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HBI: Serie reißt nicht ab

Meist ist Handball sehr simpel, denn hat man einmal einen Lauf, beflügelt dieser häufig zu außergewöhnlichen Leistungen. Bei der Hbi Weilimdorf/Feuerbach hat man inzwischen einen recht langen Lauf, doch leider handelt es sich um einen wenig erfreulichen. Seit sieben Spielen wartet man nun schon auf einen Sieg. Beim Spiel gegen die SG Degmarn-Oedheim, so hoffte man, würde man es endlich schaffen, diesen Lauf zu beenden und die ersten Punkte einzuheimsen. Dass sich dieses Unterfangen als äußerst schwierig herausstellen würde, war man sich angesichts der Tabellensituation durchaus im Klaren. In dieser belegt die Hbi den ungeliebten letzten Platz, die Heimmannschaft aus Degmarn hingegen steht auf einem sehr guten zweiten Rang. Als ob diese Bedingungen nicht schon reichen würden, plagt die Hbi auch noch das Verletzungspech. Nachdem der Bänderriss von Steffen Schweizer kurz vor der Genesung steht, fällt mit Christoph Staiger ein wichtiger Spieler auf Grund einer Knöchelfraktur bis zum Ende der Saison aus. Weiter fehlt mit Per Laukemann, der sich im Training eine schwere Prellung im Fuß zuzog, der nächste Leistungsträger genau wie Thomas Weber und Steffen Heise, die persönlich verhindert waren. Zuletzt musste auch Florent Stephan, im Tor der Hbi, wegen Kniebeschwerden passen. Dieser wurde wiedereinmal durch den zuletzt starken Peter Rollmann ersetzt, der aus der eigenen A-Jugend aushilft. Aber auch eine gute Nachricht gab es heute beim Spiel gegen Degmarn. Mit Alexander Schroer und Urs Wetzel gaben zwei Neuzugänge ihr Debüt.

Zu Beginn zeigten die Hausherren sofort, warum sie weit oben in der Tabelle stehen. Durch präzise Würfe aus dem Rückraum und gekonnten Kreisanspielen, überwanden sie die Abwehr der Hbi nahezu mühelos. Im Gegenzug tat sich die Hbi schwer, die massive Abwehr zu überwinden. Man geriet schnell mit 9 zu 2 in Rückstand. In der folgenden Zeit gelang es der Hbi zu ihrem Spiel zu finden und den Rückstand zu verringern. Nach rund 15 Minuten stand es 10 zu 7 und man war optimistisch hier ein Wörtchen über den Gewinner mitzureden. Die Hbi verkürzte den Abstand beim Spielstand von 12 zu 10 sogar weiter, bevor die Gastgeber kurz vor der Pause einen kleinen Spurt hinlegten und bis zum Pausenpfiff auf 16 zu 11 absetzen konnten. Auch wenn die Abwehr der Hbi diesmal bei weitem nicht so gut stand, wie man es gewohnt war, war der Angriff ganz klar das Thema in der Halbzeitpause. Trainer Tim Siegesmund sprach deutlich an, dass die Angriffskonzeptionen konsequenter bis zum Ende durchgespielt werden müssen, um den Torerfolg zu erzielen.

Nach Wiederanpfiff verschlief man jedoch den Start des zweiten Durchganges vollkommen. Unglaubliche zehn Tore konnte die Mannschaft aus Degmarn erzielen. Viele davon über pfeilschnelle Konter. Somit war die Partie nach rund 45 Minuten beim Stand von 28 zu 13 auch schon entschieden. Danach ließ man es etwas ruhiger angehen und verwaltete die Führung klug. Für die Hbi ging es nur noch um Schadensbegrenzung, denn gegen starke Oedheimer war die Hbi chancenlos. Die letzten 15 Minuten waren daher auch recht ereignislos, sodass die Hbi Weilimdorf/Feuerbach in einem einseitigen Spiel deutlich mit 38 zu 21 verliert.

Die Situation hat sich für die Hbi eigentlich nicht verändert. Man steht nun mit 0 zu 16 Punkten weiterhin am Ende der Tabelle. Glücklich, aus Sicht der Hbi ist, dass auch die direkten Konkurrenten um den Abstieg ebenfalls verpassten zu punkten. Bemerkenswert ist zudem, dass auch wenn die Lage mehr als angespannt ist, die Spieler der Hbi weiterhin das berühmte „Wir-Gefühl“ haben. Man ist eine Mannschaft und zeigt dies auch, hoffentlich wird das Durchhalten schon bald mit den ersten Punkten belohnt. Nächste Woche trifft man auf die Spvgg Möhringen, die zwar im Mittelfeld steht, allerdings von der Normalform weit weg zu sein scheint. Vielleicht gelingt es der Hbi, dies auszunutzen.

Es spielen:

Tor: Nicolai Schmitt, Peter Rollmann

Feld: Sören Naujoks (7/4 Siebenmeter), Gideon Kull (2), Max Wildenmann (1), Marc H’lawatscheck (2), Sebastian Buchfink (5), Fabian Brosi (1), Christoph Straub (1), Marc Matzen, Urs Wetzel (1) und Alexander Schroer.

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