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Schwache erste Hälfte beendet die Siegesserie der letzten Wochen

(MZ) Vor dem Auswärtsspiel beim TSV Bönnigheim am vergangenen Samstag hatte Trainer Michael Zimmermann von der Hbi Weilimdorf/Feuerbach noch versucht etwas auf die Euphoriebremse zu drücken nach der Siegesserie der letzten Wochen und auch vor dem Gegner gewarnt, der besser als sein Tabellenstand ist. Nach dem Spiel muss man sagen, das diese Warnungen zumindest in den ersten 30 Minuten ungehört blieben und die Hbi am Ende unnötig und selbstverschuldet mit 25:28 als Verlierer vom Platz ging.

Der gastgebende TSV ging schnell mit 2:0 in Führung und die Hbi W/F brauchte im Unterschied zu den letzten Spielen einige Minuten um auf Betriebstemperatur zu kommen. Speziell die zuletzt gut stehende Defensive fand von Anfang an keinen rechten Zugriff auf die Gegner, es wurde zu wenig ballorientiert verschoben und somit ergaben sich immer wieder größere Lücken im Abwehrverbund die mit Gegentoren bestraft wurden. Anfangs konnte man diese noch im Angriffsspiel kompensieren und lag nach einem Doppelschlag von Jan Diller und Tim Petschinka beim 4:5 nach neun Minuten zum ersten und leider auch zum einzigen Mal im Spiel in Führung. Vier Zeigerumdrehungen später hatte die Hbi-Bank nach dem 8:6 durch den stärksten Bönnigheimer Dominic Zäh zum ersten Mal Redebedarf und legte den grünen Karton. Nach dem Anschlusstreffer von Finn Graykowski zum 8:7 verpufften aber die besprochenen Maßnahmen recht schnell und stattdessen kassierte man einen 5:0-Lauf der Gastgeber zum 13:7 und Hbi-Trainer Michael Zimmermann war nach 20 Minuten schon zum zweiten Timeout gezwungen. Die nun vorgenommene Umstellung auf eine 5:1-Abwehr fruchtete auch nicht sofort, aber nach dem 16:10-Rückstand nach 27 Minuten schaffte man es bis zur Pause durch einige Ballgewinne endlich mal ins Tempospiel zu kommen und durch Tore von Thomas Rinklef, Pepe Fritz und Kapitän Robin Wegfahrt auf 16:13 zu verkürzen.

In der Kabine hatte man sich im Lager der Nord-Stuttgarter einiges vorgenommen, da man trotz einer schwachen ersten Hälfte bei drei Toren Rückstand noch im Spiel war. Und der Start in den zweiten Durchgang war auch vielversprechend, zwei schnelle Treffer von Tim Petschinka und Finn Graykowski sorgten in der 32. Minute für den 16:15-Anschlusstreffer. Aber es fehlten an diesem Abend immer ein paar Prozent, so schaffte man es nicht in den folgenden Minuten auszugleichen bzw. die Partie zu drehen. Im Gegenteil, beim 20:17 war der TSV wieder drei Treffer vor und nach dem 22:20 von Pepe Fritz in der 42. Minute sorgte ein weiterer 3:0-Lauf der Bönnigheimer beim 25:20 wieder für eine deutliche Führung und das letzte Timeout der Hbi in der 47. Minute. In dieser Phase waren es vor allem schlechte und unvorbereitete Abschlüsse, die für TSV-Torhüter Ferdinand Schelling eine leichte Beute waren. Auch 10 Minuten vor dem Ende sprach beim 27:22 alles für einen Heimsieg der Gastgeber, aber die Hbi W/F hatte nochmal die Chance auf zumindest einen Punkt denn man kassierte dank einer gut arbeitenden 5:1-Abwehr und einiger starker Paraden von Torhüter Benjamin Seeger nur noch einen Treffer bis zum Schlusspfiff. Umgekehrt erzielte man aber auch selbst nach dem 27:24 in der 52. Minute, auch bedingt durch zwei Unterzahlsituationen, nur noch ein Tor weil man die sich bietenden Chancen in dieser Phase nicht nutzte. So stand am Ende eine 25:28-Auswärtsniederlage der Hbi Weilimdorf/Feuerbach, die bei den Beteiligten nach Schlusspfiff für Frust sorgte, denn allen war klar das hier mit einer Leistung wie zuletzt ein weiterer Sieg möglich gewesen wäre.

Ähnlich sah es dann auch Hbi-Trainer Michael Zimmermann: „Wir haben heute leider eine große Chance verpasst uns für die nächsten Wochen von unten abzusetzen! Ohne die Leistung des TSV schmälern zu wollen, aber wir haben uns diese Niederlage heute in erster Linie selbst zuzuschreiben. Wir haben speziell in der ersten Halbzeit in der Abwehr nie die Kompaktheit gefunden, wir haben nicht als Verbund verteidigt. Die Mannschaft hat sich zwar bis zum Schluss nicht aufgegeben und die zweite Hälfte war auch besser, aber wenn viele Spieler ihr Niveau nicht abrufen reicht das für uns nicht.“ Nach der dritten Saison-Niederlage bleibt die Hbi W/F mit 10:8-Punkten zwar auf dem 4. Tabellenplatz, allerdings ist das Feld der Landesliga Staffel 1 sehr eng zusammen und auf den ersten Abstiegsplatz sind es auch nur vier Punkte.

Herren: TSV Bönnigheim I – Hbi W/F I 28:25 (16:13)
Für die Hbi Weilimdorf/Feuerbach spielten:
Im Tor: Benjamin Seeger, Florent Stephan
Feld: Hannes Diller, Jan Diller (3), Cedric Dörr, Pepe Fritz (5), Finn Graykowski (4), David Martin (1), Tim Petschinka (5), Colin Rieker (2/1), Thomas Rinklef (2), Robin Wegfahrt (3)
Auf der Bank: Michael Zimmermann

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