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Gute Eindrücke aus Stuttgart`s Partnerstadt Brünn

Unter den zahlreichen Städtepartnerschaften, die die Landeshauptstadt Stuttgart unterhält, gehört auch eine Verbindung zu der böhmischen Stadt Brünn. Aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums dieser Städtepartnerschaft,hatte sich Anfang des Jahres eine Delegation der Stadt unter der Führung von Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster nach Brünn aufgemacht, um diese Städtebeziehung weiter zu vertiefen. Zu den Mitgliedern dieser Delegation, zählte auch die CDU-Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Gemeinderat, Stadträtin Iris Ripsam, die beim Monatsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft Weilimdorf vom Besuch in der zweitgrößten Stadt Tschechiens berichtete.

Begonnen hatte die Partnerschaft zwischen dem schwäbischen Stuttgart und dem böhmischen Brünn am 4.Dezember 1989,als der damalige Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Manfred Rommel in Brünn die Partnerschaftsurkunde unterzeichnete. Stadträtin Iris Ripsam ließ deshalb zunächst einmal ein paar historische Daten zur Entstehung der Beziehung der beiden Städte Revue passieren,bevor sie ihre Eindrücke des viertägigen Aufenthaltes schilderte. So gehörte die Enthüllung einer Plastik des sudetendeutschen Künstlers Otto Herbert Hajek im Innenhof des Brünner Rathauses zu den Höhepunkten der Reise, mit der die Beziehungen beider Städte weiter vertieft wurden. Aber auch die Taufe einer Straßenbahn auf den Namen „Brünn – Stuttgart“, die dann auch von der Delegation während ihres Aufenthaltes als fahrende Bahn in Brünn gesichtet wurde,zählten dazu. Die Besichtigung des Denkmals der Brünner Deutschen im Klostergarten von Altbrünn, das an den „Todesmarsch von Brünn“ erinnert,gehörte zu den denkwürdigen Augenblicken des Besuchsprogramms. Stadträtin Iris Ripsam, stellvertretende Kreisobfrau der SL- Kreisgruppe Stuttgart, zeigte sich allerdings enttäuscht darüber, das in offiziellen Dossiers der Stadt Brünn zum Besuch der Stuttgarter Delegation, der Todesmarsch der Brünner Deutschen von 1945 mit keiner Silbe erwähnt wurde. Neben den Besichtigungen, standen aber auch Gespräche über kommunalpolitische Projekte auf dem Programm. So wurden der Stuttgarter Delegation die Brünner Großprojekte „Europoint“ und „Zentrum Süd“ vorgestellt, die vorsehen, den Brünner Hauptbahnhof in Stadtmitte um 800 Meter nach Süden zu verlegen um ein neues Viertel zu schaffen. Ein Bahnhofsprojekt, ähnlich gelagert wie „Stuttgart 21“,jedoch mit einer weit größeren Akzeptanz in der Bevölkerung. Eine besondere Ehre wurde im Verlauf des Aufenthaltes in der böhmischen Stadt noch dem Stuttgarter Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster zuteil, als ihm die Stadt Brünn den Preis für Internationale Zusammenarbeit 2008 verlieh. Rückblickend zeigte sich Stadträtin Iris Ripsam insgesamt erfreut über die konstruktiven Erfahrungen des Besuches in Brünn und schaut schon jetzt gespannt auf die Fortsetzung der Gespräche mit der Delegation aus der Partnerstadt beim Gegenbesuch im September in Stuttgart.

Foto (privat): CDU- Stadträtin Iris Ripsam erzählte beim Monatsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft Weilimdorf vom Besuch der Delegation der Stadt Stuttgart in der Partnerstadt Brünn. Rechts Obmann Ernst Merkl.

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