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Hbi W/F gewinnt nach starkem Spiel das Derby gegen Ditzingen

(MZ) Nachdem die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen zuletzt, nach einer wieder schwächeren Leistung, beim TSV Bönnigheim gerissen war, erwartete die Hbi Weilimdorf/Feuerbach am Samstag den Württembergliga-Absteiger und vor der Saison als Aufstiegsanwärter gehandelten TSF Ditzingen zum Derby.

Die Gäste hatten unter der Woche um eine Spielverlegung gebeten, nachdem ihnen zwischenzeitlich zahlreiche Spieler aufgrund privater/beruflicher Termine bzw. Krankheit auszufallen drohten. Die Hbi W/F hatten diesem Wunsch aufgrund des eng gestrickten Terminkalenders wegen der Handball-WM leider nicht nachkommen können und die TSF konnte dann letztlich auch auf die meisten der fraglichen Spieler zurückgreifen, u. a. fehlte aber der ehemalige Hbi-Spieler Yannik Siegmund.

Beide Mannschaften taten sich zu Beginn sehr schwer mit dem Tore werfen, die Abwehrreihen inkl. der Torhüter agierten sehr konzentriert. So stand es nach fünf Minuten lediglich 1:1, nachdem Colin Rieker gleich mit dem ersten 7-Meter am erfahrenen Gäste-Keeper David Thomitzni gescheitert war. Aber auch Niklas Hoch im Hbi-Gehäuse war sofort präsent und konnte zahlreiche Bälle entschärfen. Auch beim 3:3 nach 10 Minuten war auf der Anzeigetafel weiter nicht viel passiert, denn auch Robin Wegfahrt war vom 7-Meter-Strich gescheitert. Nach einem Doppelschlag von Pepe Fritz und Colin Rieker konnten sich die Nord-Stuttgarter beim 6:4, Mitte der ersten Hälfte zum ersten Mal etwas absetzen. Aber der Favorit konnte durch einen Doppelschlag von Robin Kistler sofort wieder ausgleichen. In dieser Phase leistete sich die Hbi W/F gegen die 5:1-Abwehr der Gäste zu viele Ballverluste, so das Hbi-Trainer Michael Zimmermann sein erstes Timeout nahm.

Zunächst ohne Erfolg, denn die TSF legte zwei weitere Tore zum 6:8 nach 20 Minuten nach. Wichtig war, das man in dieser heiklen Phase dran blieb und sich nicht weiter distanzieren lies. Robin Wegfahrt und Jan Diller sorgten wieder für den 9:9-Ausgleich in der 23. Minute. Die Ditzinger konnten dann beim 10:11 zum letzten Mal in diesem Spiel vorlegen, ehe die Hbi das Spiel durch einen 4:0-Lauf von Colin Rieker, Tim Petschinka, Cedric Dörr und Robin Wegfahrt vor der Pause zum 14:11 drehte. Insbesondere das Tempospiel aus der gut stehenden Defensive funktionierte in dieser Phase sehr gut. Die TSF konnten dann mit dem Pausenpfiff nochmal zum 14:12-Halbzeitstand verkürzen.

Die Hbi W/F überstand eine Unterzahl-Situation zu Beginn des zweiten Durchganges unbeschadet und konnte durch Jan Diller in der 33. Minute den ersten Treffer setzen. Die Hbi war nun die klar dominierende Mannschaft und beim 19:15 von Hannes Diller nach 39 Minuten nahm Gäste-Trainer Jörg Kaaden seine zweite Auszeit. Die Gäste nahmen nun in der Abwehr im Wechsel Pepe Fritz oder Jan Diller in Manndeckung, aber die Nord-Stuttgarter reagierten gut auf die taktischen Umstellungen und wussten den sich bietenden Freiraum zu nutzen.

Nach dem 20:16-Anschlusstreffer in der 41. Minute gestatteten die Hbi-Abwehr und Niklas Hoch den Ditzingern knapp neun Minuten lang keinen Treffer mehr und man sorgte selbst im Angriff mit einem 5:0-Lauf durch Tore von Jan Diller, Hannes Diller (2x) und Finn Graykowski (2x) für die Vorentscheidung 10 Minuten vor dem Ende. Beim 28:20 durch Cedric Dörr fünf Minuten vor dem Ende, der neben seiner gewohnt guten Abwehrarbeit dieses Mal auch im Angriff mit zahlreichen starken 1:1-Aktionen Akzente setzte, begannen bereits die ersten Feierlichkeiten auf der Tribüne. Dass die TSF Ditzingen bis zum Endstand von 28:23 noch Ergebniskosmetik betreiben konnte, war dann aber eher der Zeitstrafen-Orgie der beiden Unparteiischen geschuldet die noch vier Zeitstrafen aussprachen und insgesamt in ihrem Progressionsmaßstab bei einem Verhältnis von 10:3 Strafen gegen die Hbi W/F leider zu oft daneben lagen.

Aber auch diese widrigen Umstände konnten dem am Ende absolut verdienten Derby-Sieg gegen die Gäste aus Ditzingen nichts anhaben, entsprechend stolz und zufrieden war dann auch Hbi-Trainer Michael Zimmermann im Anschluss an die Begegnung: „Wir haben heute an die sehr guten Leistungen in den letzten Wochen in unseren Heimspielen angeknüpft. Das Fundament war die sehr gut stehende Defensive und dahinter hat Niklas Hoch wie zuletzt auch wieder stark gehalten. Im Angriff haben wir etwas gebraucht, um uns auf die 5:1 der TSF einzustellen, aber mit fortlaufender Spieldauer haben wir das besser gelöst und wir waren wieder über alle Positionen torgefährlich!“ Mit diesem Erfolg festigte die Hbi W/F ihren vierten Tabellenplatz mit 12:8-Punkten und baute gleichzeitig den Abstand zu den gefährdeten Rängen wieder etwas aus.

Herren: Hbi W/F I – TSF Ditzingen I 28:23 (14:12)
Für die Hbi Weilimdorf/Feuerbach spielten:
Im Tor: Niklas Hoch, Benjamin Seeger
Feld: Hannes Diller (4), Jan Diller (4), Cedric Dörr (5), Pepe Fritz (3), Rene Fritz, Finn Graykowski (2), Fabian Hilsenbeck, David Martin (1), Tim Petschinka (2), Colin Rieker (4/2), Thomas Rinklef, Robin Wegfahrt (3)
Auf der Bank: Jörg Eisenhardt, Michael Zimmermann

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