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Hbi gewinnt gegen das Schlusslicht ohne zu überzeugen

(MZ) Gewarnt hatte Hbi-Trainer Michael Zimmermann seine Truppe mehrmals vor der Begegnung gegen den Tabellenletzten SG Degmarn-Oedheim, den Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und trotzdem voll konzentriert in die Partie zu gehen.

Nach den 60 Minuten musste man als Beobachter der Begegnung leider festhalten, das die mahnenden Worte nicht den gewünschten Effekt hatten, denn die Hbi Weilimdorf/Feuerbach mühte sich nach einer über weite Strecken schwachen Leistung zu einem 31:29-Heimsieg.

Die SG Degmarn-Oedheim erwischte den besseren Start und legte bis zum 2:3 jeweils vor, bis Pepe Fritz und David Martin mit ihren Toren für die erste Führung der Hbi W/F beim 4:3 nach knapp sechs Minuten sorgten. Nach dem 5:5-Ausgleich der Gäste dachten die Hbi-Fans nach einem Dreierpack ihrer Mannschaft durch Christian Heidt, Luca Jagsch und Pepe Fritz zum 8:5 das die Begegnung nach 10 Minuten ihren erwarteten Verlauf nehmen würde. Bis zum 10:7 durch Jan Diller in der 14. Spielminute hatte der Vorsprung auch Bestand, wobei man es in dieser Phase verpasste sich weiter abzusetzen. Die befreit aufspielenden Gäste kämpften sich aber wieder zum 10:10-Ausgleich und deckten dabei immer wieder die Abstimmungsprobleme im Innenblock der Hbi auf, der viel zu passiv agierte. Bis zur Pause blieb es dann ein enges Spiel wobei die Hbi immer mit 1-2 Toren in Front lag, so wie beim 16:14 durch Tim Petschinka 12 Sekunden vor der Pause. Bezeichnend dann die letzte Aktion, als Max Odenwald vom Anspiel weg durch die Hbi-Abwehr spazierte und mit der Sirene zum 16:15-Halbzeitstand verkürzte.

Leider gelang es der Hbi W/F, trotz der deutlichen Halbzeitansprache, zunächst auch nicht im zweiten Durchgang ihr volles Leistungsvermögen abzurufen und das Spiel klarer zu bestimmen. Die Hbi nutzte dann aber eine Überzahlsituation, um durch einen Doppelpack von Robin Wegfahrt beim 20:18 in der 40. Minute wieder vorzulegen. Nach dem 23:22-Anschlusstreffer sorgte dann die Treffer von Robin Wegfahrt, Tim Petschinka und David Martin für die erste Vier-Tore-Führung beim 26:22 in der 50. Spielminute. Mit der individuellen Klasse die in der Hbi-Truppe steckt, hätte man spätestens jetzt eigentlich erwarten dürfen dass der Knoten geplatzt ist und man das Spiel souverän zu Ende bringt. Aber das war leider nicht der Fall, zudem hatte man die Rechnung ohne SG-Shooter Max Odenwald gemacht, der sechs seiner am Ende 11 Treffer in den letzten acht Minuten erzielte. So stand die Begegnung auch zwei Minuten vor dem Ende beim 28:27 weiter auf des Messers Schneide. Aber zum Glück konnte Youngster Tim Petschinka die durch eine doppelte Manndeckung entstandenen Freiräume nutzen und in dieser Phase immer wieder erfolgreich abschließen. Nach dem erneuten 30:29-Anschlusstreffer sorgte dann ein verwandelter 7m von Robin Wegfahrt für die Entscheidung zum 31:29-Endstand.

„Wir haben es heute leider von Anfang an nicht geschafft, mit der notwendigen Spannung und Konzentration in das Spiel zu kommen, obwohl ich genau davor gewarnt habe. Vor allem in der Abwehr waren wir über das ganze Spiel immer einen Schritt zu spät und haben viel zu leichte Würfe zugelassen. Während dem Spiel dann plötzlich drei Gänge hochzuschalten ist schwierig und es ist uns dann auch nicht gelungen, das Spiel beim 26:22 in den letzten 10 Minuten souverän nach Hause zu bringen!“ war Hbi-Trainer Michael Zimmermann schon enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft. Aber zwei Punkte gibt es dafür am Ende trotzdem, so dass die Hbi Weilimdorf-Feuerbach mit 25:17-Punkten ihren 5. Tabellenplatz verteidigte. Nun stehen für die Nord-Stuttgarter vier Auswärtsspiele in Folge an, gegen Teams die allesamt noch mitten im Abstiegs- bzw. Aufstiegskampf stecken. Bereits beim harzfreien Gastspiel am kommenden Wochenende in Hohenacker wird also eine deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein, will man dort endlich mal etwas Zählbares mitnehmen.

Herren: Hbi W/F I – SG Degmarn-Oedheim 31:29 (16:15)

Für die Hbi Weilimdorf/Feuerbach spielten:
Im Tor: Niklas Hoch, Benjamin Seeger
Feld: Hannes Diller, Jan Diller (3), Jörg Eisenhardt, Pepe Fritz (6), Christian Heidt (2/1), Luca Jagsch (2), Leon Jungk, Felix Klein, David Martin (2), Tim Petschinka (7), Yannik Siegmund, Robin Wegfahrt (6/3)

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