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HBI Landesliga: Wieder ein Sieg für die Hbi

Handball kann manchmal ganz einfach sein. Das dachte sich auch Trainer Ralph Dittrich von der Hbi Weilimdorf / Feuerbach: „Heute holen wir zwei Punkte und morgen werden wir Weltmeister.“ So die simple Aufforderung vor dem wichtigen Spiel der Hbi gegen den TV Möglingen. Man hätte meinen können, ein normales Handballspiel stünde erneut an, doch weit gefehlt. Möglingen ist so zusagen der Angstgegner der Nordstuttgarter. Tatsächlich gelang noch nie ein Sieg gegen diese Mannschaft unter Trainer Dittrich. Das offensive Abwehrverhalten und die schnellen Konter haben der Hbi schon öfter Punkte gegen diese Mannschaft verwehrt. Doch diesmal hatte man Zeit sich auf den Gegner vorzubereiten. Drei Wochen lang wurden Angriffsvarianten entwickelt, um diese aggressive Abwehr auszuhebeln. Insgesamt muss man sagen, dass diesmal die Hbi auf dem Papier der Favorit war. Eine gefüllte Ersatzbank war ebenso ein Zeichen dafür, wie auch die Motivation, seit dem neuem Jahr ungeschlagen zu sein. Von der beachtlichen Heimstärke ganz zu schweigen. Ob man dieser Rolle auch gerecht wird, musste sich aber erst herausstellen. Man konnte sich auf eine heiße Partie freuen und sich die Zeit zum großen WM-Finale ein wenig zu verkürzen.

Der Anfang dieses Spiel war, wie so oft schon, von verhaltenen Abtasten bestimmt. Allerdings gelang es der Hbi diesmal ungewöhnlich schnell die Platzhoheit zu erlangen und so in Führung zu gehen. Scheinbar hatten die Vorbereitungen Früchte getragen und man konnte schön herausgespielte Angriffe der Hbi erleben. Doch nicht nur im Angriff klappte es, auch die starke Abwehr zeigte sich wiedereinmal von ihrer besten Seite. Zweikämpfe wurden aufmerksam angenommen und die Rückraumwürfe der Möglinger fanden das ein oder andere Mal ihr Ende im Block der Hbi. Abwehrchef Sebastian Buchfink gelang es durch sein gutes Stellungsspiel stets eine Überzahlsituation zu erarbeiten. Die Bälle, die dann noch aufs Tor kamen, wurden von Torwart Florent Stephan gekonnt entschärft. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Hbi nach rund 15 Minuten mit 12 zu 6 führte. Aber es wäre ja viel zu einfach gewesen, wenn diesmal alles weiterhin so gut geklappt hätte. Gegen Ende der ersten Hälfte schienen die Kräfte der Hbi ein wenig nachzulassen und so wurde Möglingen ein Zurückkommen ins Spiel ermöglicht. Man hatte das Gefühl, dass die Gastmannschaft ihrerseits erst ein wenig Zeit benötigte, um sich auf die Hbi einzustellen. Nachdem dies gelungen war, holten sie Tor für Tor auf. Erst der Pausenpfiff stoppte diese Aufholjagd. Mit 14 zu 12 Toren ging es in die Kabinen zum Durchschnaufen.

Die Hbi müsse sich auf ihre Stärken besinnen und sich nicht das Spiel der Möglinger aufzwingen lassen. Genauso wichtig ist es ruhig zubleiben, und nicht nervöse Abschlüsse zu suchen, denn Kontern können die Möglinger mehr als nur gut.

Nach der Pause konnte man tatsächlich eine beruhigte und konzentrierte Hbi wiedererkennen. So gelang es, den Vorsprung wieder auszubauen. Diesmal konnte sich Sebastian Zeise in der Offensive durch gezielte Rückraumwürfe in Szene bringen und machte so wichtige Tore an diesem Tag. Was diese Tore so wichtig machten, war die Tatsache, dass einige Leistungsträger der Hbi mit kleineren Blessuren zu kämpfen hatten und so nicht ganz so stark aufspielen konnten. Mitte der zweiten Hälfte konnte sich die Hbi wieder mit acht Toren absetzen. Das Spiel schien entschieden, aber man soll bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben. Einfaches Verwalten dieses Vorsprungs reichte gegen starke Möglinger nicht aus und so schrumpfte zwar die Führung gegen Ende auf vier Tore, aber der Sieg war glücklicherweise nicht mehr gefährdet. So gewinnt die Hbi Weilimdorf / Feuerbach erneut ein Spiel vor heimischen Publikum mit 28 zu 24. Das die Hbi ein Lauf hat wird sehr deutlich, wenn man die letzten drei Spiele im neuem Jahr betrachtet, in denen von sechs möglichen Punkten fünf geholt wurden. So kann es für die tapferen Mannen aus dem Stuttgarter Norden ruhig weitergehen.

Die Hbi steht nun bereits auf dem fünften Tabellenplatz und hat nun doch schon einen etwas größeren Abstand zu einem Abstiegsplatz. Aber ans Zurücklehnen denkt niemand, die Saison endet erst mit dem letzten Spiel und bis dahin ist es glücklicherweise noch ein wenig hin. Nächste Woche geht es zum punktgleichen TSV Asperg und man kehrt hoffentlich mit zwei Punkten im Gepäck zurück. Motiviert ist mit Sicherheit jeder. Die Hbi hat ihre zwei Punkte geholt, jetzt müssen wir nur noch Weltmeister werden.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Nicolai Schmitt

Feld: Sebastian Zeise (10), Sebastian Buchfink (3), Daniel Knödler (1). Christoph Staiger (2), Thomas Weber, Sebastian Reikowski (2), Per Laukemann (5/3 Siebenmeter), Andreas Fischer, Uwe Bauder (2), Jan Markus Michler (2), Max Wildemann und Markus Gref (1).

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