CDU_Kotz

Handwerk sucht “goldenen Boden”

Der Mittelstand gilt als das Rückgrat und der Motor der Wirtschaft in der Region Stuttgart. Allein in der Landeshauptstadt sind 6500 mittelständische Unternehmen angesiedelt, in denen 60.000 Menschen beschäftigt sind. Doch wie steht es um den Handlungsrahmen mittelständischer Wirtschaftspolitik in Stuttgart und was kann die Kommunalpolitik dafür tun ? Dieser Frage ging die CDU- Bezirksgruppe Weilimdorf nach und hatte dazu CDU- Stadtrat Alexander Kotz zu ihrem politischen Stammtisch in die Gaststätte “Muckestüble” eingeladen. Der Kommunalpolitiker aus dem Stuttgarter Osten, der selbst “im richtigen Leben”, wie er sagt, Sanitär- und Heizungsbaumeister ist und seit fünf Jahren das Familienunternehmen Kotz führt, legte in seinem Vortrag die Finger in ein paar Wunden, die dem Mittelstand in Stuttgart große Sorgen bereiten. Da ist zum einen die Infrastruktur der Stadt, wo Alexander Kotz im Bereich des Straßenbaus und der Bereitstellung von genügend Parkraum erheblichen Verbesserungsbedarf sieht. Ob es nun der Handwerker ist, der auf dem Weg zum Kunden staugeplagt wertvolle Arbeitszeit verliert, die der Kunde dann noch “schmollend” bezahlen muss oder es der Arzt oder die Krankenschwester der Sozialstation ist, die bei ihren Krankenbesuchen keinen Parkplatz finden, mittelständische Betriebe und Dienstleister in Stuttgart hätten es derzeit nicht leicht, mit der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur ihrer Arbeit nachzugehen. Alexander Kotz, der als Kreishandwerksmeister das gesamte Handwerk Stuttgart`s vertritt, warb in diesem Zusammenhang bei der Zuhörerschaft, zu der auch Weilimdorfs CDU- Stadtrat Marc Benzinger gehörte, um mehr Verständnis für die Ansiedlung mittelständischer Betriebe in so genannten Mischgebieten, in denen neben der Wohnbebauung auch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben möglich ist. Natürlich mache ein Betrieb etwas Lärm, so Kotz, doch sei das heute mit den Lärmimmissionen früherer Jahre nicht mehr vergleichbar. Der CDU- Stadtrat, der mittelständische Unternehmen wie Bäcker, Metzger und Handwerksbetriebe zur Daseinsvorsorge zählt, sprach sich dabei auch für einen flächendeckenden Mittelstand in Stuttgart aus. So sei die Wirtschaftförderung Stuttgart derzeit dabei, Flächen für die Ansiedlung von Betrieben in den einzelnen Stadtbezirken zu eruieren, um die mittelständische Wirtschaft zu stärken, deren Unternehmen nach Meinung von Alexander Kotz zu einer Verbesserung der Wohnqualität in der Stadt beitragen würden. Doch Flächen allein genügten nicht, es gelte vor allem auch im Bereich der Bildungspolitik die “Hausaufgaben” zu machen. Der Mittelständler beklagte in diesem Zusammenhang die fehlende Ausbildungsreife der Schulabgänger, die es dem Mittelstand sehr schwer mache, Nachwuchs zur Ausbildung von Fachkräften und Facharbeitern zu finden. Da allein in Stuttgart 60 % des Handwerkernachwuchses aus den Hauptschulen rekrutiert werde, forderte der CDU- Kommunalpolitiker , dass die Hauptschule wieder , wie in früheren Jahren, ihrem Namen gerecht werde und Defizite bei der Vermittlung von Bildungsinhalten abgebaut werden.

Zwar seien für die Rahmenbedingungen der mittelständischen Unternehmen zumeist bundes- und landespolitische Entscheidungen maßgebend, doch sieht der CDU- Politiker viele Möglichkeiten auf kommunalpolitischer Ebene, um den Handlungsrahmen für den Mittelstand in Stuttgart weiter zu fördern und zu stärken.

Foto (Heisig): CDU-Stadtrat Alexander Kotz referierte über die Mittelstandspolitik in Stuttgart. Rechts der Weilimdorfer CDU-Vorsitzende Dr. Andreas Gentner.

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