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Handball: Hbi stellt sich selbst ein Bein

Die Personallage war vor dem Auswärtsspiel gegen die SG Neckarsulm durchaus angespannt. Im Rückraum fehlten mit Boris Petschinka und Dirk Heckemeier zwei routinierte Kräfte, aber auch auf anderen Positionen musste sich Trainer Ralph Dittrich etwas einfallen lassen. Die logische Konsequenz daraus war, dass die eigene A-Jugend wieder aushelfen musste. Gleich drei Spieler stellte diese zur Verfügung, um die Personallücken zu füllen. Mit Neckarsulm hatte man einen punktgleichen Gegner vor sich, der aber dennoch als leichter Favorit in die Begegnung ging. Man hatte sich jedoch viel vorgenommen, um die zwei Punkte mit in den Stuttgarter Norden zu nehmen. Den Anfang der Partie verschlief die Hbi jedoch total. Erst nachdem die Gäste mit vier Toren führten, gelang es der Hbi ihrerseits ein Tor zu erzielen. Nachdem dies einmal gelungen war, schaffte man es noch öfter und eh man sich versah, glich die Hbi aus. Von nun an war die Hbi ein ebenbürtiger Gegner. Man ließ die SG Neckarsulm nicht noch einmal davon ziehen. Andererseits gelang es der Hbi auch nicht, in Führung zu gehen. Dies lag vor allem an der Chancenverwertung im Angriff, die in der laufenden Saison schon öfter mangelhaft war. Man schaffte es nicht, die Spielzüge bis zur letzten Station durch zuspielen und dadurch wurden Würfe auf das Tor abgegeben, die dieses nicht wirklich bedrohten. Dieses Manko hatte, zum Glück für die Hbi, auch die SG, welche selbst bei Gegenstößen am Torwart scheiterten. Zur Halbzeit war ein Ergebnis von 12 zu 10 für die SG Neckarsulm auf der Anzeigetafel zu lesen. Dieses doch sehr niedrige Ergebnis war die Folge der Angriffsflaute auf beiden Seiten. Während der Halbzeitpause schwur man sich auf die bevorstehenden 30 Minuten ein. Man wollte das Angriffsspiel beleben, aber in der Abwehr weiterhin so gut stehen. Diese einfachen Mittel sollten die Hbi zum Sieg führen.

Aber wie heißt es so schön, erstens kommt es Anders und zweitens als man denkt. Dies trifft auf die Hbi zu wie die berühmte Faust auf’s Auge. Man verschlief erneut die ersten Minuten der zweiten Hälfte. Doch diesmal gab es kein Aufbäumen der Hbi. Ein so starken Bruch im Spiel gab es während der gesamten Saison noch nicht. Es war eine desolate Leistung, die ihres gleichen sucht. Im Angriff schenkte man den Ball fast ohne Gegenwehr dem Gegner und die daraus resultierenden Gegenstöße wurden stillschweigend zugelassen. Die SG nahm diese Einladung dankend an und schoss ein Tor nach dem anderen. So war es nicht weiter verwunderlich, dass der Vorsprung rapide auf bis zu neun Toren angewachsen war. Man sah allen Mannschaftsteilen an, dass dieses Spiel aufgegeben war, doch nach rund 45 Minuten fing sich die Hbi und erzielte vier Tore in Folge. Man raffte sich wieder auf und wollte so eine Leistung nicht auf sich sitzen lassen. Tatsächlich schaffte man es den Rückstand zu verkürzen. Aber leider lief der Hbi schlichtweg die Zeit davon und so gewinnt die SG Neckarsulm gegen die Hbi Weilimdorf/Feuerbach verdient mit 28 zu 22. Eine Mannschaft die 15 Minuten lang jegliches Handballspielen verweigert, hat auch keine Punkte verdient.

Die Gesichter unmittelbar nach dem Abpfiff waren zwar nicht gerade fröhlich, doch Trainer Ralph Dittrich und auch die gesamte Mannschaft ist sich sicher, beim Rückspiel ist die SG Neckarsulm fällig und lässt die Punkte liegen. Die Hbi steht weiterhin auf dem achten Tabellenplatz mit zwei Siegen und vier Niederlagen, somit ist dieses Ergebnis kein Beinbruch für die Hbi, denn man muss sich gleich auf das nächste wichtige Spiel konzentrieren. Schon nächste Woche empfängt man mit dem TSV Bönnigheim den drittplatzierten der Landesliga. Hoffentlich stellt sich die Hbi dann etwas cleverer an.

Es spielten:

Tor: Nicolai Schmitt

Feld: Christoph Staiger (1), Sebastian Buchfink (2), Marco Lindwedel, Steffen Heise (2), Björn Distelhorst (3), Steffen Schweizer (1), Ralf Preissing (1), Gideon Kull (5), Jannik Weltner (3), Robbin Grob (2), Marc H’Lawatschek (2).

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