Eichenprozessionsspinner-Nest. Foto und Rechte: Torsten Lehmann; Garten-, Friedhofs- und Forstamt.

Eichenprozessionsspinner – Raupen werden bekämpft

(LHS)  Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt wird voraussichtlich Ende April wieder befallene Eichen gegen die Raupen des Eichenprozessionspinners (EPS) behandeln. Dies ist notwendig, da einige Menschen allergisch auf die Raupenhaare reagieren. 

Eichenprozessionsspinner in der Stadt 

In diesem Jahr werden rund 1.700 Eichen behandelt. Der Schwerpunkt liegt im Außenbereich von Kindergärten, Schulen, Schwimmbädern, in stark frequentierten Straßen sowie in Grün- und Sportanlagen. Die Behandlung der Blätter beginnt mit dem Blattaustrieb im April und dauert bis Ende Mai. Unmittelbar nach der Behandlung können die Flächen wieder betreten werden. 

Mit dem einmaligen Spritzen verschwinden nicht alle Raupen des Eichenprozessionsspinners. Treten Nester später auf, werden sie durch Absaugen entfernt. In Natur- und Landschaftsschutzgebieten – unter anderem im Eichenhain – werden die Raupen nicht bekämpft. 

Eichenprozessionsspinner im Wald 

Im Wald wird aus ökologischen Gründen auf Maßnahmen zur Eindämmung des EPS-Befalls verzichtet. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners zählen zu den sogenannten „waldtypischen Gefahren“. Es wird dringend davon abgeraten, befallene Waldgebiete aufzusuchen. In den letzten Jahren waren vor allem die Waldbereiche Fasanengarten bei Weilimdorf und die Waldebene Ost davon betroffen. 

 Hinweise zum Umgang mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners 

Der beste Schutz vor den Brennhaaren ist es, betroffene Gebiete zu meiden. Es empfiehlt sich, die Eichen aufmerksam anzusehen, ob sich dort Nester des Eichenprozessionsspinners befinden, bevor darunter Liege- oder Picknickplätze ausgewählt werden. 

Um sich vor allergischen Reaktionen zu schützen ist es ratsam, die Raupen und Nester nicht zu berühren sowie empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme zu bedecken. Außerdem sollte die Bekämpfung der haarigen Raupen Fachleuten überlassen werden. Laien würden sonst ihre Gesundheit gefährden. Auch Hunde können allergisch auf die Brennhaare reagieren. Deshalb ist es empfehlenswert, beim Spazierengehen mit seinem Vierbeiner auf Eichenprozessionsspinnerraupen zu achten. 

Bei Kontakt mit Raupenhaaren 

Es sollte sofort die Kleidung gewechselt, heiß geduscht sowie die Haare gewaschen werden. Es ist ratsam, die Kleidung bei über 40 Grad zu waschen, da Eiweiß bei diesen Temperaturen zerfällt. Gegen den Juckreiz helfen Antihistaminika, die auch bei Insektenstichen Verwendung finden. Bei Auftreten allergischer Symptome sollte ein Arzt aufgesucht werden. Hier bitte von sich aus auf den (möglichen) Kontakt mit Raupenhaaren hinweisen. 

Meldung von Eichenprozessionsspinner-Nester 

Werden Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt, steht das Ideen- und Beschwerdemanagement der Stadt unter E-Mail gelbe.karten@stuttgart.de sowie das Garten-, Friedhofs- und Forstamt GFF unter E-Mail Poststelle.67-EPS@stuttgart.de zur Verfügung. Bei einer Meldung bitte ein Foto des Nests und den Standort exakt angeben, um eine Absaugung zu gewährleisten. 

Weitere Informationen finden sich in dem Flyer „Haarige Plage – Was Sie über den Eichenprozessionsspinner wissen sollten“ finden sie auch auf www.stuttgart.de. 

Foto Eichenprozessionsspinner-Nest. Foto und Rechte: Torsten Lehmann; Garten-, Friedhofs- und Forstamt. 

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