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Hbi verliert in Bönnigheim

Samstag Abends findet man meistens einen Großteil der Spieler der Hbi Weilimdorf/Feuerbach bei diversen Aktivitäten, die sehr wenig mit Handball zu tun haben und für den Sport meist sogar hinderlich sind. Doch hin und wieder ist dies nicht der Fall, zum Beispiel wenn das Auswärtsspiel gegen die TSV Bönnigheim ansteht. Nach zuletzt eher schwachen Leistungen mussten die Nord-Stuttgarter beim Tabellendritten auch diesmal auf viele Spieler verzichten. Um dies auszugleichen, wurden zwei Spieler der zweiten Herrenmannschaft hochgezogen. Auf die A-Jugend musste verzichtet werden, da sie selber in ihrer Liga ran mussten. Trotz allem wollte man sich selbstverständlich nicht kampflos ergeben. Nach anfänglicher Führung der Hbi drehte die Heimmannschaft aus Bönnigheim schnell auf und bewies, dass sie zu recht im oberen Tabellenbereich steht. Auch wenn die Abwehr der Hbi versuchte, gegen die guten Angriffe des TSV zu bestehen, musste man feststellen, dass eine wöchentlich neu zusammengeworfene Verteidigung Probleme mit der Abstimmung hat. Eigentlich muss man sich 100%-ig auf seinen Nebenmann verlassen können. An Vertrauen mangelt es in der Mannschaft der Hbi auf keinen Fall, doch einzuschätzen was sein Abwehrnachbar macht, ist schwierig, wenn man das erste Mal wieder zusammen spielt. Diese Problematik hatte man auch im Angriff der Hbi. Manche Spieler befinden sich erst seit Kurzem wieder im Training und können so viele taktische Vorgaben noch nicht umsetzen. Der TSV Bönnigheim hingegen beherrschte dieses sehr viel besser als die Hbi und zog ihnen dadurch nach 20 Minuten bereits auf sechs Tore davon. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte schaffte man es nur noch einmal, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Der Halbzeitstand von 18 zu 6 sprach somit Bände. Sichtlich niedergeschlagen verabschiedete man sich in die Kabine. Trainer Ralph Dittrich baute seine Spieler wieder auf und verlangte für den zweiten Durchgang einen Neuanfang.

Tatsächlich konnte man nach Wiederanpfiff eine neu motivierte Hbi sehen. Sie hielt nun deutlich besser in der Abwehr zusammen und ließ so weniger Tore zu. Aber auch der Angriff zeigte sich nun deutlich effektiver. Zwölf Tore in einer Halbzeit aufholen konnte man nicht, aber immerhin war das Spiel nun ausgeglichen, wobei der TSV Bönnigheim sich damit begnügte seinen Vorsprung zu halten. In einer über weite Strecken unspektakuläre zweite Hälfte ergab sich keine große Änderung des Spielstandes. Nach 60 Minuten pfiff der Schiedsrichter ab und die Hbi Weilimdorf/Feuerbach verlor verdient mit 33 zu 20.

Da die Hbi in den letzten Spielen meist die zweite Hälfte verschlief, war man heute mit der Leistung zufrieden. Schade, dass man sich bereits im ersten Durchgang jeglicher Chance beraubte, den ein oder anderen Punkt mitzunehmen. Aber die Hbi hatte auch mal Glück an diesem Spieltag. Durch einen doch überraschenden Sieg des TSV Asperg über die TSG Schwäbisch Hall hat die Hbi im Abstiegskampf nun etwas mehr Luft nach unten. Dennoch gibt es für diese Saison, die bereits sehr viel Kraft gekostet hat, ein wichtiges Ziel. Am letzten Spieltag empfängt man den TSV Asperg zu Hause und will mit einem Sieg nicht nur den Klassenerhalt sichern, sondern auch einen versöhnlichen Abschluss mit sich, den Fans und dem scheidenden Trainer schaffen. Bis dahin ist es aber noch etwas hin und so muss die Hbi bereits nächste Woche gegen die SG Ludwigsburg/Eglosheim ran, die derzeit auf dem vierten Tabellenplatz verweilt.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Jörg Reinhardt

Feld: Dirk Heckemeier (3), Tobias Buchfink (1), Sebastian Buchfink (4), Christoph Staiger (6), Timo Weltner (2), Steffen Schweizer (2), Gideon Kull (1), Sebastian Reikowski und Marc Matzen (1).

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