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“Na wenn Du meinst, Gertrud!” – Lustspiel “Das Hörrohr” begeisterte Publikum




Es waren am Ende “standing ovations”, die die Theater AG der Stephanusgemeinde im Giebel am Samstagabend nach der Premiere des Lustspiels “Das Hörrohr” erhielt. Lothar Gramm, Regisseur und Hauptdarsteller in einem, hatte das Theaterstück, das im Original in Platt geschrieben ist (also die Sprache der Friesen an der Nordsee), für sein Team ins Schwäbische übersetzt – und auf “eigene Art” auf die Bühne im Gemeindesaal gebracht.

Lothar Gramm spielte die Rolle des schwerhörigen Opa Hörnle so, als wäre sie ihm auf den Leib geschrieben worden – seine Darstellung des grantelnden Großvaters, der ein Hörrohr braucht um überhaupt mit seiner Umwelt in einem Mindestmaß kommunizieren zu können, reizte ein ums andere mal die Lachmuskeln des zahlreich erschienenen Publikums.

Die Kommöde erzählt die Geschichte der Familie Hörnle, bei der die Schwiegertochter Gertrud (gespielt von Kerstin Schmidt) eine Intrige gegen den extrem schwerhörigen Großvater Albert Hörnle (Lothar Gramm) und die Enkelin Maike (gespielt von Nadja Frank) spinnt, um den Hof verkaufen und den Opa ins Altenheim auf Hartz IV abschieben zu können. Sie selber zieht es mit ihrem Mann Paul Hörnle (gespielt von Martin Hoffmann) vom Erlös des Hofes in die Stadt. Obwohl sie vortrefflich die Enkelin Maike beim Großvater in Mißkredit bringen konnte, macht ihr letztlich Knecht Bernd (gespielt von Alexander Frey) einen Strich durch die Rechnung, da er dem Großvater ein neues digitales Hörrohr über Maike verschafft und dieser nun erstmal genau hört, was seine Schwiegertochter über ihn sagt: “Sabbel Dich tot Du alter Nussknacker!”.

Es folgt für das Publikum ein Lachkracher nach dem anderen, wie der nun gut hörende Opa Hörnle im Beisein des inzwischen eingetroffenen Notars (gespielt von Christian Knauer) seine Schwiegertochter letztlich ausbootet und den Hof der Enkeltochter samt zukünftigen Mann Bernd vermacht.

Den tosenden Applaus hat sich die Truppe der Theater AG sehr wohl verdient. Das Stück wird am Sonntag, 18. Mai 2014 um 18.30 Uhr im Saal der Stephanusgemeinde nochmals wiederholt. Dann in der Besetzung mit Lothar Gramm (Opa Hörnle), Schwiegertochter Gertrud (Kerstin Schmidt), Sohn Paul Hörnle (Martin Hoffmann), Enkelin Maike (Nadja Frank), dem Notar (Christian Knauer) und Knecht Bernd (diesmal gespielt von Peter Aufheimer).

Für die musikalische Begleitung vor dem Theaterstück und während der Pause sorgt(e) das Solitude-Saxophon-Ensemble mit flottem Jazz, für die Technik verantwortlich ist Jörn Michel und Holger Krumbügel, als Souffleuse unterstützte Edith Gramm. Der Erlös des Abends aus den Eintrittsgeldern sowie dem Verkauf von Getränken und Brezeln kommt der Sanierung der Orgel in der Stephanuskirche zu Gute. Hier sind rund 47.000 Euro notwendig, rund 15.000 Euro kamen bereits aus Rücklage der Gemeinde und Spenden zusammen.

Die Bildergalerie zum Theaterabend in Stephanus (Fotos: Hans-Martin Goede) sehen sie auf der Webseite der Stephanuskirche unter www.stephanuskirche-weilimdorf.de!

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