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Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weilimdorf

Am Faschingsfreitag, den 13.02.2015 fand die jährliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart-Weilimdorf im Haus der Feuerwehr statt.

Am Faschingsfreitag, den 13.02.2015 fand die jährliche Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stuttgart-Weilimdorf im Haus der Feuerwehr statt.

Abteilungskommandant Dietmar Weber und seine beiden Stellvertreter, Heiko Schroff und Peter Schwenkkraus begrüßten neben zahlreichen Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen u.a. als Gäste die Weilimdorfer Bezirksvorsteherin Ulrike Zich, den Stadtfeuerwehrverbandsvorsitzenden Klaus Dalferth und Markus Hauser, den stellv. Abteilungsleiter und Chefeinsatzplaner der Branddirektion. Als Vertreter der Feuerwache 4 Feuerbach waren in Abwesenheit des erkrankten Dienststellenleiters Wilfried Hachtel dessen Stellvertreter Bruno Bietz und Verbindungsmann Michael Muck anwesend. Leider konnten beide Ehrenkommandanten, Fritz Dachtler und Reinhold Gehring aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen. Beide liesen aber alle herzlich grüßen.

In seinem Jahresbericht blickte Abteilungskommandant Dietmar Weber auf das Feuerwehrjahr 2014 zurück. Die 54 Angehörigen der Einsatzabteilung leisteten im vergangenen Jahr fast 2500 Einsatzstunden Feuerwehrdienst. Für Lehrgänge bei der Branddirektion, Ausbildungen und regelmäßige Übungsabende verbrachten die Männer und Frauen über 3.000 Stunden ihrer Freizeit bei der Feuerwehr. Dies ergibt einen Gesamtaufwand von circa 13.164 Stunden. Für diese großartige Leistung bedankte sich Dietmar Weber auch im Namen seiner Führungsmannschaft bei seinen Feuerwehrkameraden ganz herzlich.
Die Freiwillige Feuerwehr Weilimdorf wurde im vergangenen Jahr 128 mal alarmiert.. Die Mehrzahl der Alarmierungen galt für Brandeinsätze. Ein Rückgang war bei den Brandmelderalarmen zu verzeichnen. Deutlich zugenommen hat die Branderkennung über Haushaltsrauchmelder. Hier wurde die Feuerwehr mehrmals frühzeitig alarmiert und konnte schlimmeres verhindern.
Die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr wird derzeit durch die Einsatzbereitschaft von 54 freiwilligen, aktiven Mitgliedern gewährleistet, hinzukommen 22 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 16 Mitglieder der Altersabteilung.

Im Bericht der Jugendfeuerwehr konnte der Jugendleiter Patrick Schöffner auf ein ereignisreiches Jahr zurückblicken. Eine Vielzahl von Jugendübungen, aber auch die Aktionen beim Tag der offenenTür und der Besuch des Stadtjugendzeltlager in Hessen waren wie immer Highlights je für sich selbst, im abgelaufenen Jahr.

Leider müssen immer wieder Jugendliche die Jugendfeuerwehr verlassen. Zeitintensive Ganztagschulen und verkürztes Abitur sogen für immer weniger Zeit für Freizeitaktivitäten. Auch verlassen, wird der bisherige stellvertretende Jugendleiter Wolfgang Mauth die Jugend-, aber auch die aktive Wehr. Er zieht mit seiner Familie ins Remstal. Der bisherige 2. Stellv. Jugendleiter Tobias Weber stellte ebenfalls sein Amt für jüngere zur Verfügung. Beiden Dankte Jugendleiter Patrick Schöffner und seine beiden neuen Stellvertreter Timo Blanz und Matthias Weber für ihre Dienste um die Jugendfeuerwehr Weilimdorf. Wolfgang Mauth erhielt als Abschiedsgeschenk seinen Feuerwehrhelm. Signiert mit allen Unterschriften der Jugendlichen.
In ihrem Grußwort lobte gegen Ende der Versammlung die Bezirksvorsteherin, Ulrike Zich das ehrenamtliche Engagement aller Feuerwehrangehörigen im abgelaufenen Jahr. Die Feuerwehr gilt nicht nur in Weilimdorf als unverzichtbare Institution des öffentlichen Lebens. In ihrem Grußwort wies sie aber auch auf zukünftige Aufgaben im Stadtbezirk hin. Zwei große Flüchtlingsheime in den Stadtteilen Wolfbusch und Hausen werden nicht nur für die Freiwillige Feuerwehr neue Aufgaben mit sich bringen, berichtete sie.

Klaus Dalferth, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbands, richtete Grußworte an die Kameradinnen und Kameraden. Er verwies in klaren Worten auf die gesetzliche Pflicht der Stadt, eine den örtlich Verhältnissen, entsprechend aufgestellte Wehr zu unterhalten. In Stuttgart gibt es insgesamt 1000 Freiwillige Feuerwehrangehörige. Aber nur ein kleiner Prozentsatz des Haushalts gehe in den Bereich der Freiwilligen Feuerwehr. Der größte Anteil wird für Gehälter der hauptamtlichen Kräfte benötigt. Zu den andauernden Feinstaubsituationen merkte Dalferth an, dass auch im Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr fast 65 % der Fahrzeuge nicht die zulässigen Abgaswerte einhalten. Hier muss der Gemeinderat in den kommenden Haushaltsberatungen den ausgelaufenen Investitionsplan im vollen Umfang, und nicht wie schon angekündigt, reduziert verabschieden. Ansonsten können die zum Teil 20 Jahre alten Fahrzeuge nicht ersetzt werden und verpesten weiterhin die Stuttgarter Luft. Auch in der Sanierung der Feuerwachen der Berufsfeuerwehr und in der Anbindung der Freiwilligen Feuerwehr an das EDV System der Sadt Stuttgart stehen unvermeidliche Investitionen an.

Markus Hauser, als Vertreter der Branddirektion überbrachte die Grüße des Amtsleiters Dr. Knödler und dankte allen für ihren guten und qualifizierten Einsatz. Er berichtete über Neuerungen und Veränderungen im vergangenen Jahr. Verschiedene Projekte wurden angeganegn. Als Beispiel nannte er das Einsatzkonzept zum Schutz gegen das giftige Gas Kohlenmonxid. Das Konzept soll auch in Kürze auf die Freiwillige Feuerwehr ausgeweitet werden. Er bestätigte die Äußerungen von klaus Dalferth, dass es in vielen Belangen innerhalb der Branddirektion Nachbesserungen von Nöten sind. Insbesondere bei zusätzlichen Stellen in der Ausbildungsabteilung und bei der Dienstkleiderverwaltung. Hier sind Engpässe insbesondere auch bei den ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen zu spüren. Entsprechende Anträge im nächsten Doppelhaushalt würden gestellt. Dann kommt es auf die Politik an, die die Stellen beschließen müssen. Erwähnt wurde von ihm auch die Vielzahl an Tiefgaragenbränden in Stuttgart. Auch die Weilimdorfer Wehr war im vergangenen Jahr zum zweiten Mal betroffen. Doch dank der guten Einsatzkonzepte, insbesondere für unterirdische Verkehrsanlagen, zu denen auch Tiefgaragen gehören, konnte auch der Brand in der Löwen-Markt Tiefgarage im vergangenen April schnell gelöscht werden.

In der Hauptversammlung wurde nach bestandenem Gruppenführerlehrgängen Timo Blanz zum Löschmeister befördert. Nach der geforderten Mindestdienstzeit sowie den Entsprechenden Lehrgängen wurden Tanja Weichert und Katja Futterknecht sowie die Kameraden Martin Tränkle und Peter Aubrecht zur Oberfeuerwehrfrau- bzw. –mann befördert. Für seine Verdienste nicht nur als langjähriger Kassier wurde Jürgen Staiger zum Hauptlöschmeister befördert.

Feuerwehrangehörige, die im letzten Jahr in den aktiven Dienst übernommen bzw. eingestellt wurden sind: Bernd Hanle, Steffen-Silvester Vogt, Valentin Wetzel und Regina Fekete. Ihnen wünschte Dietmar Weber alles Gute und ein herzliches Willkommen im Mitte der Weilimdorfer Feuerwehr. Eine zentrale Rolle in der Hauptversammlung spielte die Ehrung verdienter Angehöriger der Einsatzabteilung und insbesondere von vielen Alterskameraden. Der stellv. Abteilungskommandant Peter Schwenkkraus kann, wie die sich aus gesundheitlichen Gründen bereits in der Altersabteilung befindlichen Kameraden Peter Wolfangel, Stefan Hummel und Bernd Vielhauer auf 35 Jahre Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Weilimdorf zurückblicken.
Für 45 Jahre wurden Reinhold Gehring und Fritz Stemmer geehrt. Beide führten über lange Jahre die Weilimdorfer Feuerwehr und legten viele Grundsteine zu dem, was die Wehr heute darstellt. Beide unterstützten bzw. unterstützen bis heute noch die Wehr in vielen Dingen.

Auf stolze 55 Jahre Zugehörigkeit zur Weilemer Wehr können die Alterskameraden Ewald Mauser, Martin Raith und Joachim Ludmann zurückblicken. Dietmar Weber erinnerte bei jedem Einzelnen auf besondere Verdienste für die Feuerwehr. Insbesondere der Bau des Tanklöschfahrzeug 1972 wurde hier genannt; (aufgrund einer Fahrzeugnot kauften damals die Weilimdorfer ein Unfallfahrzeug aus dem Kreis Ludwigsburg und sorgten in unzähligen Arbeitsstunden dafür, dass das Fahrzeug wieder wie neu da stand). Diese Zeit schweißte alle noch mehr zusammen, erinnerte Dietmar Weber, der damals als junger Bursche schon bei den Bauarbeiten beiwohnte.

Als großes Beispiel für lange Jahre Kameradschaft und Freundschaft untereinander bezeichnete Ulrike Zich in ihrem Grußwort die Jubiläen der Alterskameraden. Insbesondere die Jugendlichen sollen sich ein Beispiel nehmen. Lange Zugehörigkeit und langes Engagement lohne sich, wie man an den Jubilaren sehe. Auch sie gratulierte allen sehr herzlich.

Mit zwei Ausblicken endete die diesjährige Hauptversammlung nach fast 2 ½ Stunden. Im Frühjahr erhält die Weilimdorfer Wehr als wachbesetzende Wehr ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug. Erste Ausbildungen an einem Prototyp des HLF 20 laufen bereits bei der Branddirektion mit den 4 anderen Wachbesetzungswehren Sillenbuch, Untertürkheim, Vaihingen und Münster. Kurz nach Ostern wird das neue Fahrzeug an die Weilimdorfer Wehr ausgeliefert. Nach kurzer, aber intensiver Ausbildung aller, soll das Fahrzeug noch vor dem evangelischen Kirchentag in Einsatzdienst übernommen werden.

Auf ein Großereignis blickte dann noch der stellv. Kommandant, Heiko Schroff voraus. Im Jahr 2016 feiert die Weilimdorfer Wehr ihr 125 jähriges Bestehen. Mit einem großen Jubiläumsfest vom 03. Juni – 6 Juni 2016 rund um das Haus der Feuerwehr in der Glemsgaustraße soll das Jubiläum zusammen mit vielen Gästen gefeiert werden. Zahlreiche Aktionen werden bereits durch einen eigens eingerichteten Festausschuß geplant. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Hierzu gehören auch die Bewirtung des diesjährigen Maibaumfest auf dem Löwenmarkt und eine Präsentation bei der Bürgerversammlung am 18. Mai 2015.

Kurz vor 22 Uhr wurde dann die bereits achte Hauptversammlung im Haus der Feuerwehr mit einem gemeinsamen Vesper beendet.

Weitere Infos zur Hauptversammlung bzw. zum Jahresbericht 2014 auch unter www.feuerwehr-weilimdorf.de.

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