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Streifzug durch die Bundespolitik bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft

Es ist schon eine Tradition bei den Sudetendeutschen aus Weilimdorf, dass die CDU-Bundestagsabgeordnete des Stuttgarter Nordens einmal bei einem Monatsnachmittag der Ortsgruppe vorbeischaut, um das Neueste aus der Bundespolitik zu berichten. So war es nun die Abgeordnete Karin Maag, die Obmann Ernst Merkl im “Haus der Begegnung” in Giebel begrüßen konnte.

Über ein Jahr gehört die CDU- Politikerin nun schon dem Deutschen Bundestag an und vertritt dort die Interessen der Bürger des Stuttgarter Wahlkreises II. Begonnen hat sie ihre bundespolitische Tätigkeit in schwieriger Zeit,herrschte doch damals die größte Wirtschaftskrise, die die Welt und auch Deutschland je erlebt hatten. So wurden Milliardenpakete geschnürt, um den Banken- und Finanzsektor zu stabilisieren und die Konjunktur am Laufen zu halten. Dabei wurden Steuern gesenkt und die Lohnnebenkosten gestützt,um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu erhalten.Karin Maag betonte jedoch, dass es in den kommenden Jahren keine weiteren Stuersenkungen geben werde und verhehlte dabei nicht, dass die Hilfsmaßnahmen des Bundes zu einer enormen Neuverschuldung führten. So kämen derzeit auf jeden Einwohner in Deutschland, ob Baby oder Greis, 21000 Euro Schulden, die nach Meinung der Christdemokratin späteren Generationen nicht hinterlassen werden dürften. Als Mitglied des Haushaltsausschusses des Bundestages, unterstützt Karin Maag deshalb das Bemühen um Sparhaushaltspläne, die in allen Bereichen, den Sozialsektor eingeschlossen, zu Einschnitten führen müssten. Trotzdem gelte es auch in finanziell schwierigen Zeiten, Schwerpunkte zu setzen, die die engagierte CDU- Politikerin beim Thema Familie sieht. So müsse nach Meinung von Karin Maag die Familie gestärkt werden, leisteten doch vor allem sie einen besonders hohen Beitrag zur Stabilität der Sozialversicherungen. Dazu gehörten auch die erfolgten Erhöhungen des Kindergeldes und der Freibeträge, die für Karin Maag ein positives Zeichen für die Familie setzen sollen. Überhaupt liegt der Christdemokratin die Sicherung des sozialen Netzes am Herzen, das trotz des demografischen Wandels und dem damit verbundenen finanziellen Druck, stabil gehalten werden soll. In diesem Zusammenhang erwähnte die Bundespolitikerin auch die Neuregelung der Hartz IV Sätze und machte dazu deutlich, dass diese Hilfen nur für eine vorübergehenden Zeitrahmen gedacht seien. Karin Maag zeigte sich besorgt darüber, dass das soziale Netz als soziale Hängematte missbraucht werden könnte.
Natürlich streifte die CDU- Bundestagsabgeordnete auch die aktuellen Diskussionen um die Energiepolitik, das Bahnprojekt “Stuttgart 21” und die Bundeswehrreform und warnte im Zusammenhang mit der politischen Situation im Nahen und Mittleren Osten vor der terroristischen Gefahr von Anschlägen in Europa und in Deutschland. Doch als Mitglied des Gesundheitsausschusses ließ Karin Maag natürlich die Reform der Krankenversicherung nicht unerwähnt und ließ die zahlreichen Besucher im Saal des “Hauses der Begegnung” in Giebel wissen, dass die Krankenversicherung “demografiefest” gemacht werden soll. Mit verschiedenen Maßnahmen,die auch die Bürger zu spüren bekommen werden, soll die Finanzierung der Krankenversicherung bei zunehmendem demografischen Wandel und gleichzeitigem medizinischen Fortschritt gesichert werden. So müssten sich die Beitragszahler auf eine Erhöhung des Krankenkassenbeitrages einstellen und auch mit Zusatzbeiträgen seitens ihrer Krankenkasse rechnen. Doch versicherte die Bundestagsabgeordnete dabei,dass niemand finanziell überfordert werde. Viel Zeit und Mühe werden der Politikerin abverlangt, doch betonte Karin Maag zum Abschluss ihres Vortrages, dass sie sich mit viel Lebensfreude für ihren Stuttgarter Wahlkreis engagiere und ihr die Arbeit als Bundestagsabgeordnete Spaß mache.

Foto (Heisig): CDU- Bundestagsabgeordnete Karin Maag berichtete über das Neueste aus der Bundespolitik. Rechts Obmann Ernst Merkl.

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