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GRÜNE im Austausch mit Jugendlichen: Mehr Treffpunkte in Weilimdorf?

(BG) Junge Menschen sind Corona-Verlierer. Jugendkultur existierte  nicht. Treffpunkte geschlossen. Lernlücken riesig. In Weilimdorf haben Jugendliche die Initiative ergriffen und dafür gesorgt, dass die Forderung nach mehr Treffpunkten die meisten Stimmen in unserem Stadtbezirk beim diesjährigen Bürgerhaushalt bekam.

Es geht ihnen um bessere Kommunikationsmöglichkeiten unter Jugendlichen, das kann im Freien ein überdachter Treff sein oder erweiterte Möglichkeiten, beispielsweise in den Jugendhäusern oder im selbstverwalteten Café 13.

Der Ortsverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lädt am Mittwoch, 14. Juli 2021, 19.30 Uhr zur Diskussion ein — wenn es die Corona-Lage erlaubt — im Café 13, Rennstraße 3, ansonsten digital. Wir wollen mit Jugendlichen, dem Jugendrat, dem Team vom Café 13 sowie Martin Kapler vom Jugendhaus ins Gespräch darüber kommen, wo der Schuh besonders drückt und welche Maßnahmen nötig erscheinen.

Gespräch Bündnis 90 /Grüne im Jugendhaus Weilimdorf
Barbara Graf (links), Martin Kapler (mittig) und Andreas Zeger (rechts)

Im Vorfeld besuchte Grünen-Bezirksbeirätin Barbara Graf mit Andreas Zeger (Chloroplast) und Mersad Rekic (Jugendhilfeausschuss) am 9. Juni 2021 den Leiter des Weilimdorfer Jugendhauses, Martin Kapler, der dann auch Klartext redete: „Gerade im Haus an der Solitudestraße sind offene Angebote für Jugendliche ungeheuer wichtig. Viele fühlten sich in den letzten Monaten zu Hause massiv beengt und suchten bei uns Ansprache, Kontakt und ganz konkrete Hilfestellungen bei den Schulaufgaben. Wir wollen Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Bedürfnisse bleiben, ob hier jemand chillen, tanzen, aufs Mountainbike will, im Tonstudio erste Erfahrungen sammelt oder unsere Theke verantwortet“, so Martin Kapler. Einigkeit bestand darin, dass Jugendliche gerade jetzt Orte und Angebote brauchen, an denen sie sich erproben können und Alternativen zum zunehmend durchgetakteten Schultag finden. Barbara Graf legte Wert darauf, dass es auch Räume und Angebote besonders für Mädchen gibt. Die jüngst ausgewertete Stuttgarter Jugendbefragung zeige eindeutig, dass Mädchen sich häufig unsicher in den ihnen angebotenen Umgebungen fühlen.

Die sogenannte Stuttgarter Krawallnacht im Juni 2020 hatte große Nachdenklichkeit ausgelöst: Wie erreichen wir in Weilimdorf gerade die, die sehr wenig Selbstwertgefühl haben und den Staat und die Polizei als Bedrohung wahrnehmen? Vielleicht ja so: Beziehungen schaffen, Alltagsbegleitung ermöglichen, aber auch durch das Austoben zur eigenen Musik.

im Jugendhaus im GiebelBesonders beeindruckt waren die Besucher*innen vom Kinder- und Jugendhaus Giebel mit integriertem Familienzentrum: alle Altersgruppen finden sich unter einem Dach, architektonisch exzellent gestaltet und lichtdurchflutet. Der Bevölkerungsdurchschnitt Giebels ist hier hervorragend abgebildet, dank der großartigen Vielfalt der Angebotsmöglichkeiten. Wer als Kita-Kind hier herkommt, kann später in den offenen Kinder-, dann in den Jugendbereich wechseln und später als Eltern erneut gruppenspezifisch erreicht werden. Das Café könnte sich zur angenehmen Essensergänzung für die Älteren aus der Gemeinschaftsschule entwickeln.

Nach Einschätzung von Barbara Graf, Andreas Zeger und Mersad Rekic können Jugendliche durchaus „Wohlfühl-Orte“ in Weilimdorf finden  — ihr Appell: einfach mal hingehen und ausprobieren! Allerdings sollten Jugendrat und Jugendliche dennoch gefragt werden, wo und in welcher Form mehr Outdoor-Treffs gewünscht sind.

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