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Spielplatz Mittenfeldstraße in Giebel eingeweiht

Der Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, Matthias Hahn, Bezirksvorsteherin Ulrike Zich und der Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamtes, Werner Koch, haben am Dienstag, 10. Juli, den Spielplatz Mittenfeldstraße in Giebel eingeweiht. Der einzige Spielplatz in Giebel wurde über viele Jahre intensiv beansprucht und war zuletzt in einem schlechten Zustand. So waren die maroden Spielgeräte bereits seit längerem abgebaut. In einer Spielplatzinitiative engagierten sich Bürgerinnen und Bürger deshalb bereits seit drei Jahren für seine Erneuerung. Sie überzeugten das Garten-, Friedhofs- und Forstamt von der Dringlichkeit.

Als erster Schritt wurde 2004 eine neue Hangrutsche errichtet. Dann wurde mit der Planung der neuen Anlage begonnen und mit der Spielplatzinitiative in einem “Kinderstadtplanungsbüro” im März 2006 eine Anlieger-Nutzer-Beteiligung durchgeführt. Der planende Landschaftsarchitekt Werner Winkler vom Büro Winkler & Boje war begeistert vom Einsatz und den Ideen der Kinder und Jugendlichen für ihre neue Spielanlage. Er konnte sie in seiner Planung weitgehend einarbeiten. Als Giebel im April 2006 in das Stadterneuerungsprogramm “Soziale Stadt” aufgenommen und mit Fördermitteln von Bund und Land ausgestattet wurde, waren die Pläne bereits weit gediehen.

Im Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung, wo die Projekte der “Sozialen Stadt” geleitet werden, war diese Spielflächenerneuerung als wichtige Verbesserung für den Stadtteil willkommen. Im Juli letzten Jahres wurden die Vorschläge und Anregungen aus der Bürgerbeteiligung in die Planung eingearbeitet und mit der Spielplatzinitiative abgestimmt. Dieser Entwurf fand bei der öffentlichen Bürgerbeteiligung die Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger, die Realisierung konnte beginnen.

Ein Teil der Anlage wurde von den künftigen Nutzern, einer Schulklasse der Rappachschule, im Rahmen eines Workshops mit viel Enthusiasmus selbst verwirklicht. Die Kinder nutzten die charakteristische Hanglage des rund 3200 Quadratmeter großen Geländes sehr kreativ. Der Höhenunterschied von stattlichen vier Metern kann jetzt über einen abenteuerlichen “Fahrradparcours” überwunden werden, aus dem im Winter auch eine Schlittenbahn werden kann.

Durch ein Baumtor, über eine Baumbrücke und durch die Steilkurve den Hang hinunter gelangt man zum “Teenagertreff” im Zentrum des Geländes. Weiter talwärts führt der Pfad durch dichtes Gebüsch und erreicht schließlich die untere Spielplatzebene mit Schaukeln, Drehscheibe und Rutsche für die Schulkinder. Für die ganz Kleinen gibt es dort einen großen Sandbereich mit einem Spielhaus, dem beliebten Holzpferd und einer Kleinkindrutsche. Eine besondere Attraktion für die älteren Kinder ist der mit acht Metern ungewöhnlich hohe Spielturm “Vulkan”. Über zahlreiche verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten erklettern sie eine Spielplattform und können von dort aus das ganze Gelände überblicken.

Überall dort, wo die Kinder mit den Materialien in Kontakt kommen, wurden diese bei den Spielgeräten möglichst naturnah gehalten. Stark beanspruchte Spielgeräte und Verbindungselemente sind aus Stahl. Rund 20 große Baumstämme und mehr als 20 Tonnen handbearbeitete Sandsteinblöcke wurden eingebaut. Die natürlichen Materialien Holz und Stein, die ausgewählten Spielgeräte und die Nutzung vorhandener Höhenunterschiede des Geländes regen die Kinder zum kreativen Spiel an. Zahlreiche Sitzgelegenheiten sorgen für einen angenehmen Aufenthalt auch für Eltern, Aufsichtspersonen und ältere Besucher des Spielplatzes.

Im Frühjahr dieses Jahres konnten die Arbeiten abgeschlossen und der Spielplatz zur Nutzung freigegeben werden. An den Gesamtkosten von 165 000 Euro beteiligen sich Bund und Land im Rahmen des Bund-Länder-Programms “Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Die Soziale Stadt” mit 60 Prozent. Für zwei der Sitzbänke konnte die Spielplatzinitiative die örtliche Filiale der BW-Bank und den Lebensmittelmarkt “Nah und Gut” als Sponsoren gewinnen.

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