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HBI: Weihnachten ohne Geschenke

Hat man erstmal einen Lauf, hört dieser meist auch nicht mehr auf. Mit diesem kleinen Satz lässt sich die ganze Saison der Hbi Weilimdorf/Feuerbach in der Landesliga zusammenfassen. Mit Ausnahme der erfreulichen Unterbrechung gegen Pflugfelden, verlor man alle Saisonspiele. Die Konsequenz, letzter Platz. Aufgeben, nicht die Hbi. Genau unter diesem Motto stand das Spiel gegen den Tabellenersten aus Bönnigheim. Auf dem Papier war die Hbi ganz klar der Außenseiter, doch es ist allgemein bekannt, dass gerade die Spiele gegen den vermeintlich schwächeren Gegner, die schweren sind. Die Hbi konnte nicht auf ihren gesamten Kader zurückgreifen, so musste man teilweise etwas improvisieren und Hilfe bei der eigenen A-Jugend suchen. Diese noch jungen Spieler unterstützen die Hbi bereits die ganze Saison tatkräftig und bringen viel Schwung mit.

Zu Beginn der ersten Hälfte entwickelte sich gleich ein munteres Spiel der zwei ungleichen Mannschaften, die doch gar nicht so weit auseinander schienen. Erst nach dem 3:4 gelang es den Gästen aus Bönnigheim das Tempo anzuziehen und die etwas unsicher wirkende Hbi in Bedrängnis zu bringen. Doch auch der Rückstand von 5:10 wollte noch nicht so recht die Überlegenheit widerspiegeln. Die Hbi stand in der Abwehr sehr solide, doch durch unkonzentrierte Aktionen im Angriff, ermöglichte man den Gästen durch Gegenstöße sehr einfache Tore. Nachdem die Hbi auf 7:10 verkürzte, intensivierten sich die Probleme im Angriff deutlich. Diese Chance nutze der TSV Bönnigheim clever aus und zog auf 7:14 davon. Bis zur Halbzeit passierte danach wenig, sodass man mit dem Pausenstand von 8:16 ganz gut bedient war. Sträflich war die Chancenverwertung der Hbi, die eigentlich durch einen höheren Rückstand hätte bestraft werden müssen, doch eine agile und aufwändige Abwehrarbeit rettete einen überschaubaren Rückstand.

Der zweite Durchgang fing so an, wie der erste endete. Ballverlust der Hbi, Gegenstoß von Bönnigheim und Torerfolg. Dies zog sich durch das ganze Spiel und erklärt wohl auch die Tatsache, warum die Hbi nicht in der Lage ist, Tempowechsel des Gegners zu relativieren. Im Angriff rieb man sich gegen die Abwehr von Bönnigheim auf und in der Abwehr, in der man normalerweise ein wenig Luft holen kann, stand man selten, da man bei den guten Angriffen meist gar nicht zum Verteidigen kam. Die Konsequenz dieser Misere war deutlich auf der Anzeigetafel zu sehen. Bönnigheim bestimmte das Spiel und führte Mitte des zweiten Durchganges bereits mit 15:25. Der Sieg war dem TSV nicht mehr zu nehmen, sodass das Tempo in den letzten 15 Minuten, auch bedingt durch diversen kleineren Verletzungspausen, merklich langsamer wurde. Letzendlich fuhren somit die Gäste vom TSV Bönnigheim einen ungefährdeten Sieg gegen eine Hbi ein, die im Angriff zu brav und harmlos war. Der Endstand von 20:33 verdeutlicht diese Einschätzung.

Für die Hbi Weilimdorf/Feuerbach war dies das letzte Spiel im Jahre 2008 und nun wird man die Winterpause nutzen, um sich im neuen Jahr besser zu präsentieren. Platz zum steigern ist reichlich vorhanden und das Potential von vielen Spielern bei weitem nicht ausgereizt. Die Hbi geht nun mit der „roten Laterne“ in den Jahreswechsel, mit der Hoffnung diese bald abzugeben. Gelingen könnte dies der Hbi bereits beim ersten Spiel im neuen Jahr gegen den TV Großbottwar. Die Hbi bedankt sich auf diesem Weg für die Unterstützung in diesem schwierigen Jahr und hofft auch für das nächste Jahr auf das Engagement der Fans, damit die Klasse der Landesliga gehalten werden kann.

Es spielten:

Tor: Nicolai Schmitt, Florent Stephan

Feld: Per Laukemann (3), Fabian Brosi (1), Alexander Schroer (2), Tim Hettich, Sebastian Buchfink, Robin Grob (2), Marc H’lawatscheck (4), Jannik Weltner, Gideon Kull (2), Steffen Heise (4) und Urs Wetzel (2).

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