eines Zuschauers, der zum ersten Mal dabei war: „Tolle Leistung und super Stimmung – ich komme wieder“. Als Vorschau für den kommenden Kampftag an diesem Samstag (24. September) gibt es für die Fans ein kleines Highlight, denn es geht mit dem Ringer-Fanbus zum Auswärtskampf. Beide Weilimdorfer Mannschaften dürfen beim AC Röhlingen antreten und die Ringer hoffen dabei auf zahlreiche Unterstützung.

Um 14:00 Uhr startet der Omnibus Richtung Ostalb – mit 10 Euro Unkostenbeitrag können Sie dabei sein. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer Homepage www.weilimdorf-ringen.de.

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