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Flüwo stellt Bauprojekt in Giebel vor

In der jüngsten Sitzung des Weilimdorfer Bezirksbeirates stand die Vorstellung des Bauvorhabens der Flüwo in Giebel ganz oben aquf der Tagesordnung.

Zur Sitzung des Weilimdorfer Bezirksbeirates konnte Bezirksvorsteherin Ulrike Zich auch Vertreter der „FLÜWO Bauen und Wohnen” begrüßen. Der für den Technischen Bereich zuständige Prokurist des Wohnbauunternehmens, Martin Mezger und Roman Holz vom Architekturbüro Ummenhofer stellten das Projekt an der Ecke Giebel-, Rappachstraße vor.

Mezger nannte zunächst einige Zahlen zu dem 1948 gegründeten Baugenossenschaft. 1949 seien die ersten Wohnungen der Flüwo in Ulm und Esslingen bezogen worden, 1956 sei der Wohnungsbestand schon auf 5236 Einheiten angewachsen. „So etwas wäre heute überhaupt nicht mehr möglich”, erklärt Mezger. Aktuell habe die Flüwo 9377 Wohnungen an 23 Standorten in Baden Württemberg. Die Genossenschaft habe 104 Mitarbeiter und über 10.000 Mitglieder und gehöre damit zu den größten Baugenossenschaften im Süddeutschen Raum. In Neubauvorhaben investiere das Unternehmen in diesem Jahr rund 22 Millionen Euro. Dazu zähle auch das Neubauvorhaben in Giebel.

„Wir konnten im vergangenen Jahr dort von der Stadt ein weiteres Grundstück erwerben”, so Mezger. Im Mai diesen Jahres sei mit den Aushubarbeiten begonnen worden. „Wir rechnen mit einer Bauzeit von 15 Monaten” Die ersten Mieter könnten voraussichtlich Mitte/Ende kommenden Jahres einziehen.

Das Projekt selbst stellte Architekt Holz vor. Insgesamt würden auf dem Grundstück sieben Gebäude entstehen die in zwei Gruppen zusammengefasst wurden. In beiden Gebäudegruppen gebe es jeweils einen gemeinsamen Aufzug. Die Wohnungen seien über Laubengänge verbunden. Insgesamt würden 28 Wohnungen (Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen) entstehen. Unter dem gesamten Gebäudekomplex befinde sich eine Tiefgarage mit 62 Stellplätzen in der auch Lager und Abstellräume für die Mieter sowie Technikräume untergebracht sind. Die Zufahrt zur Tiefgarage erfolge über die Giebelstraße. Zwischen den Wohngebäuden entstehe eine gläserne Lärmschutzwand. Schlaf und Wohnräume seien dahinter mit Blick auf die großzügige Grünfläche angesiedelt.

Waltraud Illner (CDU) erklärte, ihr erscheine die Zahl der Tiefgaragenplätze etwas gering. Michael Schrade (FW) wollte in Sachen Tiefgarage wissen, ob dort auch Stellplätze für das benachbarte Wohnhaus der Flüwo vorgesehen seien. Und Friedrich Mutschler (SPD) fragte nach, ob in der Tiefgarage Ersatz für die 19 weggefallenen Garagen eingeplant sei. Metzger erläuterte, dass für die 28 neuen Wohnungen je ein Stellplatz eingeplant sei. Auch für die 19 Garagen gebe es Ersatz in der Tiefgarage. Damit seien noch 15 Stellplätze übrig, die man den Mietern im Hochhaus anbieten könne. Mehr Stellplätze seien auf der Fläche nicht möglich gewesen.

Illner wollte weiter wissen, wie das Thema Heizung in den neuen Gebäuden gelöst werde. Die Pelletheizung mache wie sie erfahren habe immer wieder Probleme. „Wir werden dort eine neue Gas-Brennwertheizung bauen, mit der auch das Hochhaus versorgt wird”, erklärt Mezger. Die Holzpelletheizung im Hochhaus werde nur noch für Spitzenlasten zugeschaltet. Auf die Nachfrage von Annekathrin Essig (Bündnis 90/Grüne), ob beim The­ma Heizung auch über Kraft-Wärme-Kopplung oder Nahwärme nachgedacht wurde erwiderte Mezger, dass die Fachingenieure des Wohnbauunternehmens bei Neubauten immer alle Möglichkeiten aufzeigen würden. In diesem Fall habe man sich für die Gas-Brennwertanlage entschieden, weil es dort schon eine Pelletheizung gebe. „In unseren Gebäuden in der Mittenfeldstraße haben wir ein Blockheizkraftwerk und Photovoltaik auf dem Dach.”

Peter Hanle (SÖS/Linke/PluS) fragte nach ob in den Neubauten auch Sozial geförderte Wohnungen entstehen und wie hoch der Mietpreis voraussichtlich sein werde. Metzger erklärte, dass es fünf Sozialwohnungen geben wird. Bei den Mieten für die Sozialwohnungen richte man sich nach dem dafür vorgeschriebenen Höchstpreis. Bei den anderen Mietwohnungen orientiere man sich am Mietspiegel der Stadt Stuttgart. Auf Nachfrage von Mutschler, erklärte Metzger, dass die Sozialwohnungen alle im Gebäude Giebelstraße 57 a angesiedelt seien.
Text/Fotos: Tommasi, Plan: Architekturbüro Ummenhofer

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