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Reparaturfieber in Weilimdorf: Repaircafé startete mit großem Andrang

(RED) Mit dem Andrang hatten die Initiatoren des “Repair Café Weilimdorf” vom Arbeitskreis Nachhaltigkeit der Evangelischen Gesamtkirche Weilimdorf im Gemeindehaus in der Ludmannstraße 10 nicht gerechnet. Zu den ersten Termin fanden sich vor allem rauschende Transistorradios, defekte Toaster, Wasserkocher, Stabmixer und Staubsauger samt ihren Besitzern ein.

“Unser Repair-Café basiert eigentlich auf einer Predigt, die ich am 28. Februar 2016 gehalten habe”, so Pfarrer Hartmut Häcker bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste im Gemeindesaal. “Es ging und das bebauen und bewahren der Erde.” Und so kam eines zum anderen, als im Kirchengemeinderat der Stephanusgemeinde im Giebel im Oktober 2017 die Idee eines eigenen Repaircafe erstmals besprochen wurde, um Menschen, die man mit dem Kirchenleben nicht mehr – oder noch nie erreicht hat – wieder in Kontakt mit der Gemeinde vor Ort zu bringen. Es folgte die Gründung des “Arbeitskreis Nachhaltigkeit”, die Kontakte insbesondere zum am 21. Februar 2018 in Korntal gestarteten Repair-Cafe, von dem man in den letzten Monaten viele Tipps, Unterlagen und Ablaufinfos erhalten hat und in Zukunft auch eng zusammenarbeiten will. “Wir haben ungemein viel Hilfe aus Korntal erhalten, wofür wir herzlichst danken!”, so Hartmut Häcker und Erich Kohler. Kohler ist es zudem zu verdanken, dass der vom Bezirksbeirat Weilimdorf am 24. Oktober 2018 mit Budgetmitteln anzuschaffende technische Gerätetester, der die Sicherheit der ehrenamtlich reparierten Gegenstände gewährleisten soll, letztlich von einer Firma kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde.

Während nun die ehrenamtlichen Monteure sich um die ersten Geräte kümmerten, konnten die Gäste die Wartezeit bei Kaffee und Kuchen überbrücken und sich miteinander über ihre elektrischen wie defekten Lieblinge unterhalten.

Das Repair-Cafe in Weilimdorf funktioniert auf ehrenamtlicher Basis, die Reparaturen werden kostenlos bzw. gegen eine Spende durchgeführt. Die Spenden sind auch notwendig, da sie zur Anschaffung von Werkzeugen und Meßgeräten benötigt werden. Wenn die Helfer feststellen, dass ein defektes Gerät nur unter Anschaffung von Ersatzteilen repariert werden können, muss der Besitzer entscheiden, ob er diese selber besorgt oder gegen Bezahlung anschaffen lässt. Auch haften die ehrenamtlichen Monteure nicht für das Nichtfunktionieren reparierter Geräte in heimischen Räumen. Sollten Geräte nicht repariert werden können, muss der Besitzer selbst für die ordnungsgemäße Entsorgung oder Beseitigung sorgen. Eine Fehlerbeschreibung oder Empfehlung bekommt jeder Gerätebesitzer bei der Abholung ausgehändigt. Nicht repariert werden übrigens Wäscheartikel, da diese in gewerblichen Nähstuben wieder in Schuss gebracht werden können: Das Repair-Café soll und wird keine Konkurrenz zu gewerblichen Anbietern sein.

Die nächsten Termine des Repair-Café im Gemeindehaus sind der 7. Dezember 2018, sowie in 2019 der 18. Januar, 15. Februar, 8. März, 12. April, 17. Mai, 14. Juni und 19. Juli. Vorbei bringen darf man defekte Elektrogeräte (wie z.B. ein Föhn, Bügeleisen, Mixer oder Radios), aber auch Mechanikreparaturen werden angeboten, sowie Holz- und Lackierarbeiten nach Rücksprache.

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