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Jugendfeuerwehr übte Einsatz am Aussiedlerhof Ritz am Heiner

Dass ein Brandeinsatz kein Zuckerschlecken ist, sollte jedem bewußt sein – damit das die Jugendfeuerwehr Weilimdorf auch direkt erfahren kann, wurde eine Sonderübung am Aussiedlerhof von Konrad Ritz am Heiner durchgeführt: Patrick Schöffner und Heiko Schroff hatten für den Nachwuchs einiges an “Action” vorgesehen.

Für die Übung wurde ein kompletter Löschzug angefordert – also zwei Hilfeleistungs-Löschfahrzeuge (HLF), ein Mannschaftstransporter sowie das “Hubrettungsfahrzeug” mit der Drehleiter. Damit die (noch recht unerfahrenen) neun Jugendlichen im Alter von 10 bis 16 Jahren bei dieser Übung nicht ganz sich allein und ihrem bereits Erlernten gegenüberstanden, wurden Trupps zu Zweit gebildet – immer ein Erwachsener zusammen mit einem Mitglied der Jugendfeuerwehr. Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass der Nachwuchs problemlos den Ablauf der Rettungs- und Löscharbeiten folgen und durchführen konnte.

Ein HLF wurde z.B. gleich am Hofeingang zur Technischen Hilfe für eine Person eingewunken: hier galt es, diese Person, die von einem Traktor überrollt worden sein soll, unter dem Fahrzeug zu bergen sowie das Fahrzeug entsprechend aufzubocken und abzusichern. Bauer Konrad Ritz hatte “zur Unterstützung” dieser Hilfeleistung mitdenkend einen alten Fendt-Traktor zur Verfügung gestellt – bei größeren und moderneren Fahrzeugen wäre dieser Part deutlich schwieriger geworden.

Der zweite Übungseinsatz war eher “klassicher Feuerwehrnatur”: ein Brand in der Gerätescheune wurde simuliert mit einer verletzten Person im Inneren. Parallel zur einsetzenden Rettungsaktion in der Scheune wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, ein Wasserbassin für die notwendige Wassermenge aufgebaut und per Schlauch eine “Riegelstellung” über der Scheune aufgebaut (siehe oberstes Foto). D.h. mit dem Aufspritzen von Löschwasser soll mit diesem Einsatz zum einen das Dach der Scheune gekühlt sowie das Übergreifen von Feuer auf andere Gebäudeteile oder benachbarte Häuser verhindert werden.

“Die Jugendlichen lernen mit dieser Art von Übung direkt das, was die Aktiven bei Einsätzen erleben”, so Patrick Schöffner erläuternd. Auch werde unter diesen Bedingungen zugleich die Kameradschaft sowie der Zusammenhalt unter den Feuerwehrmitarbeitern gestärkt, da bei einem reelen Brandeinsatz sich jeder blind auf den anderen verlassen muss. “Zudem erleichtern wir mit unseren Übungen direkt an Gebäuden und Einrichtungen den Jugendlichen am Ende den Übertritt zu den aktiven Feuerwehreinsatzkräften. Hinzu kommt innerhalb von Weilimdorf der Vorteil, dass man die Gebäude besser kennenlernt und im Ernstfall sich bereits etwas auskennt!”, erklärt Schöffner.

Stark beeindruckt zeigten sich übrigens von dem ganzen Einsatz für die verunglückte Person am Traktor die Kühe von Konrad Ritz – sie standen Kopf an Kopf, Bauch an Bauch am Scheunentor und platzten schier vor Neugier, was vor Ihrem Zuhause so “abging”, speziell bei der Menge an jungen Männern!

Nach getaner Übungsarbeit wurde zum Abschluss und Bilanz ziehen auf der Dachterrasse der Freiwilligen Feuerwehr in Weilimdorf noch zusammen gegrillt – und natürlich auch der Durst gelöscht. Alkoholfrei versteht sich, wer weiss, es hätte ja doch noch am Abend ein Ernstfall eintreten können…

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