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Hbi Weilimdorf / Feuerbach: Andere Gegner, selbes Problem

Samstag Abend ein Handballspiel zur „Primetime“ zu haben, ist für die meisten Spieler ein besonderes Erlebnis. Nach dem Spiel gibt es dadurch genug Möglichkeiten einen Sieg ausreichend zu feiern. Aber vor dem bekanntlichen Vergnügen steht nun einmal die Arbeit. Diese kam beim Heimspiel der Hbi Weilimdorf/Feuerbach in Form des TSV Bönnigheim. Es war von vornherein klar, dass der TSV als Favorit in die Partie geht, schließlich steht er auf dem dritten Tabellenplatz. Erfreulich war jedoch, dass sich die Personallage der Hbi kurz vor dem Spiel entspannte. Gleich sechzehn Spieler fanden sich in der Halle ein. Mit so einem Angebot hatte Trainer Ralph Dittrich nicht gerechnet und war daher auch sichtlich überrascht. Der Anfang der Partie war ein offener Schlagabtausch beider Mannschaften. Keine schaffte es sich einen Vorsprung herauszuarbeiten. Dies lag zum einen an der Abwehr der Hbi, die durch die beiden Innenverteidiger Sebastian Buchfink und Boris Petschinka souverän stand. Kamen die Gäste aus Bönnigheim zum Abschluss, dann meist nur auf den unvorteilhaften Außenpositionen. Aus dem Rückraum konnte die Hbi nahezu jeden Schuss verhindern. Auf der anderen Seite war der Angriff der Hbi streckenweise zu einfallslos. Die einfachen Auftakthandlungen und Kombinationen wurden durch flinke Abwehrspieler der TSV immer wieder unterbrochen oder wenn man zum Abschluss kam, schoss man am Tor vorbei oder dem Torwart mitten in die Arme. Bis zu einem Spielstand von acht zu acht war daher alles ausgeglichen. Gegen Ende der ersten Hälfte wurde die Hbi aber etwas nachlässig im Angriff. Die daraus folgenden Gegenstöße verhalfen der TSV zu einer drei Tore Führung zur Halbzeit.

Der zweite Durchgang stellte sich in der Vergangenheit immer wieder als Knackpunkt im Spiel der Hbi heraus. Aus diesem Grund wollte man alles tun, um nicht schon wieder ein Spiel zu verlieren, weil man das Handballspielen in der Halbzeitpause verlernt hat. Tatsächlich gelang es der Hbi auch in der zweiten Hälfte dagegen zuhalten. Aber es reichte nicht aus um den drei Tore Rückstand aufzuholen. Im Gegenzug konnte er TSV die Führung sogar auf fünf Tore ausbauen. Unnötige Ballverluste im Aufbauspiel der Hbi zogen immer wieder Gegenstöße der Gäste nach sich. Auch Überzahlsituationen nutzte man nicht aus. Nach rund 40 Minuten kam dann doch noch der Bruch im Spiel der Hbi. Bönnigheim erzielte innerhalb kürzester Zeit acht Tore und zog so der Hbi davon. So wurde aus einem 14 zu 18 schnell ein 16 zu 26. Dieser Vorsprung sollte zum Ende noch ein wenig geringer werden, doch aufholbar war er für die Mannschaft der Hbi nicht mehr. Somit verliert die Hbi Weilimdorf/Feuerbach verdient mit 21 zu 29 gegen klüger agierende und konstantere Bönnigheimer. Dieses Spiel muss nun genutzt werden, um dazuzulernen und gegen die Kontrahenten im Abstiegskampf zu punkten.

Nach dem Spiel sah man keine traurigen Gesichter. Die Hbi wusste, dass Bönnigheim nicht unverdient auf dem dritten Tabellenplatz steht und die erbrachte Leistung, vor allem in der Abwehr, war ein Zeichen dafür, dass es aufwärts geht. Nächste Woche geht es auswärts zur SG Ludwigsburg/Eglosheim, die drei Plätze vor der Hbi steht. Man wird auf alle Fälle versuchen, zwei Punkte mit nach Hause zu bringen. So waren insgesamt alle mit dem Ergebnis zufrieden und auch die Hbi ließ sich nicht den Abend verderben. Man ging einfach trotzdem ordentlich feiern, wie es sich für Handballer nun mal gehört.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Nicolai Schmitt

Feld: Christoph Staiger (3), Sebastian Buchfink (3), Marco Lindwedel (1), Steffen Heise, Björn Distelhorst (3), Patrick Röttinger (2), Gideon Kull, Jannik Weltner (1), Robbin Grob (1), Christoph Straub (1), Marc Matzen (4/1Siebenmeter) und Boris Petschinka (2).

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