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Ernst-Reuter-Platz in Giebel: Kostenerhöhung wegen Baugrundverbesserungen

(RED) Man mag ja schon insgeheim darauf gewartet haben, dass es irgendwann passiert wie bei größeren Bauprojekten üblich – deutliche Kostensteigerungen, die über das normale Maß hinaus gehen. Nun hat es auch die Sanierung bzw. Neugestaltung des Ernst-Reuter-Platz in Giebel erwischt.


270.000 Euro sind es, die eine Baugrundverbesserung unter der Platzfläche kostet, die Gesamtkosten würden so von 1,9 auf 2,17 Millionen Euro steigen. Doch dies ist gesetzlich im Rahmen des Projektes “Soziale Stadt” nicht erlaubt, sonst werden die Bundesfördermittel gestrichen.

Beim Spatenstich am 26. März 2012 (weilimdorf.de berichtete) war den Planern noch nicht bewusst, was sich unter den vor rund 50 Jahren aufgebrachten Bodenplatten befand. Warum dies allerdings so im Vorfeld bei den Planungen nicht bemerkt wurde, lässt sich im Nachhinein auch nicht richtig klären, so Frau de la Rosa vom Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung und Herr Malyschew vom Tiefbauamt am Mittwochabend (17. Oktober 2012) vor dem Weilimdorfer Bezirksbeirat.

Nach dem Abriss der alten Bodenplatten kam unter der aufgebrachten Betondecke extrem vernässter Baugrund zum Vorschein. Dieser musste vertieft abgetragen werden und Drainageleitungen gelegt werden – was letztlich zur Kostenexplosion führte. Um die Fördermittel aus Berlin zu behalten, wurden nun zwei Bauabschnitte zurückgestellt: der Bereich entlang der Engelbergstraße und der Fußgängerbereich auf der Nordseite des Einkaufszentrums (Fußweg von der Giebelstraße zum Krötenweg). Auch werden die Pflasterbereiche nun mit einem Betonsickerpflaster anstelle von Natursteinpflaster auf rund 440 Quadrameter verwendet. Dadurch bleiben die Baukosten bei maximal 150 Euro je Quadratmeter. Ob, wann und wie die nun zurückgestellten Bereich noch in Angriff genommen werden, bleibt vorerst offen.

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