sudeten12042014

Lichtbildervortrag von Iris Ripsam bei den Sudetendeutschen

Die Stadt Stuttgart und die südmährische Stadt Brünn, blicken in diesem Jahr auf eine 25-jährige Städtepartnerschaft zurück. Aus Anlass dieses Jubiläums reiste kürzlich eine Stuttgarter Delegation unter der Leitung von Oberbürgermeister Fritz Kuhn in die tschechische Partnerstadt, zu der auch die Landesvorsitzende der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge in der CDU, Stadträtin Iris Ripsam, gehörte. Beim Monatsnachmittag der Sudetendeutschen in Weilimdorf, erzählte nun die Kommunalpolitikerin von ihren Eindrücken bei dieser Jubiläumsfahrt.

Am 4. Dezember 1989 hatten die beiden Städte Stuttgart und Brünn mit der Unterzeichnung der Urkunden ihre Städtepartnerschaft feierlich besiegelt. Eine lebendige Verbindung, die im Jahre 2003 vom Koordinierungsrat des deutsch-tschechischen Gesprächsforums als beste deutsch-tschechische Partnerschaft unter Großstädten ausgezeichnet wurde. Heute ist die Stadt Brünn mit 80.000 Studenten von seinen 380.000 Einwohnern vor allem eine junge und pulsierende Metropole mit guter Wirtschaftsentwicklung und die zweitgrößte Stadt in Tschechien.

Noch beeindruckt von der Reise, schilderte Iris Ripsam in ihrem Lichtbildervortrag den zahlreichen Besuchern im „Haus der Begegnung“ in Giebel ihre Erlebnisse bei dieser Fahrt und gab einen Einblick in die einzelnen Programmpunkten dieser Jubiläumsreise. Neben dem Empfang der Stuttgarter Delegation durch den Brünner Primator Roman Onderka im Neuen Rathaus, gehörte dazu auch ein ausführliches Besuchs-und Besichtigungsprogramm, wo ein Gang durch das „Brünner Labyrinth“ unter dem Krautmarkt und die Besichtigung der „Villa Tugendhat“, die seit dem Jahr 2001 Unesco-Welterbe ist, nicht fehlen durften. Aber auch städtische Einrichtungen und Betriebe wie eine „Lese-Straßenbahn“, in der die Fahrgäste Bücher lesen können und die Brünner Verkehrsleitzentrale, wurden von der 26 köpfigen Besuchergruppe besichtigt. Für Iris Ripsam, die als stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Stuttgarter Gemeinderat der Delegation angehörte, gab es auf dieser Fahrt jedoch auch wehmütige Momente. Nicht nur der Umgang ihrer Delegationskollegen mit dem „Gedenkstein zur Erinnerung an den Brünner Todesmarsch 1945“ im Garten des Augustinerklosters, die für dieses Denkmal nicht viel Interesse zeigten, war für sie befremdlich. Auch dass die stellvertretende Kreisobfrau der Stuttgarter Sudetendeutschen Landsmannschaft ihren Gemeinderatskollegen in diesem Zusammenhang noch Nachhilfe in Deutscher Geschichte zum Kapitel der Vertreibung erteilen musste, enttäuschte sie sehr. Umso erfreuter zeigte sich die CDU-Stadträtin über das Engagement des Deutschen Kulturverbandes in Brünn und lobte dabei besonders das Engagement von Hanna Zakhari, die mit ihrem unermüdlichen Einsatz zusammen mit ihrem Team im Begegnungszentrum in Brünn, großartige Arbeit zur Verständigung von Deutschen und Tschechen leiste.

Foto (Heisig): Die Landesvorsitzende der Union der Vertriebenen und Flüchtlinge in der CDU, Stadträtin Iris Ripsam, berichtete über ihre Reise mit einer Stuttgarter Delegation nach Brünn. Links Obfrau Waltraud Illner.

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