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Pumptrail am Jugendhaus: grillen, chillen & pumpen

Unter “pumpen” stellt sich die etwas ältere Generation ja eigentlich was anderes vor als die Jugend von heute: “Pump” ist auch nicht Befehlsform sonder die Kurzform von “Pumptrack”, also eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke. Und die hat es in Weilimdorf seit 2010 am Jugendhaus im Wolfbusch.

Unter “pumpen” stellt sich die etwas ältere Generation ja eigentlich was anderes vor als die Jugend von heute: “Pump” ist auch nicht Befehlsform sonder die Kurzform von “Pumptrack”, also eine speziell geschaffene Mountainbikestrecke. Und die hat es in Weilimdorf seit 2010 am Jugendhaus im Wolfbusch.

Kilian Gröppel bietet auf dem Weilimdorfer “Bikepark” jeden Dienstag von 16 bis 20 Uhr spezielles Training für die Strecke hinter dem Jugendhaus an. Jetzt in den Sommerferien bot das Jugendhaus unter seiner Regie neben einer “Pump’n’Travel” Tour per Bahn & Bike zu bekannten Pumptracks in Gerlingen, Bad Cannstatt und den Scatertrack am Pragfriedhof an, am Freitagabend auch ein “Pump’n’Grill”: erst drehte man mit den Teilnehmern eine Bike-Runde durch den Wald und der Mountainbikestrecke am Piratenspielplatz, zurück am Jugendhaus wurde der Grill angeschmissen und während das Feuer hochheizte bzw. die Steaks vor sich hinbrutzelten, konnte die Kids sich auf dem Pumptrack, Trailparcours, der Wallride, der Wingbox und den Northshoreelementen austoben.

“Während der Schulzeit und bei schönem Wetter können hier manchmal bis zu 60 Kinder gleichzeitig auftauchen!”, so Kilian Gröppel – dann geht´s auf der Strecke zu wie zur Rushhour. Das Jugendhaus hat allerdings nur acht Räder samt Helmen zu verleihen, die meisten Kids bringen daher ihre eigenen Räder mit zur Strecke. Diese wurde 2010 erstmals aus Erde und Sand errichtet. Allerdings litt sie schnell unter dem hohen Auslastungsgrad und teilweise sehr kleinen Rädern, wodurch besonders die Kuppen Furchen und Risse bekamen. 2012 wurde die Strecke dann durch Beton verfestigt – doch das Material riss im Winter und so wurde 2014 die Strecke geteert, als eine der ersten in Baden-Württemberg überhaupt. “Der Teer erscheint uns unkaputtbar, der ist das Non plus Ultra”, so Gröppel zufrieden beim Blick auf die Strecke, auf der beim Zuschauen die Kids wahlweise gemächlich, teils mehr als ein Meter in der Luft oder mit einem “Höllentempo” an den Zuschauern vorbei rasten und man sich fragte, wieso sie nicht aus den Kurven fliegen.

Unfälle gehören allerdings an der Strecke dazu, gebrochene Rippen inklusive: “Witzigerweise passierte dies einem unser erfahrensten Biker!”, so Gröppel. Aber dieser ist längst wieder auf der Strecke, Unkraut vergeht eben nicht. Das Programm und Angebot des Jugendhauses ist eigentlich erst für Kinder ab 11 Jahren, genutzt wird die Strecke aber vielfach auch von sieben- und achtjährigen Kindern. Dann allerdings sind die Eltern das aufsichtsführende Personal. Und die Strecke wird dann auch nicht unbedingt nur von Mountainbikes befahren: selbst Scooter, Laufräder, Inliner und Scater wurden bereits gesichtet.

Wer sich also mal “richtig auspowern” will, ist am Jugendhaus immer willkommen – egal welche Altersstufe, versicherte Gröppel. Allerdings etwas weniger los ist auf der Strecke für gewöhnlich nur unter der Woche vormittags wie außerhalb der Ferien. Und Pflaster sollte man dabei haben – um kleine Kratzer mit weißen Blut z.B. beim Nachwuchs gleich professionell verarzten zu können. Man(n) selber kann sich dann daheim von Freundin, Frau oder Partnerin pflegen lassen.

Ach so ja: gepumpt wurde am Ende dieses Tages doch noch. Die platten Reifen. Somit hat das althergebrachte “pumpen” also auch bei dieser Sportart seine Daseinsberechtigung.

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