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Musikalische Reise durch das Sudetenland

Die katholische Kirchengemeinde „Salvator“ in Giebel bietet unter ihrem Jubiläumsmotto „50 Jahre Salvator- unsere Heimat“ den in der Gemeinde verwurzelten Landsmannschaften der Vertriebenen, Spätaussiedlern und Zuwanderern die Gelegenheit, ihre Gruppe in einem „Heimatfrühschoppen“ nach dem Sonntagsgottesdienst im Gemeindehaus vorzustellen. Den Anfang machte kürzlich die Ortsgruppe Weilimdorf der Sudetendeutschen Landsmannschaft, die sich auf musikalische Art und Weise präsentierte. Schon der Gottesdienst war etwas anders als sonst, sangen doch die Kirchenbesucher Lieder der „Schubert-Messe“, die in der sudetendeutschen Heimat im Kirchengesang fest verankert war. Doch wurde die Kirchengemeinde damit auf den anschließenden „Heimatfrühschoppen“ gut eingestimmt und strömte ins Gemeindehaus. Obmann Ernst Merkl von der Sudetendeutschen Landsmannschaft Weilimdorf zeigte sich dann auch erfreut über den vollbesetzten Saal und erläuterte den Besuchern zu Beginn zunächst die Geschichte der Sudetendeutschen. Diese Geschichte und die heimatliche Kultur und Bräuche zu bewahren und wach zu halten, zählt auch zu den bedeutendsten Aufgaben der Sudetendeutschen Landsmannschaft. Einen wichtigen Beitrag dazu, leistet in Weilimdorf die Singgruppe der Sudetendeutschen, die unter der Leitung von Liesbeth Kasper, das Liedgut der alten Heimat pflegt. Liesbeth Kasper und ihre Singgruppe war es dann auch, die in einer musikalischen Reise das Sudetenland vorstellten. So ging es vom Böhmerwald mit dem „Böhmerwaldlied“ vorbei am Egerland ins Riesengebirge, das mit dem „Riesengebirgslied“ besungen wurde. Von dort reisten die Sängerinnen und Sänger musikalisch mit dem „Altvaterlied“ ins Altvatergebirge weiter, dann ins Kuhländchen und von dort mit einem großen Sprung nach Südmähren, wo Liesbeth Kasper, die zu Geschichte, Wirtschaft und Kultur der einzelnen Regionen viel zu erzählen wusste, auch die schreckliche Geschichte vom „Todesmarsch von Brünn“ erwähnte. Bei diesem Ereignis nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden 25000 Menschen auf unmenschliche Weise vertrieben, die Tausende nicht überlebt haben. Als Abschluss der musikalischen Reise, ging’s dann noch ins Erzgebirge, das mit einem Lied des Erzgebirgsdichters Anton Günter besungen wurde. Den Sudetendeutschen, die nach der Vertreibung in Giebel eine neue Heimat fanden und seit Jahrzehnten die Gemeindearbeit von „Salvator“ mitgestalteten, dankte Pater Konrad Werder abschließend für ihre wichtige Aufbauleistung und für ihre stets treue Verbundenheit zu Glaube und Kirche.

Foto (Helmut Heisig):Pater Konrad Werder dankt Obmann Ernst Merkl und der Singgruppe für den Beitrag der Sudetendeutschen Landsmannschaft Weilimdorf zum Kirchenjubiläum, dass unter dem Motto steht : „50 Jahre Salvator- unsere Heimat“.

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