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Freie Bahn für Kinderspiel: Stadt richtet temporäre Spielstraßen als Pilotprojekt ein

Die Stadt Stuttgart richtet an drei Orten in der Stadt temporäre Spielstraßen neu ein, die von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit in Stuttgart betreut werden. Kooperationspartner sind die Stuttgarter Jugendhausgesellschaft, sowie viele Einrichtungen vor Ort rund um die temporären Spielstraßen. Die drei Aktionen sind Pilotprojekte, um zu testen, wie das Angebot bei Kindern und Anwohnenden angenommen wird.

Die Kinderbeauftragte der Stadt Maria Haller-Kindler sagt: „Wir wollen Kindern besonders in sehr dichten Stadtgebieten die Möglichkeit geben, sich für einen begrenzten Zeitraum die Straße zum Spielen zurückzuerobern. Sie können dort rennen, hüpfen, malen, fahren, seilspringen, mit dem Ball spielen und vieles mehr. Sie können Fahrgeräte und Spielsachen fürs Spielen draußen mitbringen, erhalten aber auch Spielangebote vor Ort.“ Gleichzeitig könne die Nachbarschaft miteinander ins Gespräch kommen. „Wir laden auch alle Anwohnerinnen und Anwohner ein, sich auf der Straße zu treffen, um sich in der Nachbarschaft kennenzulernen und auszutauschen. Bei diesen Gesprächen wollen wir für die Maßnahmen werben und die Anwohnenden um Unterstützung bitten.“

Die Straßen werden zu diesem Zweck zeitlich begrenzt für den Verkehr gesperrt und als Spielstraße eingerichtet. Die Straßen werden entsprechend beschildert und abgesichert. Die Beschilderung (StVO VZ 250 mit ZZ 1010-10) weist mit einer Zeichenkombination aus rundem Fahrverbotsschild für Fahrzeuge aller Art und einem rechteckigen Schild mit einem Ball spielenden Kind auf die Spielstraßen hin. Während des entsprechenden Zeitraumes dürfen Fahrzeuge den Spielstraßenbereich nicht befahren und nicht dort parken. Das Zusatzzeichen gibt an, dass es Kindern erlaubt ist, auch auf der Fahrbahn und dem Seitenstreifen zu spielen. Die Zufahrt für Rettungsdienste ist weiterhin möglich. Für die Einrichtung der temporären Spielstraßen werden 72 Stunden vor Beginn die erforderlichen Halteverbote aufgestellt und mit dem jeweiligen Gültigkeitszeitraum versehen.
In den Pilotprojekten soll ausprobiert werden, wie Kinder und Anwohnende auf die Einrichtung der Spielstraßen reagieren. Die Erfahrungen werden Ende des Jahres dem Gemeinderat vorgestellt. Dieser wird dann entscheiden, ob die temporären Spielstraßen in Stuttgart eine längerfristige Perspektive haben.

Die erste temporäre Spielstraße wurde am 13. Juli in der Obernitzstraße eröffnet. Alle Kinder, Eltern, Anwohnerinnen und Anwohner waren zum Spielen auf der Straße eingeladen und konnten die Straße vor dem Haus einmal autofrei und voller Leben genießen.

Veranstalter des Gesamtprojektes temporäre Spielstraßen sind die Stadt Stuttgart in Kooperation mit der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft. Ansprechpartnerin ist die Kinderbeauftragte der Stadt Stuttgart, Telefon 216-60765, E-Mail poststelle.kinderbuero@stuttgart.de.

Stuttgart-Giebel: Mittenfeldstraße 61-70, Sperrung jeweils 10 bis 20 Uhr:

– am 11. September 12 bis 19 Uhr
– am 18. September 12 bis 19 Uhr
– am 25. September 12 bis 19 Uhr

Kooperationspartner sind: Stadtteil und Familienzentrum Giebel, Kinder- & Jugendhaus Giebel

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