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Kultureller Jubiläumsnachmittag der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Die Kreisgruppe Stuttgart sowie die Ortsgruppe Weilimdorf der Sudetendeutschen Landsmannschaft wurden im Jahre 1948, also vor 65 Jahren, gegründet. Bei einem Kulturnachmittag im Gemeindehaus der katholischen „Salvator“-Kirchengemeinde in Stuttgart-Giebel, feierten die Sudetendeutschen dieses Jubiläum mit Liedern, Geschichten und Gedichten aus dem herbstlichen Egerland und blickten auf die Geschichte der Sudetendeutschen in Stuttgart und Weilimdorf zurück.

Waltraud Illner, Obfrau der sudetendeutschen Ortsgruppe Weilimdorf, freute sich dazu Ehrengäste wie den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, den Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft Baden-Württemberg, Dr. Werner Nowak, den Landesvorsitzenden der Egerländer Gmoi, Harald Wenig und den Ehrenkreisobmann der Stuttgarter Kreisgruppe, Ernst Merkl, begrüßen zu können. Mit Willi Starck war aber auch ein Gründungsmitglied der Sudetendeutschen Landsmannschaft Stuttgart mit den zahlreichen Besuchern in den Gemeindesaal gekommen. Illner, die auch der Kreisgruppe Stuttgart der Sudetendeutschen Landsmannschaft vorsteht, blickte auf die Geschichte der Heimatvertriebenen in Weilimdorf zurück, mit deren Ansiedlung sich auch die Stadtteile Bergheim und vor allem Giebel entwickelten. In diesem Zusammenhang dankte sie auch den bisherigen Obmännern Karl Neumann, Josef Hubatschek, Kurt Janik und Ernst Merkl, deren Engagement die Sudetendeutsche Landsmannschaft zu einem wichtigen Bestandteil im kulturellen Leben Weilimdorfs habe werden lassen. Die Obfrau erinnerte dabei auch an das 32-jährige aktive Engagement der Singgruppe, die unter der Leitung von Liesbeth Kasper mit ihren musikalischen Beiträgen das heimatpflegerische Programm der Ortsgruppe bereicherte.
Landesobmann Dr. Werner Nowak, der die Glückwünsche des sudetendeutschen Landesverbandes Baden-Württemberg überbrachte, dankte in seiner Ansprache allen Gründungsmitgliedern und Landsleuten, die damals wie heute Verantwortung in der Landsmannschaft übernommen und bis heute weitergetragen haben.

So gehören die Verbundenheit und das aktive Engagement der Mitglieder zu einer besonderen Stärke in der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Dieser Zusammenhalt der Volksgruppe bedeute letztendlich auch, dass die Sudetendeutschen in den Beziehungen Deutschlands zu Tschechien bis heute eine wichtige Rolle spielen.

Dr. Nowak erinnerte natürlich auch an die Geschichte der Stuttgarter Kreisgruppe, die am 1.Juli 1948 im Gasthof „Rebstöckle“ im Stuttgarter Stadtteil Heslach gegründet wurde und so, nur wenige Jahre nach der Vertreibung, die Sudetendeutschen den Willen zum Zusammenschluss zeigten um die Erinnerung an die Heimat zu pflegen. Der Landesobmann hob aber auch das kulturelle Wirken der Ortsgruppe Weilimdorf hervor, die mit ihrem jahrzehntelangen Engagement ein Vorbild für die Integrationsarbeit sei. Ein besonderes Lob, zollte Dr.Nowak dabei Obfrau Waltraud Illner, die seit 2003 die Kreisgruppe Stuttgart und seit 2011 die Ortsgruppe Weilimdorf führt.

Im kulturellen Teil des Nachmittags, der vom Gmoi-Chor der Egerländer Gmoi Stuttgart unter seiner Dirigentin Renate Pohl gestaltet wurde, standen Lieder, Geschichten und Gedichte in Egerländer Mundart im Mittelpunkt, die an die Bräuche des herbstlichen Egerlands erinnerten. Und nach dem der CDU-Europaabgeordnete Rainer Wieland in einem Grußwort noch die bedeutende Rolle der Sudetendeutschen Landsmannschaft in der Europapolitik hervorgehoben hatte, beschlossen die Besucher des Jubiläumsnachmittags gemeinsam mit dem Gmoi- Chor die Veranstaltung mit dem Lied „Kein schöner Land“.

Foto (Heisig): Der Gmoi-Chor der Egerländer Gmoi Stuttgart, dirigiert von Renate Pohl, beleuchtete mit Liedern, Geschichten und Gedichten den Herbst im Egerland.

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