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Neues Gewerbegebietsmanagement in den Startlöchern

(RED) Auf der Märzsitzung des Bezirksbeirat Weilimdorf am 20. März 2019 stand der Fokus einmal mehr auf dem Gewerbegebiet nordwestlich des Ortszentrum. Seit 2006 wird an einem neuen Konzept gefeilt, seit 2013 ist “WeilimPark” erfolgreich aktiv – nun soll ein neues Gewerbegebietsmanagement starten.

Lange Jahre entwickelte sich das Gewerbegebiet von Weilimdorf rückwärts – noch vor 10 Jahren gab es viele Leerstände, die Parzellen für die Gewerbebetriebe kleinteilig. Davon ist 2019 kaum mehr was zu spüren – abgesehen von der “Fassade” entlang der Flachter Straße, die so wenig einladend wirkt wie vor 15 Jahren. Doch “im Kern” hat sich vieles getan, was zum einen der Standortinitiative “WeilimPark”, aber auch der guten Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und der Region zu verdanken ist. Weilimdorfs Vorzeigeunternehmen ist die Firma VECTOR, die in den letzten Jahren viel investiert hat und seinen Standort permanent vergrößert und modernisiert. “WeilimPark ist sechs Jahre nach seiner Gründung ein bekanntes Markenzeichen im Markt!”, so Florian Hirt von der Standortinitiative zu Weilimdorfs Bezirksbeiräten.

In den letzten Jahren hat sich das öffentliche Stimmungsbild verändert: Weilimdorf gilt als Top-Standort mit positiver Zukunftsprognose, der Umzug von EY von Weilimdorf zu Flughafen ist quasi nahtlos mit dem Einzug von Porsche kompensiert, der Standort Weilimdorf ist fast voll vermietet, 2018 ging der Leerstand von Büroflächen auf 2,4 % zurück. Mit “WeilimPark” entwickelte isch eine konstruktive Kooperation von Eigentümern und Interessengruppen, innovative Angebote von Digital bis Sport wurden etabliert. Durch den eigenen Erfolg bedingt wird sich WeilimPark aber in Zukunft neu ausrichten müssen: “Große Eigentümer haben ihre Beiträge reduziert, der Kreis der Mitwirkenden hat sich verkleinert. Mit unserem Budget können wir derzeit leider nur noch die laufenden Ausgaben für bestehende Aktionen bestreiten, aber nichts neues mehr entwickeln. Aber die Initiative ist weiterhin aktiv und handlungsfähig, auch dank der Unterstütung durch die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart”, versicherte Hirth.

Jarno Kuhm von der Wirtschaftsförderung konnte anschließend dies nur umfänglich bestätigen: “Wir bieten weiterhin eine allgemeine Unterstützungsleistungen für Unternehmen und Lotsenfunktion innerhalb der Verwaltung an”. Dies gilt auch für das Vorantrieben des Glasfaser-Ausbau im Gewerbegebiet m Rahmen der geplanten regionsweiten Kooperation mit der Deutschen Telekom. Die kontinuierliche, dynamische und weiterhin attraktive Entwicklung des Gewerbegebiets Weilimdorf bleibt im Fokus der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart. “Leider sind freie Mietfläche, so ca. 9.000 Quadratmeter, auf mehrere Gebäude verteilt, nicht mehr zeitgemäß und schwerer zu positionieren”, was die absolute Vollvermietung derzeit leider behindert”, so Kuhm weiter. Weiter entwickelt werden soll das Gebiet der Lagerplätze an der Hemminger Straße, auch die Energiegewinnung soll erneut in den Fokus rücken, nachdem das Projekt “Nahwärmeversorgung” vor einigen Jahren auf Eis gelegt wurde. Die Freistellung der Grundstücke von Bahnbetriebszwecken, sogenannte Industriegleisflächen, ist erfolgt. “Aufgrund von Eidechsenvorkommen auf ca. 50 % der Flächen können wir diese Flächen aber nicht für eine anderweitige Nutzung freigeben, wie z.B. Stellplätze oder Lagerflächen”, erläuterte Kuhm. Die betroffenen Flächen sollen daher als Maßnahmenfläche für den Artenschutz vorgehalten werden.

Charlotte Schweyer und Hermann-Lambert Oediger vom Stadtplanungsamt stellten abschließend dem Bezirksbeirat das “Gewerbegebietsmanagement PLUS” vor, das derzeit für alle Gewerbeflächen in Stuttgart initiiert wird und nun auch in Weilimdorf zum tragen kommen soll. Potential sieht man hier vor allem weiterhin am “Gesicht des Gewerbegebietes” entlang der Flachter Straße. “Die Adressbildung bleibt hier im Fokus”, so Schweyer. Für das Gewerbegebietsmanagement wird 2019 nun eine Bestandsaufnahme und Analyse für Weilimdorf erfolgen. Dafür werden Unternehmergespräche geführt, ein Handlungsprogramm und Masterplan entwickelt, eine Informationsveranstaltung initiiert, Partner sollen gewonnen werden. “Unser Testfeld für Flächeneffizienz wird die Flachter Straße”, so Schweyer erläuternd – und weiter:”Die Verkehrsentwicklung ist aber unsere größte Herausforderung!”. Auf die Frage der Bezirksbeiräte nach der Finanzierung teilte Oediger mit: “Wir haben insgesamt 150.000 Euro als Projektmittel zur Verfügung – für drei Gewerbegebiete. Bleiben für Weilimdorf 50.000 Euro. Das sollte reichen.”

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