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Hbi spielt sich in Handballrausch

Die Hbi Weilimdorf/Feuerbach hatte sich wochenlang nur auf ein Spiel konzentriert, dieses Spiel sollte richtungsweisend sein und alles andere als ein Sieg, ein herber Rückschlag im Abstiegskampf. Zu Gast hatte man mit der TSG Schwäbisch Hall keinen unbekannten Gegner. Das Hinspiel der beiden Mannschaften konnte die Hbi für sich entscheiden und so hoffte man natürlich auch auf den zweiten Sieg gegen die Mannen aus Schwäbisch Hall. Mit Uwe Bauder, der zu Saisonbeginn in den Trainerstab wechselte, hatte man sich zusätzliche Unterstützung reaktiviert. Dennoch war der Kader der verletzungsgebeutelten Herrenmannschaft nicht ganz gefüllt, sodass auch wieder auf die eigene A-Jugend zurückgegriffen wurde. Da die TSG Schwäbisch Hall ebenfalls um den Abstieg spielt und so die zwei Punkte mindestens genauso nötig hat, wie die Hbi, durfte man sich auf ein energiegeladenes und umkämpftes Handballspiel freuen. Der Beginn der Partie war ausgeglichen und ließ keiner Mannschaft die Möglichkeit, sich abzusetzen. Die Abwehr der Hbi spielte von Anfang an in einer 5-1 Aufstellung, sodass Gideon Kull erneut als Manndecker fungierte und so den gegnerischen Spielmacher komplett aus dem Spiel nehmen konnte. Auffällig war in der Anfangsphase die katastrophale Chancenverwertung der Hbi, die eine frühe Führung verhinderte. In der Abwehr fasste man oft zu zaghaft hin und lud so die Mannschaft aus Schwäbisch Hall praktisch ein, unbedrängt auf das Tor zu schießen. So war es nicht verwunderlich, dass die Hbi nach rund 20 Minuten mit drei Toren hinten lag und so abermals einem Rückstand hinterher laufen musste. Rund fünf Minuten vor der Pause erhöhten die Gäste die Führung sogar auf sechs Tore. Die Hbi ließ das Spiel immer mehr aus den Händen gleiten. Eine gewisse Verunsicherung war zu spüren. Mit einem Halbzeitstand von 12 zu 16 verabschiedete man sich zunächst einmal in die Pause.

Für die zweite Hälfte musste eine klare Steigerung her, sonnst würde man in diesem Spiel keinen Stich mehr machen. Dies machte Trainer Ralph Dittrich seiner Mannschaft in der Kabine auch sehr deutlich. Selten waren zwei Punkte für den Sieg wichtiger, wie gegen diese Mannschaft. Zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich zunächst jedoch wenig. Die Gäste aus Schwäbisch Hall konnten stets eine vier Tore Führung behaupten und man befürchtete schon eine bittere Niederlage. Bei einem Spielstand von 17 zu 22 legte die Hbi jedoch den Schalter um und spielte ab diesem Zeitpunkt wie entfesselt. Motiviert durch fünf Treffer am Stück und den damit verbundenen Ausgleich gelang den Nord-Stuttgartern nahezu alles. Boris Petschinka und Björn Diestelhorst sorgten für die wichtigen Tore im Angriff und in der Abwehr machten Sebastian Buchfink und Gideon Kull ein souveränes Spiel. Man konnte spüren, dass sich die Mannschaft jetzt wie in einem Rausch befand. Gute Aktionen wurden sofort bejubelt und man pushte sich gegenseitig hoch. Die Gäste aus Schwäbisch Hall waren verunsichert und gaben das vermeintlich sichere Spiel aus der Hand. Die Hbi führte nach rund 50 Minuten mit komfortablen sechs Toren. Seinen Anteil zu dieser Führung steuerte auch Torwart Florent Stephan bei, der vor allem in der Schlussphase viele Würfe entschärfte. Somit endete ein kurioses Handballspiel unter tosendem Beifall mit einem Sieg für die Hbi, mit dem die meisten Zuschauer zur Pause nicht rechneten. Der Endstand von 35 zu 29 nahm man auch nur noch am Rande zur Kenntnis, viel zu sehr war man mit dem Feiern beschäftigt.

Nach dem Spiel ging die komplette Mannschaft zum verdienten gemeinsamen Essen und ließ den Abend mit allerlei Köstlichkeiten ausklingen, denn nach getaner Abend darf man auch mal die Seele baumeln lassen. Nun kann die Hbi zudem ein wenig spielfreie Zeit genießen, um dann am 10. Februar gegen den TV Mundelsheim wieder mit neuer Stärke antreten zu können. Vielleicht ist man in der Lage, dem Favoriten aus Mundelsheim ein paar Punkte zu klauen. Die Saison bleibt auf jeden Fall spannend, auch wenn sich die Hbi nun ein wenig Luft verschafft hat.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Jörg Reinhardt, Nicolai Schmitt

Feld: Björn Diestelhorst (8/4 Siebenmeter), Christoph Staiger (4), Steffen Schweizer (1), Sebastian Buchfink (5), Gideon Kull (5), Steffen Heise (1), Robin Grob (1), Erik Diehl, Boris Petschinka (7), Thomas Weber und Uwe Bauder (3/1).

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