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SGW verliert gegen Baienfurt/Ravensburg

Nach der ersten Auswärtspleite dieser Saison in der Vorwoche, folgte am vergangenen Samstag gegen die KG Baienfurt/Ravensburg gleich die nächste Niederlage.

Diesmal fiel sie mit 28:10 aber deutlich höher aus. Neben Tomasz Kierpiec überzeugte vor allem Catalin Vitel in seinem ersten Oberligakampf für die SGW. Beide Mannschaften hatten aufgrund des Rückrundenstarts und den damit verbundenen Stilartwechseln kräftig in ihren Mannschaftsaufstellungen rotiert.

In einem vorgezogenen Kampf in der Gewichtsklasse bis 84 kg griechisch-römisch stellte sich Michael Berner (SGW) dem Spitzenringer Vyacheslav Kolosov entgegen. Obwohl Michael nur wenige Aktionen zuließ, reichte es für den Gastgeber zu einem technischen Überlegenheitssieg (TÜN 4:0).
Die SGW konnte im zweiten Kampf jedoch ausgleichen. Der schon eingangs erwähnte junge Rumäne Catalin Vitel, der bisher nur für die zweite Mannschaft auf der Matte stand, konnte gegen Tim Oppenrieder nach einer spannenden ersten Runde (4:5) die zweite Runde mit einem Schultersieg beenden (SS 0:4, 4:4) und damit die ersten Punkte für Weilimdorf sichern.

Bis zur Pause lief dann aber wenig zusammen für die Weilimdorfer. Im Schwergewicht kam Andreas Werft überhaupt nicht zurecht mit Vladimiros Loakeimidis, der ihn mit einfachen Aktionen auspunktete (PN 3:0, 7:4).

Im Bantamgewicht entschied Paul Heiderich (Baienfurt) seinen Kampf klar gegen den aufgerückten Khagani Abbasov (TÜN 4:0, 11:4).
Im Halbschwergewicht traf Behar Rohleder (SGW) auf Pavel Burla, der bereits im Vorfeld berechtigterweise als stark eingeschätzt wurde. Immer wieder gelangen ihm schnelle Aktionen gegen den Weilimdorfer. Ende der dritten Runde wurde Behar dann aufgrund seiner dritten Verwarnung disqualifiziert (DQ 4:0, 15:4). Es sollte nicht die einzige völlig überzogene Entscheidung des Mattenleiters an diesem Abend bleiben. Obwohl die meisten Kämpfe sportlich recht eindeutige Angelegenheiten waren, hatte man doch das Gefühl, dass sich der Mattenleiter ein wenig in den Mittelpunkt pfeifen wollte!

Unmittelbar nach der Pause folgte der zweite Weilimdorfer Sieg an diesem Abend, bei dem sich Tomasz Kierpiec gegen Rico Troltsch durchsetzen konnte. Leider gab Tomasz die zweite Runde durch eine Unachtsamkeit ab, obwohl er als Obermann den Vorteil hatte, so dass die technische Überlegenheit nur mit einem 4:1 gewertet wurde (TÜS 1:4, 16:8).

Von Markus Laible (Gewichtsklasse 84 kg Freistil) ist man es als treuer Fan gewohnt, dass er – egal bei welchem Zwischenstand – immer Vollgas gibt. So war es auch dieses Mal gegen Marcel Bolduan, doch nur in der ersten Runde ließ sich der Baienfurter davon überraschen. In den weiteren Runden genügten ihm jeweils minimale Wertungen zum Punktsieg (PN 3:1, 19:9).

In der Gewichtsklasse bis 66 kg Freistil hatte Feim Gashi in Diensten der Weilimdorfer mit Georgios Savvoulidis den laut Bestenliste schwersten Brocken der Gastgeber vor sich, doch Feim zeigte sich davon erst einmal unbeeindruckt und holte die erste Wertung. Leider stellte sich Savvoulidis nun besser auf sein Gegenüber ein und konnte den Kampf noch in drei Runden gewinnen (PN 3:0, 22:9).
Auch Stefan Vogt (SGW) gelang gegen Simon Hamm kein Rundengewinn, mit drei minimalen 1:0-Rundensiegen (davon zweimal ohne technische Wertung) hatte der KG-Ringer hauchdünn die Nase vorn (25:9).
Immerhin einen weiteren Mannschaftspunkt konnte Mark Bühler gegen den starken Gerhard Tenhündfeld holen, denn die dritte Runde ging an den Weilimdorfer. In Runde vier sorgte der Schiedsrichter wieder für einiges Kopfschütteln bei den mitgereisten SGW-Fans. Eine Sekunde vor dem Rundenende sprach er eine Verwarnung gegen Mark aus, der damit diesen Kampf verlor (PN 3:1, 28:10). Nicht auszudenken, wenn es hier tatsächlich noch um Sieg oder Niederlage des Mannschaftskampfs gegangen wäre.

So endete der Vergleich mit 28:10 und einem verdienten Sieg der KG Baienfurt/Ravensburg. Die nächsten Kämpfe müssen nun zeigen, ob die SGW tatsächlich den Klassenerhalt schaffen kann.

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