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HBI: Neuer Gegner, altes Leid

Die Hbi Weilimdorf/Feuerbach hat in der bisherigen Saison ein grundlegendes Problem. Sie spielt zwar sehr engagiert und kann auch gegen klar favorisierte Mannschaften mithalten, doch über zwei Halbzeiten schaffte es die Hbi noch nie, dieses Niveau zu halten. Auf Grund dieser Tatsache gelang auch noch kein Punktgewinn, doch dies sollte sich beim heutigen Heimspiel ändern. Mit dem TSV Pfedelbach hatte man einen Aufsteiger zu Gast, der bisher auch noch keinen Sieg erringen konnte. Dieses Kellerduell sollte für beide Mannschaften zeigen, wo sie zukünftig in der Tabelle zu finden sein werden. Den besseren Start in die Partie gelang wiedereinmal der Hbi, die sich gleich einen kleinen Vorsprung von zwei Toren erarbeiten konnte. Die Abwehr stand sehr solide und die Angriffskonzeptionen wurden diszipliniert durchgespielt. Der Vorsprung weitete sich auf fünf Tore aus und bei einem Spielstand von 9 zu 4 schien es ein ruhiger Sonntag Nachmittag für die Hbi zu werden. Doch nach rund 20 Minuten Spielzeit kam man vom Weg ab und erzielte im Angriff keine Tore mehr. Die erhoffte Disziplin ging verloren und man lief den Gegenstößen der Gäste hinterher. Der Spielstand von 10 zu 9 zeigt deutlich, dass die Hbi ernsthafte Probleme im Angriff offen legte. Diese mangelnde Disziplin sprach auch Trainer Tim Siegesmund in der Pause energisch an.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich zu erst wenig. Die Hbi hatte weiterhin Probleme im Angriff, konnte jedoch durch kraftraubende Abwehrarbeit weiter im Spiel bleiben. Nach 45 Minuten, in einem von den Schiedsrichtern unnötig hektisch gehaltenen Spiel, ging die Hbi wieder mit zwei Toren in Führung. Diese knappe Führung, so war man sich einig, müsse nun unter allen Umständen gehalten werden. Nur leider machte man die Rechnung ohne die merkwürdigen Eigenheiten des Spieles der Hbi. Aus einem nahezu unerfindlichen Grund stellte die Hbi, bei einem Spielstand von 21 zu 19 und noch 8 Minuten Spielzeit, sämtliche Bemühungen ein. Die Folge war recht einfach, die Gäste erzielten unglaubliche acht Tore in Folge und besiegten so die Heimmannschaft aus Stuttgart auf der Zielgeraden mit 21 zu 27.

Sämtliche Spieler der Hbi Weilimdorf/Feuerbach waren ratlos. Keiner begriff, was hier gerade passiert war. Man ärgerte sich über das Spiel, dass eigentlich schon fast in trockenen Tüchern war, doch die gezeigte Leistung in der Schlussphase verwehrte ein Erfolgserlebnis. Nur zu deutlich zeigte sich die Schwäche der Hbi. Man kann sehr guten Handball spielen, man ist in der Lage mit klaren Favoriten über längere Zeit mitzuhalten und man beweist immer wieder Moral, doch auf eine komplette Spielzeit von 60 Minuten gesehen, ist die Hbi unfähig dieses Niveau zu halten und so, kann man keine Spiele in der leistungsmäßig sehr dicht besetzen Landesliga gewinnen. Doch eines kann man sich trotz alle dem sicher sein, bereits nächste Woche will es die Hbi auswärts gegen die SG Neckarsulm besser machen, um sich endlich mit den ersten Punkten der Saison zu belohnen.

Es spielten:

Tor: Nicolai Schmitt, Peter Rollmann und Florent Stephan

Feld: Robin Grob (1), Sören Naujoks (2), Gideon Kull (2), Max Wildenmann, Marc H’lawatscheck, Steffen Schweizer, Christoph Staiger (9 / 6 Siebenmeter), Marc Matzen (1), Steffen Heise und Per Laukemann (5 / 1)

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