buergerempfang-ehrung2009

Frauenpower beim Bürgerempfang

Zum 9. Bürgerempfang – passend am 9. Oktober – lud Bezirksvorsteherin Ulrike Zich wieder rund 50 Personen aus dem Stadtbezirk zur Ehrung ins Bezirksamt ein, ihnen zu danken für ihr ehrenamtliches Engagement, für Vorbilder im Alltag durch persönliches Engagement. In diesem Jahr standen die Frauen im Rampenlicht – neben der Ehrenmünze der Landeshauptstadt für Frau Liesbeth Kasper erhielt diese auch Frau Gisela Glöckler und Frau Petra Haas. Bezirksvorsteherin Ulrike Zich selbst wurde für ihr Engagement geehrt. Ehrenmünze der Landeshauptstadt für Frau Liesbeth Kasper_

Liesbeth Kasper wird noch in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiern – und war daher am Empfang auch der älteste Gast und gleichzeitig die älteste aktiv Ehrenamtliche. Seit die Siedlung Bergheim gebaut wurde lebt sie in Weilimdorf. Im TSV Weilimdorf war sie bis ins hohe Alter nicht nur in der Turnabteilung aktiv nur sondern auch als Kassenprüferin. 1955 wurde Sie Mitglied in der Sudetendeutschen Landsmannschaft Stuttgart und der Ortsgruppe Stuttgart-Weilimdorf, wo sie 20 Jahre lang für die Einladungen zu den Veranstaltungen der Ortsgruppe Stuttgart-Weilimdorf zuständig war. 1978 hat sie den Singkreis der Ortsgruppe gegründet, den sie mit großer Hingabe bis heute leitet und persönlich am Klavier begleitet. Der aktive Chor zählte damals über 30 Personen, die bei den verschiedensten Veranstaltungen der Ortsgruppe, des Stadtkreises aber auch in der Salvatorkirche und im Stadtbezirk zum Einsatz kamen. Derzeit zählt die Singgruppe noch 16 Mitglieder, die sich alle 2 Wochen zu ihren Übungsstunden trifft. Beim Seniorenherbst Weilimdorf gehören sie seit 2001 fest zum Programm des Volkstumsnachmittags.

In der Kreisgruppe Stuttgart war Frau Kasper von 1975 –1980 stv. Schriftführerin. Von 1981 bis heute ist sie Obmann Stellvertreter von Weilimdorf und seit 1987 leitet sie die Kreisfrauengruppe der Sudetendeutschen Landsmannschaft Stuttgart mit großem Engagement. Im Bund der Vertriebenen war sie bis 2008 für die Frauenarbeit als Schriftführerin tätig.

__Ehrenmünze der Landeshauptstadt für Frau Gisela Glöckler__

Gisela Glöckler ist seit 1962 ehrenamtlich im Deutschen Roten Kreuz engagiert, zuerst in Waiblingen, dann in Ravensburg. Ab 1966 trat sie der Bereitschaft in Stuttgart bei und wurde Ausbilderin für erste Hilfe und Sanitätsausbilderin. Von 1972 an widmete sie sich ganz der aufkeimenden Sozialarbeit, die im DRK noch in den Kinderschuhen steckte. 1972 wurde sie stellvertretende und 1975 Kreissozialleiterin des Kreisvereins Stuttgart und wirkte an der Planung des ersten Alten- und Pflegeheimes des DRK in Stuttgart mit. Sie leistete in Gremienarbeit Grundlagen der sozialen Arbeit im Kreisverein. Bildete Arbeitskreise in der Altenarbeit und der Betreuung, baute diese auf und aus. Auch als ihre Familie sie verstärkt brauchte hielt sie immer Kontakt zur Sozialarbeit und half monatlich mit, eine Behindertengruppe zu betreuen und Feste und Ausflüge zu unterstützen. Anfang der 90er ließ sie sich in den Arbeitskreis des Treffpunkts Senior delegieren. Nach Gründung des Stadtseniorenrats wurde sie vom DRK dort als Delegierte benannt. Außerdem gehörte sie zum DRK-Ehrungsausschuss.

Ab 2001 stieg sie in den regelmäßigen Besuchsdienst im Pflegeheim des Seniorenzentrums Haus auf dem Killesberg ein und gewann weitere Ehrenamtliche für diese Aufgabe. Bis heute verbringt sie so fast jede Woche je 4 Stunden mit der Betreuung von Pflegeheimbewohner. Was sie tat, machte und macht sie stets mit viel Sachverstand, Menschenliebe, sozialer Kompetenz und Zuverlässigkeit. Seit 1992 ist Frau Glöckler Delegierte für den Stadtbezirk Weilimdorf im StadtSeniorenRat Stuttgart. In dieser Funktion war sie Gast in zahlreichen Sitzungen des Bezirksbeirats Projektgruppen zur Zukunftsoffensive und an allen Aktionen beteiligt, die der StadtSeniorenRat in dieser Zeit durchgeführt hat, einschließlich der Bewertung seniorenfreundlicher Geschäfte und Einrichtungen im Stadtbezirk.

__Ehrenmünze der Landeshauptstadt für Frau Petra Haas__

Petra Haas strickt überall: beim Arzt, im Zug, bei Freunden, zu Hause. Zwei rechts, zwei links. Petra Haas ist spezialisiert auf “Modelle”, die kaum größer sind als Streichholzschachteln. 15 Gramm Wolle genügen, Fußlänge 7,5 Zentimeter. So was gibt es nicht im Kleiderladen: Socken für Frühchen. In Paketen und Kisten stapeln sich in ihrer Weilimdorfer Wohnung Mützen, Socken und Handschuhe in allen Farben, bestimmt für 175 deutsche Krankenhäuser: Sana Klinikum Berlin, Universitätsklinik Leipzig, Klinikum Großhadern, Bürgerhospital Frankfurt, Kinderklinik Görlitz, Universitätsklinik Tübingen, Kinderklinik Friedrichshafen. Ein Anruf genügt und Petra Haas liefert. Mehr als 150 Pakete hat sie allein im letzten Jahr geschnürt, für Gotteslohn. Bestimmt wird ihre Privatinitiative “Stricken für Frühchen” auch in diesem Jahr wieder einen neuen Rekord verzeichnen.

Babys mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 Gramm brauchen intensive medizinische Betreuung. Mehr als 6000 solcher Winzlinge werden jedes Jahr auf Intensivstationen versorgt. Eine kleine Zielgruppe für die Industrie, eine große für Petra Haas. Manche der Kinder, die sie einkleidet, wiegen weniger als drei Stück Markenbutter. Ihre Arme sind nicht dicker als Daumen, und ihre Haut ist durchscheinend wie Pergamentpapier. Sie bleiben oft Wochen im Krankenhaus. “Aus dem nackten Etwas, das umgeben ist von Kabeln, wird durch die Kleider ein Mensch”, sagt Petra Haas. “Für die Seele der angespannten Eltern ist das wichtig.” Wie sie denken auch andere. Mittlerweile machen 95 Frei willige mit, siehe im Internet unter www.fruehchenstricken.de.

_Bezirksvorsteherin Ulrike Zich für 10 Jahre in Weilimdorf geehrt

Für sie selbst vollkommen überraschend wurde Bezirksvorsteherin Ulrike Zich für ihre mittlerweile zehnjährige “Amtszeit” in Weilimdorf durch den Bezirksbeirat Joachim Ludmann geehrt. Dieses Jubiläum sei nicht nur eine berufliche Ehrung, auch das Engagement der Bezirksvorsteherin für den Stadtbezirk selber sei hervorzuheben, geht doch so manche Arbeit von Ulrike Zich über das Normale Arbeitspensum einer “reinen Bezirksvorstehertätigkeit” hinaus.

Foto & Texte: Bezirksamt Weilimdorf, Ulrike Zich, Michael Ohnewald, Hans-Martin Goede

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