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Solitude-Chor: Opernklänge und tief empfundene Religiosität

Wenn am 4. und 5. Februar Gioachino Rossinis „Stabat Mater“ erklingt, dann hat es damit eine besondere Bewandtnis. Es ist kein Zufall, dass der Solitude-Chor und das Sinfonieorchester der Universität Hohenheim in diesem Jahr ausgerechnet das 1832 geschriebene „Stabat Mater“ von Gioachino Rossini gemeinsam zum Klingen bringen.

Natürlich ist es ein klangschönes Stück, und es ist auch eine Komposition, die ins Repertoire des Chores passt: Selten zu hörende Stücke sind es, welche die Vokalisten und den Leiter Klaus Breuninger immer besonders interessieren. Wem ist es schon geläufig, dass der berühmte italienische Opernkomponist auch ein geistliches Werk komponiert hat, das die Worte der Schmerzensmutter Maria unterm Kreuz vertont? Ausgewählt haben es Breuninger und seine beiden Ensembles in diesem Jahr aber vor allem deswegen, weil es das erste Projekt war, das die schon seit vielen Jahren erfolgreiche und fruchtbare Zusammenarbeit von Chor und Orchester begründet hat. Wenn es am ersten Februarwochenende im Nikolaus-Cusanus-Haus in Birkach und im Dom St. Eberhard in Stuttgart-Mitte erklingt, ist es zugleich das Jubiläumskonzert des Orchesters, das 2012 sein 25-jähriges Bestehen feiert.

Vor 16 Jahren hat die Zusammenarbeit der beiden Ensembles begonnen, und gemeinsam haben sie viele Werke zur Aufführung gebracht, die zuvor noch nie in Stuttgart oder gar in Deutschland im Konzert zu hören waren. Die Chemie zwischen den beiden Ensembles habe sofort gestimmt, erinnert sich Klaus Breuninger noch gut. Das „Stabat Mater“ passte schon damals gut ins Konzept von Chor und Orchester, weil es in Deutschland ein Schattendasein führte. „Viele Dirigenten meinen, der opernhafte Stil des Werks sei unvereinbar mit dem Text des „Stabat Mater“, vermutet Breuninger. „Aber man tut dem italienischen Meister damit sehr Unrecht, denn das Werk ist voll von tief empfundener Religiosität.“ Passend zum besonderen Anlass des Konzertes hat der Dirigent nun für das diesjährige Konzert weitere musikalische Raritäten ausgewählt. Von Rossini erklingen A-Cappella-Kleinode, die bislang ebenfalls nur selten den Weg in die Konzertsäle gefunden haben: das vom bereits betagteren Rossini komponierte „Cantemus Domino“ für Doppelchor, das die Stimmen aus allen Ecken strömen lässt; außerdem „O salutaris hostia“ und „Il candore in fuga“. Als kleines musikalisches Geschenk an das Orchester spielt die Gründerin und Hornistin des Sinfonieorchesters Sigrid Eicken außerdem zwei Werke für Alphorn und Sinfonieorchester: die witzig angelegte „Alphorn Ballade“ des Schweizer Komponisten Dennis Armitage und das unterhaltsame Kabinettstückchen, die Fantasie „Touched by Mozart“ von Rainer Bartsch.

Jubiläumskonzerte Das Sinfonieorchester der Universität Hohenheim gibt zusammen mit dem Solitude-Chor unter Leitung von Klaus Breuninger sein Konzert anlässlich seines 25-jährigen Bestehens am Samstag, 4. Februar, um 19 Uhr im Nikolaus-Cusanus-Haus in Stuttgart Birkach, Törlesäckerstraße 9 und am Sonntag, 5. Februar um 19 Uhr in der Domkirche St. Eberhard beim Schlossplatz in Stuttgart-Mitte. Karten gibt es beim Solitude-Chor unter der Nummer 0711/82 08 69 98, online unter www.solitude-chor.de oder an der Pforte des Nikolaus-Cusanus-Hauses unter 0711/ 4583 0 sowie an der Abendkasse.

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