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HBI Männer 1: Vom Jäger zum Gejagten

Im vorletzten Saisonspiel, und letzten Heimspiel hatten sich die Männer der Hbi etwas ganz besonderes überlegt. Die Zuschauer bekamen ein Spiel geboten, welches man an Dramatik nicht hätte überbieten können.

Nebendarsteller in diesem Drama waren die Akteure des TSF Welzheim. Auf dem Papier schienen die Rollen klar verteilt, die Hbi als Mitglied der Spitzengruppe war klarer Favorit gegenüber den stark abstiegsbedrohten Gästen. Die ersten zehn Minuten gehörten dann auch der Hbi die unbedingt früh klare Verhältnisse schaffen wollte. 4:1 und 8:5 führten die Hausherren, und der Held schien mit seinem Gegenspieler ein einfaches Spiel zu haben. Doch dann fing der Underdog an sich zu wehren und die Härte nahm zu. Ergeben wollten sich die Welzheimer nicht und sie schafften es, den Spielfluss der Hbi zu unterbrechen. Der Rückraum hatte einen schwachen Tag, 15 Tore standen am Ende 21 Fehlwürfen gegenüber. Über 9:9 glichen die Gäste aus, zur Halbzeit schien das Spiel wieder gewohnte bahnen zu nehmen, als Rene Fritz mit einem herausgespielten Ball von Sekunden vor Ende das 14:12 erzielte.
In der Halbzeit nahmen die Hauptprotagonisten sich vor, schneller nach vorne zu spielen. Es galt, das Tempo nochmal deutlich zu erhöhen. Vor einer vollen Halle zum Saisonabschluss, mit bis dato nur Siegen für die Mannschaften der Hbi wollte man keine Ausnahme machen. Doch wieder einmal hatten die kämpferischen Gäste etwas dagegen. Die Hbi erzielte zwar das erste Tor zum 15:12, danach traf Welzheim vier Mal in Folge und ging das erste Mal im Spiel in Führung. Doch die Hbi kam zurück und konnte ihrerseits auf 18:16 erhöhen, nur um beim 18:19 wenige Minuten später wieder im Rückstand zu sein. Bis zum 21:21 legte man immer ein Tor vor, jedoch bedingt durch zwei Unterzahlsituationen stand man auf einmal beim 21:23 mit dem Rücken zur Wand. Der Held des Spektakels lag am Boden und selbst auf der Tribüne beim Gefolge wurden die Gesichter länger. Doch die Hbi wehrte sich und durch zwei schöne Einzelaktionen von Rene Fritz und nochmal starken Paraden von Carsten Witt im Tor, der am Ende über acht klare Torchancen parieren konnte, glich man zum 23:23 aus. Die Welzheimer erzielten zwar nochmal die Führung zum 23:24, dann schlug die Stunde der Hbi. Welzheim hatte den Ball und bekam einen 7m zugesprochen. Die Hbi wechselte den Torhüter und Nicolai Schmitt konnte den einzigen Wurf auf sein Tor parieren. Die Hbi wechselten als 6 Feldspieler Robin Grob ein, und spielte dank Zeitstrafen im Angriff 6 gg5. 59:10 traf Robin Grob mit einem Unterarmwurf zum Ausgleich, sein einziges Tor an diesem Tag. Auf dem Weg zurück zwischen Tor und Bank profitierte man von der Auszeit der Welzheimer und konnte so gefahrlos im Tor wieder wechseln. Auch den letzten Angriff konnte die Hbi stoppen und spielte sofort und ohne Auszeit schnell nach vorne. Dort konnte Rene Fritz in seinem 1gg1 nur unfair gestoppt werden, es folgte eine rote Karte und 7m für die Hbi, 59:54. Wieder einmal hatte sich der sechste Feldspieler bezahlt gemacht. Andreas Wittig verwandelte cool den Strafwurf und die Hbi ging mit 25:24 als Sieger vom Platz. Mit einer kämpferischen Leistung, die keinesfalls überzeugend war hatte man sich gegen die Welzheimer durchgesetzt und die Freude kannte keine Grenzen mehr. Als man dann auch noch sah, dass Weinstadt tatsächlich in Oeffingen verloren hatte, und man somit zweiter ist schüttelten die meisten Spieler und Fans nur ihren Kopf. Soviel Glück wie man an diesem Samstag gehabt hatte, hatte man sonst wohl noch nie.

Nächste Woche fährt man zum Tabellenschlusslicht Korb. Für die geht es noch um den Nichtabstieg, eine leichte Aufgabe wird es definitiv nicht. Über Unterstützung würde man sich sehr freuen.

Es spielten: Nicolai Schmitt, Carsten Witt in der Rolle der Torhüter und Retter in der Not, Andreas Wittig (3/1) als Mr. Cold as Ice, Sören Naujoks als Fels in der Abwehr, Rene Fritz (7), Jan Diller (5) und Pepe Fritz (3) als Rückraumchaoten, Ralf Binder als Dreherkönig, Joscha Solenthaler, Marius Schäufler und Christoph Staiger (5/4) als Unruhestifter am Kreis, Felix Klein (1) als Arbeiter in der Abwehr, und Robin Grob (1) als Hüftwurfspezialist.

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