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Themengruppe „Nachbarschaft und Integration“ der Zukunftsoffensive Weilimdorf tagte im Eugen-Fitz-Haus

Die gestrige Runde stellte, nahezu mit erstaunen fest, dass unser Stadtteil bereits diverse Anforderungen bezüglich einer barrierefreien Fortbewegung erfüllt. Demnach hat die Öffentliche Hand z.B. beim Bau von U-Bahn-Haltestellen, Plätzen und Wegen auf die Anforderungen von Menschen mit Behinderung geachtet. Dies möchte die Gruppe an entsprechende Stellen weiterleiten und diese Bitten dies bei Ihren Planungen weiterhin so vorbildlich zu bedenken. Dazu sollen auch Privatpersonen, Dienstleister wie Ärzte, Apotheken, etc. und große Wohnbauträger angehalten werden. Des Weiteren erachtet es die Gruppe Integration als besonders Wichtig, nicht nur „Behinderungen“ im täglichen Leben abzubauen, sondern für ein größeres Miteinander – statt einem schlichten Nebeneinander einzutreten. Dabei wurden zwei wesentliche Punkte herausgearbeitet: Freizeit und Wohnen.

Um Weilimdorfer Bürger mit Behinderung stärker am Gemeindeleben zu beteiligen, wollen die Vertreter der örtlichen Wohnstätten für Menschen mit Behinderung auf die Vereine zugehen, ihre Arbeit vorstellen und diese um Offenheit bei der Aufnahme von Menschen mit Behinderung bitten. Auch soll ein Info-Abend zum Thema Einbindung behinderter Menschen im Vereinsleben veranstaltet werden. Als erstes ganz praktisches Ergebnis haben die anwesenden Einrichtungsvertreter vom Eugen-Fitz-Haus, der Diakonie-Stetten und dem Jugendhaus Weilimdorf beschlossen, gemeinsame Aktionen zu planen und anzubieten.

Wichtigster Punkt für eine gelingende Integration sei aber vor allem über das Thema Wohnen zu realisieren. So bemühen sich die örtlichen Behinderteneinrichtungen immer wieder um einen Ausbau der ambulanten Wohnformen. Dabei sollen selbstständige Menschen mit Behinderung, in Wohngruppen oder in Einzelwohnungen Mitten im Stadtbezirk leben. Nur durch ein Leben Mitten in der Gesellschaft, durch die tägliche Begegnung kann nach Ansicht der Anwesenden die Integration gelingen. Leider fehlt es hierfür an geeigneten Mietwohnungen, diese sind oft zu Teuer und von den Menschen mit Behinderung nicht zu finanzieren. Auch stehen häufig Vorurteile im Weg. Die Vorteile für die Vermieter sind jedoch nur selten bekannt: So stehen hinter den Mietern mit Behinderung häufig größere Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Staat, so dass die regelmäßige Bezahlung der Miete vollkommen sicher gewährleistet ist. Außerdem wird die Betreuung der Bewohner über diese Einrichtungen übernommen. Hinzukommt, dass die Mieter in der Regel sehr langfristig bleiben.

Weitere Informationen zum Thema können bei den Einrichtungsleitungen in Erfahrung gebracht werden, diese würden sich über Rückmeldungen von Wohnungseigentümern sehr freuen:

Herr Stöppler

Wohnheim Diakonie Stetten, Solitudestr. 30, 70499 Stuttgart, 0711-389809012, gisbert.stoeppler@diakonie-stetten.de

und

Frau Marx, Eugen-Fritz-Haus, Köstlinstr. 52, 70499 Stuttgart, 0711-880258-10, marx@lebenshilfe-stgt.de

Das nächste Treffen zum Thema Integration findet am 11.03.2008 um 19:30 Uhr im Jugendhaus Weilimdorf statt. Das Thema dieser Sitzung wird die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sein.

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