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Jufa-Action in den Sommerferien: Neigungsangebote gehen noch bis zum 10. September

(RED) Die Gewitterfront des Vortags und der vorangegangenen Nacht haben die Natur und Luft reingewaschen, auf dem Gelände der Jugendfarm im Wolfbusch toben die Kinder durch die frische Luft, während man im sich durchsetzenden Sonnenschein bereits wieder zum Schwitzen kommt.

Laura Determann und das fünfköpfiges Team der „Naturwoche“, die die Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren dieser Interessengruppe derzeit betreuen, wirken an diesem angenehmen Sommertag sehr entspannt – lassen die Kinder über das Gelände der Jugendfarm toben, die gerade Verstecken spielen. Während die Sommerferienbetreuer aus Freiwilligen und einem „Bufti“ bestehen, hat das pädagogische Team der Jufa harte Monate hinter sich – die Corona-Pandemie hat die Jahresplanung komplett durcheinander gewirbelt. „Noch im Februar war alles wie immer, die Sommerferienangebote waren ausgebucht, der Jufa-Mittagstisch war sehr beliebt“, blickt Determann zurück. Dann kam der März, die Meldungen rund um die Pandemie änderten sich täglich, am 22. März schlossen die Schulen – und damit war auch der Betrieb auf dem Jugendfarmgelände eingestellt. Es wurde ruhig, nur die Hühner gackerten, die Pferde schnaubten. Bis zum 5. Mai nutzten die fest angestellten Mitarbeiterinnen die Zeit, das Gelände zu pflegen: „Wir waren Tierpfleger, Hausmeister, Bürofachkraft und Gärtner zugleich, so sauber und aufgeräumt war das Gelände meines Wissens noch nie!“, schmunzelt Determann. Dabei herrschte gerade hier eine große Unsicherheit: wie geht es weiter, steht die Finanzierung, kommen Zuschüsse der Stadt – oder doch Kurzarbeit? Lange Zeit haben die Jugendfarmen und Aktivspielplätze gemeinsam mit der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH bei der Stadt Stuttgart um Zuschüsse aus dem Doppelhaushalt gekämpft – sie sollten auch kommen. Dann fielen die Sitzungen aus – und im Juni dann die erlösende Nachricht, dass die Finanzierung steht, sogar mit einem noch höheren Betrag.

Mit dem 5. Mai, als Spielplätze in Stuttgart wieder öffnen durften, konnte auch das Gelände der Jufa wieder den Kindern geöffnet werden. „Die Kinder durften aber kein Spielzeug oder andere Dinge nutzen, nur rumtoben“, erzählt Determann über die ersten Tage des beginnenden Sommers. Das Haus blieb zu – und damit auch die Toiletten. Wer „mal musste“, musste nach Hause laufen oder mit dem Rad fahren, was für die Kinder, die alle aus der näheren Umgebung kamen, am Ende kein Problem war. Das Team hielt Abstand und beaufsichtigte nur. Als im Juli die Schulen wieder öffneten, wurde das Bertreuungsangebot der Jufa wieder ausgebaut, nur der Mittagstisch konnte weiterhin nicht angeboten werden. Erst mit dem neuen Schuljahr 2020/21 im September soll dieser wieder starten – voraussichtlich wird dann allerdings statt Gruppenessen „wie daheim“ jedes Kind sein eigenes Essen per Ausgabe über die Durchreiche von der Küche erhalten und am Tisch soviel Abstand wie möglich eingehalten.

In den ersten beiden Ferienwochen Anfang August wurden die Kinder, die im letzten Winter sich für das ursprüngliche Ferienangebot angemeldet haben, in zwei Gruppen betreut – 25 Kinder kamen vormittags, 20 nachmittags, komplett autark voneinander, alle Angebote fanden im Freien statt – was angesichts des andauernden Hochsommerwetters kein Problem war. Mittag wurde daheim gegessen. „Von den Eltern haben wir ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten, das freut uns sehr!“, so Determann dankbar.

Vom 17. August bis 10. September folgt der Sommerbetreuung nun die „Jufa-Action“ immer Montag bis Freitag von 08 bis 16 Uhr. Jeweils bis zum Montag vor den Neigungswochen „Natur“, „Tier“, „Kunsthandwerk“ und „Elemente“ müssen Kinder bzw. ihre Eltern sich anmelden, denn es gibt nur einen begrenzten Platz auf der JuFa. Damit keine Kinder heimgeschickt werden müssen, werden die Plätze schon vor dem Beginn der Woche vergeben. Extra Plätze gibt es für Kinder aus Familien mit Bonuscard, erhöhtem Betreuungsaufwand, oder ähnlichem. Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten, die Betreuer und das pädagogische Team haben daher während dieser Woche mehr eine „Verkehrssicherheitspflicht“ als „Aufsichtspflicht“, da nicht direkt mit den Kindern gearbeitet wird und ein „offener Spielbetrieb“ auf dem Gelände praktiziert wird. Den Kindern der „Naturwoche“ macht das Angebot sichtlich Spaß – Tiere füttern und pflegen, Geländespiele, mal ein Sitzkreis um sich auszutauschen. Wen der Hunger übermannt, packt sein mitgebrachtes Vesper aus. Und immerhin darf man nun wieder die Toilette im Haus benutzen…

In den Neigungsangeboten „Kunsthandwerk“ (31. August bis 4. September, Anmeldung bis 24. August) und „Elemente“ (7. bis 10. September, Anmeldung bis 31. August) sind noch wenige Plätze für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren frei. Eltern können bei Interesse anrufen (0711-8382260) oder eine Mail senden an kontakt@jugendfarm-weilimdorf.de.

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