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Punktgewinn beim Tabellenführer

Die Zeichen standen, wie so oft vor dem Spiel gegen den TV-Oppenweiler, nicht sehr gut für die Hbi Weilimdorf / Feuerbach. Trainer Ralph Dittrich musste gleich auf mehrere Spieler verzichten, die verletzt oder im Winterurlaub waren. Mit Oppenweiler hatte man den Tabellenführer als Gegner und auswärts hat die Hbi sowieso noch keinen Punkt in dieser Saison geholt. Oppenweiler hingegen hatte zu Hause noch keinen Punkt abgegeben. Kurz gesagt, man war mehr als der klare Außenseiter. Dies dachte sich wahrscheinlich auch die Heimmannschaft und wollte sichere zwei Punkte gegen die Nord-Stuttgarter erspielen. Nach dem üblichen Geplänkel am Anfang der Partie, in dem nach möglichen Schwachstellen des Gegners gesucht wurde, änderte sich das Match bei einem Spielstand von 6:6 grundlegend. Die Hbi stand in der Abwehr wie der Fels in der Brandung. Abwehrchef Sebastian Buchfink dirigierte seine Mannen souverän, um dem Angriff der Oppenweiler keine Chance zu lassen. In der Offensive gelang der Hbi ebenfalls nahezu alles. Die ganze Palette des Handballs war zu sehen, von gezielten Rückraumwürfen über gekonnte Kreisanspiele bis hin zu variablen Stellungsspiel war alles vorhanden. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Hbi Tor für Tor ihre Führung ausbaute. Man führte zwischenzeitlich mit bis zu sieben Toren Vorsprung. Auch die Auszeit der Heimmannschaft änderte an dieser Überlegenheit nichts. Die erste Halbzeit, die mit 11:17 zu Gunsten der Hbi ausging, gehört wohl zu den besten, die die Hbi in dieser Saison hervorgebracht hat.

In der Halbzeitpause konnte die Hbi noch nicht richtig fassen, wie man diese Mannschaft so schwindelig gespielt hat. Der Trainer von Oppenweiler rüttelte seine Mannschaft erst einmal wieder wach, denn so ein Spiel war noch lange nicht verloren und kämpfen gehört wohl ins Standardrepertoirs eines jeden Sportlers mit Herz.

Den besseren Start in die zweite Halbzeit schaffte tatsächlich auch der TV-Oppenweiler. Es hatte den Anschein, als hätte der Auswärtsfluch der Hbi die Mannschaft wieder fest im Griff. Unkonzentrierte Abspiele, unvorbereitete Würfe und purer Aktionismus waren typisch für die Nord-Stuttgarter in dieser Phase des Spiels. Oppenweiler hingegen fand immer weiter in ihr Spiel. Sie holten den Rückstand kontinuierlich auf und nach bereits 13 Minuten Spielzeit in der zweiten Hälfte stand es plötzlich 23:23 ausgeglichen. Trainer Dittrich zog folgerichtig die grüne Karte, dies hieß zunächst eine Minute Auszeit. Die Worte des Trainers weckten die Hbi wieder auf, man dürfe nicht schon wieder wichtige Punkte leichtfertig vergeben. Tatsächlich bewegte sich ein Aufbäumen durch die Mannschaft und das Spiel wurde wieder kontrollierter. Dennoch hatte man nun hoch motivierte Oppenweiler, die dagegen hielten. Kaum war eine Mannschaft mit zwei Toren in Führung konterte die andere und drehte den Spielstand zu ihren Gunsten. Zwei Minuten vor Schluss war die Heimmannschaft mit zwei Toren in Führung und es machte sich die Angst breit, dieses Spiel zu verlieren. Mit dem Anschlusstreffer schöpfte man wieder Hoffnung. 40 Sekunden noch zu spielen, die Hbi mit einem Tor im Rückstand und Oppenweiler im Ballbesitz. Normalerweise verwaltet man diesen Vorsprung und versucht die Zeit herunterzuspielen. Der Hbi hingegen gelang es durch gute Abwehrarbeit den Ball der Oppenweiler zu erobern und den eingeleiteten Gegenstoß verwandelte Per Laukemann, der wiedereinmal ein vorbildliches Spiel machte, souverän. Der Ausgleich war geschafft, wenigstens diesen einen Punkt nicht auch noch hergeben, dachte sich die Hbi und mauerte in der Abwehr die letzten 20 Sekunden des Spiels so viel wie möglich und es reichte.

Somit endete diese durchwachsene Partie für beide Mannschaften versöhnlich mit 31 zu 31.

Auch wenn an diesem Abend durchaus zwei Punkte für Weilimdorf / Feuerbach drinnen gewesen wären, kann man mit der Leistung in der zweiten Hälfte mit diesem einen Punkt auch sehr zufrieden sein. So gelang es den ersten Auswärtspunkt in der Saison für die Hbi zu erkämpfen und dass ausgerechnet gegen den Tabellenführer. Eine mehr als spannende Handballpartie fand so ein verdientes Ende.

Somit bleibt die Hbi Weilimdorf / Feuerbach in diesem Jahr weiterhin ungeschlagen. Wiedereinmal unterstützten mit Gideon Kull und Markus Gref zwei A-Jugendliche die Mannschaft. Interessant ist sicherlich auch die Tatsache, dass mit rund 22 Jahren der Altersschnitt so niedrig wie noch nie war. Der Erfolg bestätigt Trainer Ralph Dittrich in seiner umfangreichen Jugendarbeit. Nun dürfen die Sportler und Verantwortlichen zwei spielfreie Wochen genießen und neue Kräfte sammeln, um dann am 3. Februar zu Hause gegen den TV Möglingen bestehen zu können.

Es spielten:

Tor: Florent Stephan, Nicolai Schmitt

Feld: Sebastian Zeise (6), Per Laukemann (11 / 3 Siebenmeter), Sebastian Buchfink (4), Daniel Knödler (2), Christoph Staiger (1), Max Wildemann (3), Thomas Weber, Gideon Kull, Sebastian Raikowski (2) und Markus Gref (2).

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