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Hbi tritt auf der Stelle

Die Handballer der Hbi Weilimdorf/Feuerbach kämpfen in dieser Saison nicht nur gegen den Abstieg, sondern auch mit sich selbst. Dies darf jedoch nicht falsch verstanden werden, denn die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft ist sehr gut, doch aus irgendeinem unerfindlichen Grund, ist man nicht in der Lage, dies im Spiel über 60 Minuten abzurufen. Die Konsequenz sieht man recht deutlich an der aktuellen Tabellensituation. Mit mageren zwei Punkten steht man am Ende der Landesliga, bis zum rettenden Ufer der Nichtabstiegszone sind es auf der anderen Seite auch nur vier Punkte. Doch auch die muss man erstmal erkämpfen. Nach klärenden Gesprächen, die unter der Woche stattfanden, wollte man gleich beim Auswärtsspiel gegen den TGV Beilstein ein Zeichen setzen. Dieser steht als Aufsteiger im gesicherten Mittelfeld und konnte in der laufenden Saison durchaus überzeugen.

Nach dem katastrophalen Start von letzter Woche, machte es die Hbi gegen Beilstein besser. Doch wirklich überzeugen konnte man auch diesmal nicht zu Beginn der Partie. Schnell lag man mit 11:4 hinten, was auf mangelnde Konsequenz in Angriff und Abwehr zurückzuführen war. Die Moral der Hbi war jedoch bei weitem nicht gebrochen, schließlich war man schon in aussichtsloseren Situationen noch einmal ins Spiel gekommen. Tatsächlich gelang es der Hbi auch diesmal, diesen frühen Dämpfer zu ihrem Vorteil zu nutzen. Durch viel Aufwand kämpfte man sich wieder heran und nach dem zwischenzeitlichen 11:8 beruhigte sich die Partie ein wenig. Bis zur Pause änderte sich an der drei Tore Führung der Gastgeber auch nichts, sodass man mit 14:11 in die Kabine ging. Der Hbi war klar, dass hier heute das letzte Wort noch nicht gesprochen wurde und man mit dem nötigen Engagement durchaus Punkte mitnehmen könne.

Trainer Tim Siegesmund hatte wohl die richtigen Worte in der Kabine gefunden, denn die Hbi kam wie verwandelt zurück auf das Feld. Die Abwehr stand kompakt und im Angriff wurden die Konzeptionen diszipliniert und erfolgreich zu Ende gespielt. Beim Stand von 17:17 glich die Hbi das erste mal aus. In dieser Phase des Spieles lagen alle Trümpfe bei der Hbi und man hätte das Spiel nur noch an sich reißen müssen. Doch wieder kam alles anders als erwartet. Statt den Druck aufrecht zu erhalten, vertändelte man die Bälle im Angriff. Von einer Sekunde auf die andere brach das Spiel der Hbi wie ein Kartenhaus zusammen. Einen ersichtlichen Grund war definitiv nicht auszumachen, doch sechs Tore in Folge ohne eigenen Torerfolg verwehren die Chance auf Punkte nun einmal. Nach dem 23:17 gelang der Hbi zwar noch eine kurze Phase des Widerstandes doch ab dem 24:20 gab man sich vollkommen auf. Die Heimmannschaft aus Beilstein nahm diese Einladung dankend an und erhöhte den Vorsprung spielerisch. Der Endstand von 30:20 war eine Schmach für die Spieler der Hbi und verdeutlichte erneut, dass es einfach nicht passt. Dieses Spiel noch so aus den Händen zu geben, spiegelt sicher nicht Ambitionen der Spieler wider.

Nun hat man noch ein Saisonspiel vor sich, bevor die redlich verdiente Winterpause kommt. Vielleicht tut es der Hbi Weilimdorf/Feuerbach ganz gut, nach zwölf Spielen in Folge, endlich mal ein spielfreies Wochenende zu haben. Denn offensichtlich handelt es sich bei den Aussetzern um eine reine Kopfsache. Das man es eigentlich kann, bewies man schließlich schon oft genug, nur leider nie über 60 Minuten. Mit dem TSV Bönnigheim hat man jedoch im letzten Spiel des Jahres niemand geringeres als den Tabellenführer zu Gast. Doch Weihnachtsgeschenke wird die Hbi sicher nicht verteilen.

Es spielten:

Tor: Nicolai Schmitt, Marc Schwertfeger

Feld: Sören Wolf (3), Gideon Kull, Sören Naujoks (3/1 Siebenmeter), Max Wildenmann (2), Fabian Brosi (4), Steffen Heise (1), Jannik Weltner, Thomas Weber (1), Sebastian Buchfink, Alexander Schroer, Robin Grob (6/1) und Christoph Straub.

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