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Taktverkehr der Linie 90 wird mit Fahrplanwechsel 2009/2010 verbessert

Hausen kam sich immer wieder wie ein notgedrungenes “Anhängsel” an Weilimdorf vor, der Öffentliche Nahverkehr behandelte den Ortsteil stiefmütterlich, tagsüber war die Busverbindung mit einer 30-Minuten-Taktung belegt, am Samstag ab mittags gar mit 60 Minuten Abstand. Dies hat der Bezirksbeirat und Hausener Bürger schon mehrfach bemängelt, nun reagiert die SSB mit Verbesserungen im Takt, aber auch einigen Verschlechterungen. Herr Dettmer von der SSB stellte dem Bezirksbeirat am Mittwochabend die Änderungen im Detail vor:

Der Takt der Linie 90 für die Tagverbindungen wird mit dem Fahrplanwechsel von 30 auf 20 Minuten verkürzt, dies bringt insbesondere deutliche Verbesserungen der Anbindungen der Haltestellen Giebel und Salamanderweg, die Wartezeiten verkürzen sich hier von 11 auf 4 Minuten für die Umsteiger aus der U-Bahnlinie 6 bzw. 13. Auch wird abends der Takt von 20 bis 00 Uhr von 60 auf 30 Minuten verbessert, samstags von 06 bis 00 Uhr ebenso auf 30 Minuten, nur der Sonntag bleibt mit dem 60-Minuten-Takt unverändert.

Verschlechterungen müssen dagegen Korntal und das Industriegebiet hinnehmen. Da die SSB die Taktverbesserungen kostenneutral ohne Mehraufwand von Personal und Bussen betreibt, wird das Haltestellennetz ausgedünnt. Korntal wird – mit Ausnahme der Mittagszeit für die Schüler – die Haltstellen Hauffstraße und Stadthalle verlieren (die Stadt Korntal ist informiert und erklärte sich mit den Änderungen einverstanden), das Industriegebiet Weilimdorf verliert tagsüber die Schleife über die Motorstraße. Nur noch morgens und abends werden die Touren mit den alten Haltestellen angefahren. Im Industriegebiet müssen die Kunden der SSB in Zukunft tagsüber zur maximal 500 Meter entfernten Haltestelle Holderäcker laufen, um zum Löwen-Markt oder S6-Bahnhof zu kommen.

Die Bezirksbeiräte begrüßten zum einen die Taktverbesserungen tagsüber von 30 auf 20 Minuten sowie für den Abend und den Samstag, kritisierten aber im Gegenzug die Einsparungen insbesondere im Industriegebiet. Auf diese Weise würden Teilzeitbeschäftigte zu langen Fußwegen gezwungen bzw. würden im schlimmsten Falle auf das Auto umsteigen. Taktverbesserungen würden in der Regel immer ein erhöhtes Fahrgastaufkommen nach sich ziehen – eine Haltestellenkürzung hingegen weniger Nutzer.

Herr Dettmer sicherte eine genaue Beobachtung des Fahrgastverhaltens zu und versprach, dass die SSB auch kurzfristig auf deutliche Veränderungen reagieren würde.

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