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HBI Landesliga: Die Luft ist raus

Die Hbi Weilimdorf/Feuerbach hatte, nach zweiwöchiger Pause in der Landesliga, die SG Neckarsulm zu Gast. Nach der zuletzt unnötigen Niederlage gegen die SG Bietigheim/Metterzimmern 3 wollte die Mannschaft ein wenig Abschalten, um sich dann voll und ganz auf die verbleibenden fünf Spiele der Saison zu konzentrieren. Da der Klassenerhalt das Ziel der Hbi für diese Spielzeit ist, muss man sich vorsehen, um nicht noch auf der Zielgeraden überholt zu werden. Zwei Punkte wären somit ein guter Anfang des Endspurts. Doch mit einen Blick auf die Ersatzbank der Hbi, zeigte sich schnell das eigentliche Problem vor dem Spiel. Mit Björn Diestelhorst und Boris Petschinka waren zwei wichtige Rückraumspieler verhindert. Allerdings sah es auch auf anderen Positionen nicht viel besser aus. Gideon Kull musste auf der Mittelposition ersetzt werden und mit Jörg Reinhardt und Nicolai Schmitt fielen gleich zwei Torhüter verletzungsbedingt aus. Nach allen Abzügen befanden sich noch sieben Spieler aus dem Kader der ersten Herrenmannschaft auf dem Feld. Unterstützt wurden sie zum Glück durch die eigene A-Jugend, die drei Spieler stellten und durch Daniel Bossert, der normalerweise das Tor der zweiten Herrenmannschaft hütet. Mit dieser Truppe wollte man nun den Siebten der Landesliga besiegen.

Da sich die Hbi bekanntlicherweise etwas schwer tut ins Spiel zu finden, war es umso erfreulicher, dass in den ersten Minuten des Spiels ordentlicher Handball der Heimmannschaft zu sehen war. Weder die Gäste aus Neckarsulm noch die Hbi konnten sich einen entscheidenden Vorsprung erspielen. Nach rund 15 Minuten war ein solides Unentschieden auf der Anzeigetafel abzulesen. Vor allem die Abwehr der Hbi konnte sich wiedereinmal beweisen. Mit Sebastian Buchfink auf der zentralen Abwehrposition hatte man einen sicheren Rückhalt in der neu zusammengestellten Abwehr der Hbi. Einzig die Chancenverwertung ließ erneut zu wünschen übrig. Zum Ende der ersten Hälfte wurde es jedoch sehr hektisch. Die beiden Schiedsrichter griffen in dieser Phase sehr hart durch und ließen leider ein wenig Fingerspitzengefühl vermissen. So wurden in zehn Minuten fünf 2-Minutenstrafen vergeben. Diese wären jedoch alleine durchaus normal für eine Handballpartie. Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff wurde Robin Grob wegen einer sehr umstrittenen Entscheidung mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen und die Hbi dadurch stark geschwächt. Nur 60 Sekunden später erwischte es im Gegenzug gleich einen Spieler der Gäste, der nach einem Rempler abseits des Spielgeschehens, ebenfalls mit einer Roten Karte auf die Tribüne verbannt wurde. Nach den hektischen 30 Minuten und einem Spielstand von 13 zu 14 lag die Hbi nur mit einem Tor hinter den Gästen aus Neckarsulm.

Bis zum Beginn der zweiten Hälfte rief die Hbi eine ansprechende Leistung ab. Jedoch änderte sich das schlagartig zum Anpfiff. Die mangelnde Chancenverwertung entwickelte sich zu einer katastrophalen Ausbeute vor dem Tor der SG. Die Gäste konnten ihrerseits im Angriff die nötigen Akzente setzten und zogen so der Hbi schnell davon. Nach 40 Minuten führte die SG bereits mit acht Toren und machte keine Anstalten mit dem Ergebnis bereits zufrieden zu sein. Man merkte der Hbi sehr deutlich an, dass ihnen die Luft ausging. Mit den zwei verbliebenen Auswechselspielern war eine Verschnaufpause für die meisten Feldspieler nicht möglich. Hinzu kam, dass in den ersten zwanzig Minuten der zweiten Hälfte acht Zeitstrafen verteilt wurden, wobei ganz klar zu sagen war, dass es sich um kein unfaires Spiel handelte. Mit der Gewissheit dieses Spiel nicht mehr drehen zu können und mit den Kräften am Ende, verliefen die letzten zehn Minuten des Spieles eher ruhig und ohne große Ereignisse. Somit verliert die Hbi Weilimdorf/Feuerbach ein Spiel, in dem selten zwei vollständige Mannschaften auf dem Feld zu sehen waren, mit 21 zu 33 gegen die SG Neckarsulm, denen ganz klar die zweite Hälfte gehörte.

Nächste Woche hat man ein Auswärtsspiel gegen den TSV Bönnigheim, der zur Zeit auf dem dritten Tabellenplatz verweilt. Allzu viel Hoffnung auf Punkte hat man jedoch nicht, aber kampflos will man die Punkte auch nicht hergeben. Vielleicht kann man ja endlich eine Sensation erleben.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Daniel Bossert

Feld: Christoph Staiger (4/2 Siebenmeter), Sebastian Buchfink (5/3), Erik Diehl (2), Timo Weltner (2), Steffen Schweizer (1), Robin Grob (2), Marc H’Lawatschek (3), Valentin Hermann und Thomas Weber (2).

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