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Es ist Zeit Adieu zu sagen – Manfred Renkewitz als Revierleiter verabschiedet

“Sag leise Servus” ist die eine Art, Abschied zu nehmen, doch das wäre für eine Person wie Manfred Renkewitz, Leiter des Polizeirevier Weilimdorf seit 2001, sicherlich nicht angebracht gewesen. Auch ist es ja kein Abschied in den Ruhestand – es ist ein durch eine Verwaltungsreform des Stuttgarter Polizeiwesens erzwungener Wechsel, was letztlich keine Feierstunde von protokollarischer Seite her vorsieht. Doch man soll eben nicht die Rechnung ohne die Weilimdorfer machen… Bezirksvorsteherin Ulrike Zich hatte geladen – und alle waren gekommen. Fast die gesamte Mannschaft des Polizeireviers, Gemeinderäte wie Robert Baumstark und Christoph Gulde, Vertreter der Schulen, des Tiefbauamt, der Neuen Arbeit, der Mobilen Jugendarbeit, der Jugendhäuser und vom Forstamt, Persönlichkeiten, die Manfred Renkewitz den Wechsel vom Revier in Weilimdorf in die Wolframstraße seelisch nicht leicht machen konnten und wollten.

Mit allen Mitteln, so Ulrike Zich in ihrer Rede, die ihr sichtlich schwer fiel, habe der Weilimdorfer Bezirksbeirat und sie selber um den Erhalt des Polizeireviers Weilimdorf gekämpft, doch es hat leider nicht geklappt. Ab kommenden Montag ist das Polizeirevier in der Glemsgaustraße nur noch ein “Polizeiposten”, neuer Postenleiter wird Herr Mielke sein. Für ihn wird es schwer sein, die großen Fußstapfen von Renkewitz zu füllen, aber sicherlich werde er ein “bisschen im Renkewitz-Schweif” die Arbeit ebenso gut fortführen, wie Renkewitz zuvor auch.

Und die Leistungsbilanz von Manfred Renkewitz nach 8 Jahren in Weilimdorf ist beachtlich. Gerade bei der Jugend genießt der scheidende Revierleiter ein hohes Ansehen, hat er doch maßgeblich an der Problemlösung der “Jugendnächte” mit all ihren lärmenden Folgen in der Köstlinstraße mitgewirkt, Anwohner und Jugendliche unter Einbindung der Jugendeinrichtungen wie Lokalpolitiker zusammengebracht. Ein sichtbarer Erfolg dieser Arbeit ist das Entstehen des “Cafe 13” in der Rennstraße, das seither Magnet und Treffpunkt der Weilimdorfer Jugend wurde. “Es macht mir was aus, keine Revierleitung mehr zu haben!” so Ulrike Zich, zumal Renkewitz ein Garant von Präsenz und Verlässlichkeit war, sie die Zusammenarbeit mit ihm sehr geschätzt habe. Selten habe es einen Menschen gegeben, der wie Renkewitz mit Leib und Seele Polizist ist: “Er bleibt Weilimdorf nichts schuldig! Aber wir ihm. Denn sein größtes Talent ist Dinge auf das Maß zurückzufahren, auf das sie gehören!”, findet Zich und meint damit, dass Renkewitz nicht immer nur den behördlichen Weg eingeschlagen habe, sondern durch persönlichen Einsatz und Gespräche mehr erreicht hat, als Mandate schaffen können. “Wir haben keinen Bullen von Tölz, aber einen Spargel von Weilimdorf”, lächelte Zich gerührt.

Auch Guido Passaro, Revierleiter der Wiesbadener Straße in Stuttgart, war dankbar für die geleistete Arbeit von Manfred Renkewitz. Er könne auf viele Begegnungen mit Renkewitz zurückblicken, die ihn immer davon überzeugt haben “mit dem kann nichts schief gehen”, noch nicht mal ein Castor-Transport quer durchs Ländle. Ab 1. Februar ist das Polizeirevier Weilimdorf “Geschichte”. Bis 1965 war Weilimdorfs Revier schon einmal nur ein “Polizeiposten”. Es folgte der Aufstieg als Revierstation und 1969 kam es in den Rang eines Polizeireviers – und blieb dies nun 40 Jahre lang. “Doch vielleicht verhält es sich mit der Polizei in Weilimdorf wie mit einem Universum. Nicht nur dass der Schweif von Renkewitz Arbeit hier noch leuchtet, denn ein Universum dehnt sich aus und zieht sich zusammen um sich wieder auszudehnen”, so Passaro, “und vielleicht ist das hier genauso, mal zieht sich die Polizei in Weilimdorf zusammen und mal dehnt sie sich wieder aus – und wird wieder ein Revier!”.

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